Lagertechnik

Lagersysteme

Lagertechnik – Auswahlhilfe

Lagersysteme können unterschiedliche Funktionen übernehmen und mit verschiedenen Lagertechniken bewirtschaftet werden. Hier eine Übersicht, was bei der Anschaffung eines neuen Lagersystems und der Umstellung der Lagertechnik beachtet werden sollte:

  • Lagerfunktion
  • FIFO oder LIFO-Methode
  • Statisches oder dynamisches Warenlager

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Lagertechniken in der Schweiz

Welche Funktion ein Lager übernehmen soll, ist eine zentrale Frage der Intralogistik. Hier eine grobe Übersicht für die wirtschaftliche Ausrichtung eines Lagers:

1. Bereitstellungsfunktion
Über die Bereitstellungsfunktion wird die Materialversorgung der Produktion gewährleistet. Somit wird die Zeit zwischen der Lieferung von Materialien und dem tatsächlichen Bedarf in der Produktion ausgeglichen. Die Bereitstellung von Material erfolgt direkt an der Produktionslinie.

2. Sicherungsfunktion
Die Sicherungsfunktion sichert die Lieferfähigkeit von Materialien an die unterschiedlichen Produktionsstufen. Im Gegensatz zur Bereitstellungsfunktion liegt das Material in grösseren Mengen in einem zentralen Lager vor und wird nicht direkt an der Produktionslinie gelagert. Für die Distribution sichert das Lager die Lieferfähigkeit an die Kundschaft und Händler/innen und sorgt für einen ausreichenden Lagerbestand.

3. Spekulationsfunktion
Wenn ein Lager eine Spekulationsfunktion einnimmt, rechnen Unternehmen mit steigenden Preisen für Waren. Grosse Mengen werden eingekauft und gelagert in der Hoffnung, diese später zu einem höheren Preis zu verkaufen. 

4. Veredelungsfunktion
Wie der Name schon sagt, werden in Lagern mit Veredelungsfunktion Waren veredelt. Gängige Beispiele sind Wein und Käse. Die Qualität und der Wert dieser Produkte entwickelt sich erst durch eine zeitlich gestreckte Lagerung.  

5. Darbietungsfunktion
Die Darbietungsfunktion wird vor allem im Einzelhandel genutzt. Die Ware wird dem Kunden bzw. der Kundin direkt im Verkaufslager präsentiert und angeboten. 
 

Statische vs. dynamische Warenlager

Die grundsätzliche Frage bei der Entscheidung für ein statisches oder dynamisches Lager ist, ob die Lagerplätze immer mit den gleichen Artikeln besetzt werden. Bei einer statischen Lagerung bleiben beispielsweise Lagerplätze leer, wenn von einer bestimmten Ware kein Bestand vorhanden ist. Anders kann bei der dynamischen Lagerung freier Lagerplatz genutzt werden, ungeachtet dessen, was vorher auf diesem Platz gelagert wurde. Ein dynamisches Lager bietet daher mehr Flexibilität, ist jedoch mit einem höheren Organisationsaufwand verbunden. 

Statisches Lager 

Vorteile

  • Lagerplatz zu jedem Zeitpunkt bekannt
  • Waren werden schnell gefunden
  • Organisationsaufwand bleibt gering
  • Heikle Waren können zusammen in einer dafür vorgesehenen Umgebung gelagert werden

Nachteile

  • Lagerfläche wird nicht optimal genutzt
  • Anfällig für Überlastung zu Spitzenzeiten
     

Dynamisches Lager 

Vorteile

  • optimale Nutzung der Lagerfläche
  • Wegzeiten können optimiert werden (Saisonartikel)

Nachteile

  • Erhöhter Organisationsaufwand
  • Menschliches Versagen kann zu Kettenreaktionen führen
  • Lagerverwaltungssoftware wird dazu benötigt
     

FIFO vs. LIFO

Die beiden Methoden FIFO und LIFO unterscheiden sich in der Herangehensweise, wie ein Betrieb seine Waren umschlägt. Vor allem in der Buchhaltung des Lagers können die beiden Methoden grosse Unterschiede bewirken.

FIFO: First in – First out
Bei der FIFO-Methode gehen diejenigen Waren, die am längsten im Lager sind, auch als erstes wieder raus. Ein einfaches Beispiel finden Sie in Ihrem Kühlschrank: Sie kaufen eine Packung Milch am Montag und eine am Dienstag. Am Mittwoch trinken Sie Kaffee mit der Milch vom Montag. Sie verbrauchen zuerst die Milch, welche Sie als erstes in den Kühlschrank gestellt haben. Regale, die diesem Prinzip folgen, sind beispielsweise Durchlaufregale.

LIFO: Last in – First out
Bei der LIFO-Methode gehen diejenigen Waren, die am längsten im Lager sind, als letztes wieder raus, bzw. neue Waren, welche in das Lager kommen, werden direkt wieder verwendet. Ein Beispiel für LIFO wäre: Ein Restaurant hat einen speziellen Hauswein, welcher im Alter immer besser schmeckt. Der Wirt hat das erkannt und eine grosse Menge an Wein gekauft, den er erst in 10 Jahren servieren will. Fortan serviert der Wirt zuerst die jüngeren Weine, die er einkauft. Der Wert im Lager vermehrt sich, da der Wirt nach den zehn Jahren den ursprünglich gelagerten Wein teurer verkaufen kann. Zudem zahlt der Wirt weniger Steuern, weil sein Lager in der Buchhaltung unterbewertet ist. Regale, bei denen die LIFO-Methode umgesetzt werden kann, sind beispielsweise Einschubregale.

Unsere geprüften Anbieter unterstützen Sie gerne bei der Wahl einer sinnvollen Lagertechnik Lösung für Ihr Lager. 

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