BVG – Ihr Einkaufsratgeber

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BVG

Sie benötigen eine Pensionskassenlösung für sich und Ihre Mitarbeitenden? Mit unserem Online-Fragebogen finden Sie bis zu drei passende Anbieter, die Ihnen eine BVG-Versicherung offerieren.

Geregelt ist die Versicherung über die Pensionskasse im BVG (Gesetz über die be­ruf­liche Vor­sorge). Unsere Tipps zu Themen wie BVG-Pflicht, Kosten, Unter­schied zwischen obligatorischer und überobligatorischer Vorsorge, Voll­versicherung und teilautonomer Lösung, Kaderversicherung etc. helfen Ihnen beim Evaluierungs­prozess.

Unsere KMU-Einkaufsexperten im Bereich Versicherungen kennen den Schweizer Markt und un­ter­stützen Sie kostenlos bei der Suche nach den passenden Anbietern für eine BVG-Lösung.

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Das Wichtigste auf einen Blick für die berufliche Vorsorge in der Schweiz

Die Altersvorsorge in der Schweiz baut auf drei Säulen auf. Die 2. Säule, das BVG, regelt die berufliche Vorsorge. Was bedeutet das BVG für Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen?

  • Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sind verpflichtet, ihre AHV-pflichtigen Mitarbeitenden bei einer Pensionskasse zu versichern, sobald der Jahreslohn 21’510 CHF übersteigt (Stand 2022).
  • Als Arbeitgeber oder Arbeitgeberin müssen Sie mindestens die Hälfte der BVG-Beiträge für Ihre Angestellten übernehmen.
  • Im BVG ist nur ein Minimum der beruflichen Vorsorge geregelt (obligatorischer Teil des BVG). Viele Pensionskassen bieten aber darüber hinausgehende überobligatorische Leistungen an. Für diesen Bereich ist das Reglement der jeweiligen Pensionskasse massgebend.

BVG-Auswahlkriterien – so finden Sie die passende Pensions­kasse

Der Abschluss einer Pensionskassenlösung für Ihren Betrieb hat einen grossen Einfluss auf die finanzielle Lage im Alter – für Sie und für Ihre Mitarbeitenden. Eine sorgfältige Auswahl ist wichtig, doch das Angebot im BVG-Bereich ist komplex und vielfältig. Es lohnt sich deshalb, sich etwas Zeit zu nehmen und die Möglichkeiten mit den Versicherungsberatern in einem persönlichen Gespräch durchzugehen. Nach Abschluss läuft der BVG-Vertrag dann meistens über Jahre.

Mit unserer Checkliste geben wir Ihnen einen Leitfaden an die Hand, der Sie dabei unterstützt, die ideale Lösung für Ihr Unternehmen zu finden.

1. Aspekte der Vorsorgelösung: Beantworten Sie bei der Evaluation der BVG-Angebote diese Fragen:

  • Wie hoch sollen die Leistungen für die Versicherten, ihre Partner oder Partnerinnen sowie ihre Kinder bei Tod oder Invalidität sein?
  • Beschränken Sie sich auf das BVG-Minimum oder lohnt sich eine überobligatorische Vorsorge respektive ein spezieller Mitarbeiterplan?
  • Soll für Teilzeitmitarbeitende der volle Koordinationsabzug eingesetzt werden?

2. Vollversicherung oder teilautonome Lösung: Wünschen Sie eine Vollversicherung oder autonome respektive teilautonome Pensionskassenlösung?

3. Individuelles Angebot prüfen: Fragen Sie bei den Anbietern nach, ob unterschiedliche Pensionskassenpläne möglich sind. Dann können für einzelne Mitarbeitergruppen verschiedene Vorsorgelösungen festgelegt werden. Diese Möglichkeit steht aber nicht allen Unternehmen offen. Oft bieten Versicherer dies erst ab einer höheren Mitarbeiterzahl an.

4. Vorsorgeplan auswählen: Bestimmen Sie den Sparteil und die Abdeckung der Risiken Invalidität und Tod.

5. Transparent ausgewiesene Kosten: Achten Sie darauf, dass in den Offerten die unterschiedlichen BVG-Kosten transparent ausgewiesen sind. Die Prämien fürs Alterssparen, für die Risikoabsicherung und die Verwaltungskosten sollten separat angegeben sein.

6. Vergleichsofferten einholen: Beim Vergleich unterschiedlicher Versicherungsangebote ist es wichtig, dass die Offerten auf der gleichen Basis beruhen. Nennen Sie in der Offertanfrage für alle Anbieter dieselben Wünsche zum Sparteil und zur Risikoabsicherung. Unter Umständen empfiehlt es sich, gleichzeitig die KTG- und je nach Branche auch die UVG-Versicherung offerieren zu lassen.


BVG für Gastronomie­betriebe

Gastronomiebetriebe haben meist wenig Auswahl bei der Pensionskassenlösung. Da der allgemeinverbindliche Gesamtarbeitsvertrag (GAV) verschiedene Vorschriften zum BVG enthält, interessieren sich die wenigsten Pensionskassen für die Aufnahme von Gastronomiebetrieben. Diese sind daher in aller Regel bei GastroSocial versichert – zumindest was das BVG-Minimum betrifft. Kaderverträge, etwa für Geschäftsführer grösserer Gastronomiebetriebe, können dagegen auch bei anderen BVG-Vorsorgeeinrichtungen abgeschlossen werden.


BVG-Kosten

Die Kosten für Ihre BVG-Versicherung setzen sich aus drei Teilen zusammen.

1. Sparteil: Dieser nimmt grössten Anteil der BVG-Prämie ein. Das aus dem Sparteil geäufnete Altersguthaben wird den Versicherten im Pensionsalter als Rente oder Kapital ausgezahlt.
2. Risikoteil: Mit dem Risikoteil der Prämien werden die Versicherungsleistungen bei einem Todesfalls oder bei Invalidität finanziert.
3. Administrationskosten: Die Administrationskosten, auch Verwaltungskosten genannt, decken den jährlichen Verwaltungsaufwand der Pensionskasse.

Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteile an der BVG-Prämie: Sie als Arbeitgeber oder Arbeitgeberin müssen mindestens 50% der BVG-Prämien für Ihre Angestellten übernehmen. Die anderen 50% werden den Arbeitnehmenden monatlich vom Lohn abgezogen. Es steht Ihnen frei, einen Vorsorgevertrag abzuschliessen, bei dem Sie mehr als 50% der Prämien übernehmen.

Alle Details zu den Kosten für eine BVG-Versicherung finden Sie auf unserer Seite BVG-Abzug.


Tipps von den GRYPS KMU Experten

  • Termin vor Ort notwendig: Die berufliche Vorsorge ist sehr komplex und je nach Grösse des Unternehmens können für verschiedene Mitarbeitergruppen unterschiedliche Pensionskassenpläne vereinbart werden. Ohne ein persönliches Gespräch mit Ihnen kann ein Versicherungsexperte meist gar keine Offerte stellen – die Zeit für einen Termin vor Ort lohnt sich also beim Evaluieren der BVG-Versicherung.
  • BVG für GmbH: Inhaber von GmbHs und AGs gelten als Angestellte ihres Unternehmens und sind dem BVG unterstellt.
  • BVG Einzelfirma: Die Inhaberin einer Einzelfirma – wie auch der Gesellschafter einer Kollektiv- oder Kommanditgesellschaft – ist nicht verpflichtet, sich einer Pensionskasse anzuschliessen. Sie kann dies freiwillig tun oder sie kann für ihre Altersvorsorge und die Risikoabdeckung Lebensversicherungen der 3. Säule abschliessen.
  • Bei Wechsel: Die Kündigungsfrist eines Pensionskassenvertrags beträgt im Normalfall sechs Monate, daher müssten Sie, wenn Sie die Pensionskasse wechseln wollen, bis spätestens Ende Juni kündigen. Der Wechsel zur neuen BVG-Versicherung ist dann auf das neue Jahr möglich.


Berufliche Vorsorge Schweiz – Definition

Im Drei-Säulen-System der Schweizer Vorsorge wird die 2. Säule, das BVG, über die Pensionskassen geregelt. Zusammen mit den Renten der AHV, der 1. Säule, sollen die BVG-Leistungen nach der Pensionierung oder bei Eintreten von Tod oder Invalidität die Lebenshaltungskosten decken. AHV und Pensionskasse zusammen sollen nach der Pensionierung etwa 60% des letzten Lohnes abdecken. Dazu werden während der Erwerbstätigkeit monatlich Prämien in die Pensionskasse eingezahlt. Zusätzlich erbringt die Pensionskasse auch Leistungen bei Invalidität und im Todesfall.


BVG-Pflicht – wer muss bei einer Pen­sions­kasse versichert sein?

​Der BVG-Pflicht unterstehen in der Schweiz alle Arbeitnehmenden, deren Jahreslohn mindestens 21'510 CHF beträgt (Stand 2022). Es ist Sache des Arbeitgebers, seine Angestellten bei einer Pensionskasse anzumelden und die Beiträge für sie einzuzahlen. Inhaberinnen von Einzelfirmen und Gesellschafter einer Personengesellschaft müssen sich selber keiner Pensionskasse anschliessen, können sich aber freiwillig nach BVG versichern, zum Beispiel über ihren Branchenverband.


BVG-Koordinations­abzug

Die Leistungen der 1. Säule (AHV) und der 2. Säule (BVG) werden durch den Koordinationsabzug aufeinander abgestimmt. Der Koordinationsabzug stellt sicher, dass die Beiträge für die 2. Säule nur auf dem noch nicht versicherten Lohn erhoben werden. Auf den bereits durch die AHV versicherten Lohn entfallen so keine BVG-Beiträge.

Für mehr Informationen sowie ein Berechnungsbeispiel besuchen Sie unsere Seite zum Koordinationsabzug.


Umwandlungssatz und Alters­guthaben

Die Höhe der im Alter ausgezahlten Renten wird mit dem Umwandlungssatz aus dem Altersguthaben errechnet. Dieses Altersguthaben wird mit den regelmässig eingezahlten Pensionskassenbeiträgen, den sogenannten Altersgutschriften, gebildet; hinzu kommen die Zinsen auf dem angesparten Kapital. Der Umwandlungssatz für das BVG-Obligatorium ist gesetzlich festgelegt und beträgt derzeit 6,8%. Das heisst, für ein Altersguthaben von 100‘000 CHF erhält man eine jährliche Rente von 6‘800 CHF.

Für überobligatorische Guthaben können die Pensionskassen den Umwandlungssatz selber bestimmen. Dieser ist in der Regel deutlich tiefer als der obligatorische und beträgt rund 5%, bei einigen Pensionskassen liegt er gar noch tiefer (unter 4,5%). Handelt es sich um eine sogenannte umhüllende Pensionskasse, darf diese mit einem Misch-Umwandlungssatz für das ganze Guthaben rechnen. Auch diese Misch-Umwandlungssätze sind tiefer und können bis auf 5% sinken (solange auf dem obligatorischen Guthaben die 6,8% eingehalten sind).

Unbestritten ist, dass der Umwandlungssatz von 6,8% angesichts der gestiegenen Lebenserwartung zu hoch ist. In seiner Botschaft zur Reform BVG 21 sieht der Bundesrat einen Umwandlungssatz von 6% vor. Dies wurde im Dezember 2021 vom Nationalrat gutgeheissen, der Ständerat soll darüber in der Sommersession 2022 diskutieren.


BVG-Vergleich: Kader­ver­sicher­ung, Individual- und Standard­angebote prüfen

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen drei verschiedenen BVG-Lösungen:

1. BVG-Standardangebote: Für kleinere Firmen oder Neugründer mit wenigen Mitarbeitern bieten die Pensionskassen standardisierte Lösungen an, die kostengünstig sind. Falls Sie Gründer oder Gründerin sind: Auf unserer Firmengründerseite erhalten Sie mit den Gründerspecials unserer Partner attraktive Rabatte auf Versicherungslösungen.
2. BVG-Individualangebote: Abhängig von der Unternehmensgrösse und der Anzahl Mitarbeitende besteht die Möglichkeit, mit der Pensionskasse mehrere Pläne für verschiedene Mitarbeitergruppen zu vereinbaren.
3. Kaderversicherung: Im überobligatorischen Bereich werden zusätzlich zur Basisvorsorge spezielle Leistungen für Kaderangestellte und Führungskräfte angeboten, insbesondere auch 1e-Pläne für hohe Löhne.


Autonome, teilautonome und Voll­versicherung

Für Ihre BVG-Versicherung können Sie zwischen einer ​Vollversicherung, einer teilautonomen und einer autonomen Lösung wählen.

Vollversicherung: Bei einer Vollversicherung haben Sie die grösstmögliche Sicherheit, da alle Risiken durch eine Versicherungsgesellschaft getragen werden.
Teilautonome Versicherung: Teilautonome BVG-Versicherungen haben für die Anlage der Gelder mehr Spielraum, was höhere Renditen verspricht. Daher sind die Prämien für dieselben Leistungen tiefer als bei einer Vollversicherung. Auch bei einer teilautonomen Pensionskassenlösung müssen die Risikoleistungen bei Invalidität und Tod jederzeit zu 100% gedeckt sein. Bei den Altersguthaben dagegen kann je nach Börsenentwicklung auch einmal eine Unterdeckung eintreten.
Autonome Versicherung: Autonome Lösungen sind in der Regel Firmenpensionskassen. Die Firma als Inhaberin der BVG-Vorsorgeeinrichtung trägt die Risiken Tod und Invalidität selber und wählt auch die Anlagestrategie für das Alterskapital, wobei sie sich an den gesetzlichen Rahmen halten muss.

Mehr dazu auf unserer Seite Vollversicherung und teilautonome BVG-Lösung.


BVG für Inhaber einer Einzel­firma

Ausgenommen von der BVG-Pflicht sind Selbstständigerwerbende, also Inhaber von Einzelfirmen und Gesellschafterinnen einer Kollektiv- oder Kommanditgesellschaft. Sie haben die Möglichkeit, sich freiwillig einer Pensionskasse anzuschliessen, zum Beispiel derjenigen ihres Personals. Auf unserer Seite BVG für Selbstständigerwerbende finden Sie alle Alternativen der Vorsorge für Selbstständigerwerbende übersichtlich zusammengefasst.


Vorbezug des Pensions­kassen­guthabens

Das Guthaben in der Pensionskasse ist fürs Alter reserviert. In gewissen Fällen besteht aber die Möglichkeit, das der Pensionskasse vorzeitig zu entnehmen. Gründe können sein:

  • Erwerb eines Eigenheims
  • Firmengründung
  • Endgültiges Verlassen der Schweiz


Pensionskasse wechseln

KMU in der Schweiz steht es frei, die Pensionskasse zu wechseln. Die Verträge haben meist eine Laufzeit von drei bis fünf Jahren und können danach immer auf Ende Jahr mit einer Kündigungsfrist von sechs Monaten beendet werden. Es lohnt sich durchaus, die Versicherungslösung von Zeit zu Zeit zu überprüfen und die Prämien einem Vergleich zu unterziehen. Um unangenehme Überraschungen zu vermeiden, ist es wichtig, dass Sie den bestehenden BVG-Vertrag erst kündigen, wenn Sie die Zusage des neuen Versicherers erhalten haben.


BVG-Kennzahlen 2022

Damit Sie einen allgemeinen Überblick bekommen, haben wir für Sie die BVG-Kenn­zahlen 2022 zusammengestellt. Auf derselben Übersicht finden Sie auch die Eckdaten von AHV, IV, EO, ALV und UVG.


Häufige Fragen zur Pensions­kasse / BVG Schweiz

Was ist in der beruflichen Vorsorge versichert?
Die berufliche Vorsorge bildet die 2. Säule im Drei-Säulen-System der Vorsorge in der Schweiz und soll – so die Theorie – zusammen mit der AHV (1. Säule) im Alter 60% des bisherigen Lohnes decken. Hinzu kommen die Leistungen bei Invalidität und Todesfall. Zu diesem Zweck werden den Arbeitnehmenden während der Erwerbstätigkeit monatlich Prämien vom Lohn abgezogen und in die Pensionskasse eingezahlt. Das Geld für die weiteren Bedürfnisse (Vorsorgelücke) sollen die Arbeitnehmenden in der freiwilligen Vorsorge, der 3. Säule, selber ansparen.

Wann muss ich meine Mitarbeitenden bei einer Pensionskasse versichern? Ab wann ist man BVG-pflichtig?
In der Schweiz muss für alle Angestellten mit einem Jahreslohn von mindestens 21’510 CHF eine obligatorische BVG-Versicherung abgeschlossen werden (Stand 2022). Ab dem 1. Januar nach dem 17. Geburtstag sind die Mitarbeitenden gegen die Risiken Invalidität und Tod versichert, das Alterssparen beginnt am 1. Januar nach dem 24. Geburtstag. Eine Ausnahme bilden Selbstständigerwerbende (Inhaber einer Einzelfirma oder Gesellschafter einer Kollektiv- bzw. Kommanditgesellschaft). Für sie ist der Abschluss des BVG nicht obligatorisch.

Weitere Informationen finden Sie auf unsere Seite zur BVG-Pflicht in der Schweiz.

Welche Leistungen umfasst meine BVG-Versicherung?
Die Pensionskasse richtet diese Leistungen aus:
  • Altersrente im Pensionsalter
  • Kinderrente*: für Kinder von Bezügern und Bezügerinnen einer Alters- oder Invalidenrente
  • Waisenrente*: Rente beim Tod eines Elternteils
  • Invaliditätsrente
  • Hinterlassenenrente: für Verheiratete beim Tod des Ehemanns, der Gattin, ebenso für eingetragene Partner oder Partnerinnen

*für Kinder bis zum 18. Lebensjahr bzw. maximal bis zum 25. Lebensjahr, solange sie noch in Ausbildung sind

Kann ich mich als Inhaber einer Einzelfirma in der beruflichen Vorsorge versichern?
Der Anschluss an eine Pensionskasse ist für Inhaber einer Einzelfirma auf freiwilliger Basis möglich. Beschäftigen Sie Personal, können Sie sich bei der Pensionskasse Ihrer Mitarbeitenden versichern, falls das Reglement dies zulässt. Eine weitere Möglichkeit ist die Pensionskasse Ihres Branchen- oder Berufsverbands, sofern dieser eine führt. Genügt ein Versicherungsschutz im Rahmen des BVG-Obligatoriums, können Sie sich der Stiftung Auffangeinrichtung BVG anschliessen. Viele Selbstständigerwerbende sorgen stattdessen über die Säule 3a vor. Hier können Sie jährlich bis zu 20% Ihres Nettoeinkommens (maximal 34'416 CHF, Stand 2022) einzahlen.

Welche Variante der Vorsorge Sie als Selbstständige wählen, hängt von Ihren persönlichen Präferenzen und von Ihrer familiären Situation ab. Steuerlich lohnt sich der Anschluss an eine Pensionskasse erst bei einem höheren Einkommen.

Wann kann ich meinen BVG-Vertrag kündigen?
Verträge mit einer Pensionskasse haben üblicherweise eine Laufzeit von drei bis fünf Jahren. Prüfen Sie in Ihren Verträgen, wann eine Kündigung möglich ist. Nach Ablauf der Vertragsdauer verlängert sich die Laufzeit automatisch um jeweils ein Jahr, falls Sie nicht rechtzeitig kündigen. Die Kündigungsfrist beträgt im Normalfall sechs Monate, ein Wechsel ist auf Ende Jahr möglich.

Wann lohnt sich ein Wechsel der Pensionskasse?
Die BVG-Prämien der verschiedenen Pensionskassen unterscheiden sich zum Teil deutlich. Einige Versicherer bieten Ihnen zudem diese zusätzliche Vorteile:
  • Möglichkeit, ein Online-Tool für die Administration zu nutzen
  • Individuell angepasste Vorsorgepläne für das Unternehmen
  • Kundenservice
  • Auf die verschiedenen Angestelltengruppe angepasste Angebote

Brauche ich eine BVG-Versicherung für meinen Nebenerwerb?
Nein, sofern Sie keine AG oder GmbH gründen und keine Angestellten haben, deren Lohnsumme mehr als 21’510 CHF beträgt, besteht keine BVG-Beitragspflicht. Damit eine Tätigkeit im BVG als Nebenerwerb eingestuft wird, müssen Sie bereits für eine hauptberufliche Erwerbstätigkeit obligatorisch versichert sein oder im Hauptberuf eine selbstständige Erwerbstätigkeit ausüben.

Lohnt es sich, neben der Pensionskasse noch weitere Versicherungen zu wechseln?
Planen Sie einen Wechsel Ihrer Pensionskasse, lohnt es sich oft, auch über weitere Versicherungen zu verhandeln. Häufig werden Kombi- und Sparangebote offeriert, wenn Sie gleichzeitig auch die UVG- oder KTG-Versicherung wechseln.


Gryps – die unabhängigen KMU-Experten für BVG-Versicherungen

Seit über 10 Jahren setzen wir uns Tag für Tag engagiert und persönlich dafür ein, für KMU die passenden Anbieter für Versicherungen zu finden. Unsere Einkaufsexpertise und unser Know-how zum Markt bauen wir durch den regen Fachaustausch mit unseren Versicherungsanbietern und die täglichen Erfahrungen mit unseren Kaufinteressenten ständig weiter aus. Unser Ziel ist es, die Evaluation der BVG-Versicherung für Sie so einfach wie möglich zu gestalten. Geben Sie uns Ihre Kriterien via Fragebogen an und wir finden für Sie kostenlos bis zu drei passende BVG-Anbieter.

KMU Support: +41 55 211 05 30 oder support[at]gryps.ch

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