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BVG Schweiz – Berufliche Vorsorge 

Das BVG (Berufliche Vorsorge Gesetz) ist die zweite Säule der Altersvorsorge in der Schweiz. Arbeitgeber sind verpflichtet, für ihre Mitarbeiter ein BVG abzuschliessen, sobald deren Jahreslohn 21’330 CHF übersteigt. Wichtig bei der Auswahl der Pensionskasse sind:

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BVG – Pensionskasse – Berufliche Vorsorge

Die Berufliche Vorsorge (BVG Versicherung) umfasst alle Massnahmen und Leistungen für Pensionierte, Hinterbliebene und Invalide beim Eintreffen eines Versicherungsfalles wie Alter, Invalidität oder Tod. Die Pensionskasse bildet die zweite Säule der Vorsorge und soll zusammen mit der AHV (erste Säule der Vorsorge) helfen, im Versicherungsfall die Lebenshaltungskosten zu decken. Dazu werden während der Erwerbstätigkeit monatlich kleinere Beträge in die Pensionkasse eingezahlt.

Die BVG Pflicht betrifft in der Schweiz alle Arbeitnehmer, deren Jahreslohnsumme 21'300 CHF übersteigt und muss vom Arbeitgeber abgeschlossen werden. Bei der Pensionskasse werden grundsätzlich Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteile unterschieden. Der Arbeitnehmeranteil bei Erwerbstätigen wird in Form von Lohnprozenten vom Lohn abgezogen und zusammen mit dem Arbeitgeberanteil an die entsprechende Vorsorgeeinrichtung überwiesen. Eine BVG Versicherung setzt sich aus drei Abzügen zusammen:

  • Sparteil
  • Risikoteil
  • Administrationskosten
BVG Abzug Beschreibung der drei BVG Abzüge
Sparteil
  • Lohnabzug und Einzahlung in BVG
  • Anstieg mit zunehmendem Alter des Arbeitnehmenden
  • Hoher und tiefer Sparanteil möglich
Risikoteil
  • Höhe des ausbezahlten Kapitals im Falle eines Todesfalls oder bei Invalidität
  • Hoher Risikoanteil: gute Absicherung im Schadensfall

Diese Renten werden ausbezahlt:

  • IV-Rente
  • IV-Kinderrente
  • Partnerrente bei Todesfall
  • Partnerkapital bei Todesfall
  • Waisenrente
Administrationskosten
  • Kosten für den jährlichen administrativen Verwaltungsaufwand der Pensionskasse


BVG Individuallösungen und Standardangebote

Abhängig von der Unternehmensgrösse und der Mitarbeiterzahl kann eine Pensionskasse in den meisten Fällen ein individuelles Angebot für ein Unternehmen ausarbeiten. Dabei können für verschiedene Mitarbeitergruppen verschiedene Pläne festgelegt werden. Oft gibt es ein Mitarbeiterplan und ein Kaderplan mit besseren Leistungen. Für kleinere Firmen oder Neugründer mit wenigen Mitarbeitern bieten die Versicherungen standardisierte Lösungen an, die dann kostengünstiger sind.


BVG Kaderversicherung – Zusätzliche Leistungen und Sicherheit

Eine Kaderversicherung kann den obligatorischen Teil von BVG Lösungen ergänzen und bietet besondere Leistungen für Kadermitarbeiter und Führungskräfte. Eine Kaderversicherung ist neben den zusätzlichen Vorsorgeleistungen auch ein wichtiger Bestandteil im Recruiting Prozess, da ein Unternehmen Spitzenleuten einen zusätzlichen Mehrwert schaffen kann.


BVG Schweiz – Umwandlungssatz

Der Umwandlungssatz legt fest, wie hoch die ausbezahlten Renten im Verhältnis zum einbezahlten Pensionskassenvermögen sind. Seit 2014 liegt der Umwandlungssatz für Versicherte nach BVG für den obligatorischen Sparteil bei 6.8 %. Bei freiwilligen höheren Sparbeiträgen kann überobligarisches Guthaben generiert werden und die Pensionskassen können den Umwandlungssatz frei festlegen. Zur Zeit sind die Umwandlungssätze im überobligatorischen Bereich oft tiefer als 6.8%. In den nächsten Jahren muss wohl bei allen Versicherungen mit einer Senkung des Umwandlungssatzes gerechnet werden. Dies hat dann einen direkten Einfluss auf die Höhe der ausbezahlten Rente der Versicherten.
 

Wechsel der Pensionskasse Schweiz

KMU steht es in der Schweiz frei, die Pensionskasse beliebig zu wechseln. Verträge haben meist eine Laufzeit von 3 bis 5 Jahren und können im Normalfall auf Ende Jahr gekündigt werden. Für ein Unternehmen kann es sich lohnen, die Versicherungslösung von Zeit zu Zeit zu überprüfen und Prämien zu vergleichen.
 

Sozialversicherungssätze und BVG Kennzahlen 2019

Zu den Sozialversicherungen gehören auch AHV, IV, EO, ALV und UVG. Die Sozialversicherungsansätze wurden 2015 leicht angepasst.
 

BVG Vergleich – Checkliste

Bei der Wahl der passenden Pensionskasse ist es ratsam mehrere Anbieter zu vergleichen. Um die Wahl der passenden Pensionskasse zu erleichtern, haben wir in unserem Blog eine Checkliste zum BVG Vergleich erstellt.
 

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FAQ: Häufige Fragen zur Pensionskasse / BVG

Wann kann ich meine BVG-Versicherung kündigen?
Verträge mit einer Pensionskasse haben üblicherweise eine Laufzeit von 3 bis 5 Jahren. Prüfen Sie in Ihren Verträgen, ob eine Kündigung möglich ist. Nach Ablauf der Vertragsdauer verlängert sich die Laufzeit automatisch um jeweils ein Jahr, falls Sie nicht rechtzeitig kündigen. Die Kündigungsfrist beträgt im Normalfall 6 Monate, ein Wechsel ist auf Ende Jahr möglich.

Wann lohnt sich ein Wechsel des BVG?
Der Vergleich verschiedener Anbieter lohnt sich. Die Prämien der unterschiedlichen Pensionskassen unterscheiden sich um bis zu 30% für das gleiche Angebot. Einige Versicherungen bieten Ihnen zusätzliche Vorteile:

  • Möglichkeit, ein Online Tool für die Administration zu nutzen
  • individuell angepasste Vorsorgepläne für das Unternehmen
  • Kundenservice
  • Auf die Angestelltengruppen angepasste Angebote

Wann muss ich für meine Mitarbeiter ein BVG abschliessen? Ab wann ist man BVG Pflichtig?
In der Schweiz muss für alle Angestellten (ab dem 1. Januar nach dem 17. Geburtstag) mit einem Jahreslohn von mindestens 21’330 CHF eine obligatorische Versicherung nach BVG abgeschlossen werden. Eine Ausnahme bilden Selbstständige (Inhaber Einzelfirma). Für sie ist der Abschluss des BVG nicht obligatorisch.

Für Teilzeit- oder befristet Angestellte ist das BVG obligatorisch, falls:

  • Befristetes Arbeitsverhältnis mit Jahreslohn hochgerechnet höher als 21’330 CHF
  • Befristetes Arbeitsverhältnis länger als 3 Monate
  • Nicht bereits in einer Haupttätigkeit BVG-versichert

Weitere Informationen zur BVG-Pflicht in der Schweiz >

Welche Leistungen umfasst mein BVG?
Die Pensionskasse kommt für diese Leistungen zu tragen:

  • Altersrente im Pensionsalter
  • Kinderrente*: für Kinder von Altersrentnern
  • Waisenrente*: Rente beim Tod eines Elternteils
  • Invaliditätsrente
  • Hinterlassenenrente: Rente für den verbliebenen Partner im Todesfall

*betrifft Kinder bis zum 18. Lebensjahr bzw. 25. Lebensjahr in Ausbildung

Kann ich als Inhaber einer Einzelfirma ein BVG abschliessen?
Der Anschluss an eine Pensionskasse ist nur für Inhaber einer Einzelfirma mit Angestellten möglich, indem er / sie  sich der PK seiner Mitarbeiter anschliesst. Alternativ können Sie als Selbständige/r jährlich bis zu 20 Prozent Ihres Nettoeinkommens (maximal 34'128 CHF) in die Säule 3a einzahlen. 

Welche Variante der Vorsorge Sie wählen, hängt von Ihren persönlichen Präferenzen ab. Steuerlich lohnt sich der Anschluss an eine Pensionskasse erst bei einem höheren Einkommen.

Brauche ich eine BVG für meinen Nebenerwerb?

Nein, sofern Sie keine AG oder GmbH gründen und keine Angestellten haben, deren Lohnsummer mehr als 21’330 beträgt, besteht keine BVG Beitragspflicht.

Was versteht man unter einer teilautonomen bzw. vollautonomen Lösung?
Bei einer teilautonomen Lösung übernimmt der Versicherer nur das Todesfall- und Invaliditätsrisiko. Das Anlagerisiko wird vom Arbeitgeber zusammen mit dem Arbeitnehmer übernommen. Ist die Anlagestrategie erfolgreich, können gute Renditen erzielt werden. Ist die Strategie jedoch nicht erfolgreich und muss die Pensionskasse einen Verlust auf dem investierten Kapital ausweisen, kann sie in eine Unterdeckung geraten, welche von Arbeitgeber und Arbeitnehmer schlimmstenfalls mit eigenen Mitteln ausgeglichen werden muss.

Bei einer BVG-Vollversicherung ist eine Unterdeckung nicht möglich, da die Versicherungen das Altersguthaben sowie die Risiken für Tod und Invalidität stets zu 100% decken müssen. Die Versicherung ist gebunden, den Mindestzinssatz für die Versicherten zu verzinsen, unabhängig vom Anlageerfolg.

Lohnt es sich, neben der Pensionskasse noch weitere Versicherungen zu wechseln?
Sollten Sie sich für den Wechsel Ihrer Pensionskasse entscheiden, möchten Sie möglicherweise weitere Versicherungen einbringen. Oft werden Kombi- und Sparangebote bei gleichzeitigem Wechsel von UVG – Unfallversicherung und KTG – Krankentaggeldversicherung angeboten.

Worauf sollte man beim Offertenvergleich achten?
Vergleichen Sie Gleiches mit Gleichem! Die gewählten Prozentsätze aus dem Sparanteil und dem Risikoanteil sollten in jeder Offerte gleich festgelegt werden. Fragen Sie auch nach Zusatzleistungen (z.B. Online-Tools) und achten Sie beim Abschluss auf die Vertragslaufzeit. Diese sollte nicht mehr als 3 - 5 Jahre betragen.

Welche Möglichkeiten gibt es neben dem BVG, um meine Altersvorsorge zu optimieren?
Die Schweizer Altersvorsorge setzt sich aus 3 Säulen zusammen.

Die erste und zweite Säule bilden den obligatorischen Teil der Altersvorsorge. Da diese aber oft nicht ausreichen, um den gewohnten Lebensstandard im Ruhestand aufrecht zu erhalten, empfiehlt es sich, zusätzlich in die 3 Säule zu investieren. Um im Alter optimal abgesichert zu sein und bestmöglich profitieren zu können, lohnt es sich bereits ab dem 50. Lebensjahr die Pensionierung zu planen und weitere Vorsorgeoptionen in Betracht zu ziehen.

 

Haben Sie weitere Fragen zur BVG / Pensionskasse? Unsere Einkaufsexperten und Anbieter antworten Ihnen gerne. Verwenden Sie dazu einfach die nachfolgende Kommentarfunktion:

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