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BVG Schweiz – Auswahl

Das BVG (Berufliche Vorsorge Gesetz) ist die 2. Säule der Altersvorsorge in der Schweiz. Arbeitgeber sind verpflichtet, für ihre AHV pflichtigen Mitarbeiter ein BVG Versicherung abzuschliessen, sobald der Jahres­lohn 21’330 CHF übersteigt. Wichtig bei der Auswahl der Pensionskasse sind:

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Pensionskasse Schweiz

Wenn Sie eine Pensionskasse (BVG) suchen, helfen wir Ihnen gerne dabei, den passenden Anbieter in Ihrer Region zu finden. Mit diesen Links kommen Sie direkt zu Ihrem gesuchten Thema:

✓ Was umfasst die berufliche Vorsorge?

✓ Welche Abzüge entstehen durch eine Pensionskasse?

✓ Wie berechnet man den Koordinationsabzug?

✓ Lohnt es sich die BVG zu vergleichen?

✓ Kaderversicherung als Ergänzung zur beruflichen Vorsorge

✓ Wie berechnet man den Umwandlungssatz und Altersguthaben?

✓ Wollen Sie Ihre Pensionskasse wechseln?

✓ Sozialversicherungssätze und BVG Kennzahlen ab 2020

✓ Teilautonome-, autonome oder Vollversicherung?

✓ Kann man die Pensionskasse auszahlen lassen? – Vorbezug BVG

✓ FAQ: Häufige Fragen zur Pensionskasse

✓ Beispiele von Offertenanfragen von BVG


Berufliche Vorsorge Schweiz

Die Berufliche Vorsorge in der Schweiz (BVG Versicherung) umfasst alle Massnahmen und Leistungen für Pensionierte, Hinterbliebene und Invalide beim Eintreffen eines Versicherungsfalles wie Alter, Invalidität oder Tod. Die Pensionskasse bildet die zweite Säule der Vorsorge und soll zusammen mit der AHV (erste Säule der Vorsorge) helfen, im Versicherungsfall die Lebenshaltungskosten zu decken. Dazu werden während der Erwerbstätigkeit monatlich kleinere Beträge in die Pensionkasse eingezahlt.

Die BVG Pflicht betrifft in der Schweiz alle Arbeit­nehmer, deren Jahreslohnsumme 21'330 CHF übersteigt. Die BVG Anmeldung wird vom Arbeitgeber abgeschlossen. Bei der Pensionskasse werden grundsätzlich Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteile unterschieden. Der Arbeitnehmeranteil bei Erwerbs­tätigen wird in Form von Lohnprozenten vom Lohn abgezogen und zusammen mit dem Arbeitgeberanteil an die entsprechende Vorsorgeeinrichtung über­wiesen. Eine BVG Versicherung setzt sich aus drei Abzügen zusammen:

  • Sparteil
  • Risikoteil
  • Administrationskosten


BVG Kasse – Abzüge Pensions­kasse


Sparteil
  • Lohnabzug und Einzahlung in die BVG Ver­sicherung
  • Anstieg mit zunehmendem Alter des Arbeit­nehmenden
  • Hoher und tiefer Sparanteil möglich

Risikoteil

Beim Risikoteil handelt es sich um das ausbezahlte Kapital im Falle eines Todesfalls oder bei Invalidität. Je höher der Risikoanteil, desto besser ist die Ab­sicherung im Scha­densfall. Diese Renten werden ausbezahlt:

  • IV-Rente
  • IV-Kinderrente
  • Partnerrente bei Todesfall
  • Partnerkapital bei Todesfall
  • Waisenrente

Administrationskosten
  • Kosten für den jährlichen administrativen Ver­wal­tungsaufwand der Pensionskasse


BVG Kosten – Koordinationsabzug

Die abgesicherten Leistungen der 1. Säule (AHV) und der 2. Säule (BVG) werden durch den Koordina­tionsabzug aufeinander abgestimmt. Der Koordi­nations­abzug bestimmt, welcher Lohn bei der 2. Säule (BVG) versichert ist, indem er vom Brutto-Jahreseinkommen abgezogen wird (Koordinations­abzug beträgt 24’885 CHF). Daraus entsteht der "versicherte" bzw. "koordinierte" Lohn. Der koordinierte Lohn beträgt in der obligatorischen Vorsorge mindestens 3’555 CHF ab einem jährlichen Einkommen von 21’130 CHF und maximal 60'435 CHF ab einem jährlichen Einkommen von 85’320 CHF. Der Koordinationsabzug wird nur angewendet, wenn das Bruttojahresgehalt über 21’330 CHF beträgt. Wer weniger verdient, muss keine BVG-Beiträge zahlen und der Koordinationsabzug entfällt. Wer mehr als 85’320 CHF verdient, sollte bei seiner Pensions­kasse nachfragen, ob dieser Teil des Lohnes auch abge­sichert ist. Hierbei spricht man von der über­obligatorischen Vorsorge oder Kaderversicherung.

Für mehr Infos mit einem Berechnungsbeispiel besuchen Sie unsere Seite zum Koordinationsabzug.


BVG vergleichen – Individual­- und Standard­angebote

Abhängig von der Unternehmensgrösse und der Mitarbeiterzahl kann eine Pensionskasse in den meisten Fällen ein individuelles Angebot der beruflichen Vorsorge für ein Unternehmen aus­arbeiten. Dabei können für verschiedene Mitarbeitergruppen verschiedene Pläne festgelegt werden. Oft gibt es ein Mitarbeiterplan und ein Kaderplan mit besseren Leistungen. Für kleinere Firmen oder Neugründer mit wenigen Mitarbeitern bieten die Versicherungen standardisierte Lösungen an, die dann kostengünstiger sind. Auf jeden Fall lohnt sich ein BVG Vergleich.


BVG Kaderversicherung

Eine Kaderversicherung kann den obligatorischen Teil von BVG Lösungen ergänzen und bietet besondere Leistungen für Kadermitarbeiter und Führungskräfte. Diese versichert zusätzliche Vorsorgeleistungen und bildet einen wichtigen Bestandteil im Recruiting Prozess, da ein Unternehmen durch das Angebot überobligatorischer Vorsorgeoptionen Spitzenleuten einen zusätzlichen Mehrwert schaffen kann.


BVG Umwandlungs­satz und Alters­guthaben

Die Höhe der ausbezahlten Renten in der Schweiz im Alter berechnet sich aus dem Umwandlungssatz und dem Altersguthaben. Das Altersguthaben wird aus den regelmässig einbezahlten Pensions­kassen­beiträgen, den sogenannten Alters­gutschriften gebildet. Bis 2019 lag der Umwandlungssatz für Versicherte nach BVG für den obligatorischen Sparteil bei 6.8 %. Bei freiwilligen höheren Sparbeiträgen konnte überobligarisches Guthaben generiert werden und den Pensionskassen stand es frei,den Umwandlungssatz nach eigenem Ermessen festzulegen. Per 1. Januar 2020 gilt für das gesamte der Umwandlungssatz von 6%. Bis ins Jahr 2022 wird dieser in zwei Schritten auf 5,8% gesenkt. Durch den einheitlichen Umwandlungssatz von 6% entfällt die komplexe Unterscheidung zwischen dem obligatorischen und dem überobligatorischen Altersguthaben. Dies hat dann einen direkten Einfluss auf die Pensionskassenvermögen und damit auf die Höhe der ausbezahlten Rente der Versicherten.


Wechsel der Pensionskasse

KMU steht es in der Schweiz frei, die Pensionskasse beliebig zu wechseln. Verträge haben meist eine Laufzeit von 3 bis 5 Jahren und können im Normalfall auf Ende Jahr gekündigt werden. Für ein Unter­nehmen kann es sich lohnen, die Versicherungslösung von Zeit zu Zeit zu überprüfen und Prämien einem BVG Vergleich zu unterziehen.


Versicherungs­sätze und BVG Kenn­zahlen 2020

Zu den Sozialversicherungssätzen. Dazu gehören auch AHV, IV, EO, ALV und UVG.


BVG Schweiz Vergleich – Check­liste

Bei der Wahl der passenden Pensionskasse für Ihr KMU ist es ratsam mehrere Anbieter zu vergleichen. Um die Wahl der passenden BVG Versicherung zu erleichtern, haben wir in unserem Blog eine Checkliste zum BVG Vergleich erstellt.


Teilautonome-, autonome- und Vollversicherung

Innerhalb der BVG-Versicherung können Sie noch zwischen einer Vollversicherung, einer teilautonomen Lösung und einer autonomen Lösung aussuchen:

Vollversicherung
Bei einer Vollversicherung hat man die grösstmögliche Sicherheit in Bezug auf versicherungs- und anlagen­technische Risiken. Es ist keine Unterdeckung möglich, was aber auch höhere BVG Prämien mit sich bringt.

Teilautonome Versicherung
Bei der teilautonomen BVG Lösung müssen die Risiken auf Tod und Invalidität zu 100% gedeckt sein. Für das Alters­guthaben darf man für eine kurze Zeit in die Unterdeckung geraten. Es darf eine risikoreiche Anlagestrategie zur Mehrverzinsung des Guthabens genutzt werden, was bei einer Vollversicherung nicht möglich ist.

Autonome Versicherung
Eine autonome Versicherung ist vor allem für grössere Unternehmen geeignet, bedeutet aber ein sehr hohes Risiko und einen grösseren Aufwand. Das Risiko von Tod und Invalidität wird selbst getragen und auch die Anlagestrategie kann selbst gewählt werden, insofern sie dem gesetzlichen Rahmen entspricht.

Mehr Informationen finden Sie auf unserer Seite Vollversicherung.


Vorbezug Pensionskasse

In gewissen Fällen haben Sie die Möglichkeit, Ihr komplettes Vorsorgekapital  der Pensionskasse zu entnehmen. Gründe können sein:

  • Erwerb eines Eigenheims
  • Firmengründung
  • endgültiges Verlassen der Schweiz

FAQ zur Pensions­kasse / BVG

Wann kann ich meine BVG-Versicherung kündigen?
Verträge mit einer Pensionskasse haben üblicherweise eine Laufzeit von 3 bis 5 Jahren. Prüfen Sie in Ihren Verträgen, ob eine Kündigung möglich ist. Nach Ablauf der Vertragsdauer verlängert sich die Laufzeit automatisch um jeweils ein Jahr, falls Sie nicht rechtzeitig kündigen. Die Kündigungsfrist beträgt im Normalfall 6 Monate, ein Wechsel ist auf Ende Jahr möglich.

Wann lohnt sich ein Wechsel des BVG?
Der Pensionskassenvergleich verschiedener Anbieter lohnt sich. Die BVG Prämien der verschiedenen Pensionskassen unterscheiden sich um bis zu 30% für das gleiche Angebot. Einige Versicherungen können Ihnen diese zusätzliche Vorteile bieten:

  • Möglichkeit, ein Online Tool für die Administration zu nutzen
  • individuell angepasste Vorsorgepläne für das Unternehmen
  • Kundenservice
  • Auf die Angestelltengruppen angepasste Angebote

Wann muss ich für meine Mitarbeiter ein BVG abschliessen? Ab wann ist man BVG pflichtig?
In der Schweiz muss für alle Angestellten (ab dem 1. Januar nach dem 17. Geburtstag) mit einem Jahreslohn von mindestens 21’330 CHF eine obligatorische Versicherung nach BVG abgeschlossen werden. Eine Ausnahme bilden Selbstständige (Inhaber Einzelfirma). Für sie ist der Abschluss des BVG nicht obligatorisch.

Für Teilzeit- oder befristet Angestellte ist das BVG obligatorisch, falls:

  • Befristetes Arbeitsverhältnis mit Jahreslohn hochgerechnet höher als 21’330 CHF
  • Befristetes Arbeitsverhältnis länger als 3 Monate
  • Nicht bereits in einer Haupttätigkeit BVG-versichert

Weitere Informationen zur BVG-Pflicht in der Schweiz >

Welche Leistungen umfasst mein BVG?
Die Pensionskasse kommt für diese Leistungen zu tragen:

  • Altersrente im Pensionsalter
  • Kinderrente*: für Kinder von Altersrentnern
  • Waisenrente*: Rente beim Tod eines Elternteils
  • Invaliditätsrente
  • Hinterlassenenrente: Rente für den verbliebenen Partner im Todesfall

*betrifft Kinder bis zum 18. Lebensjahr bzw. 25. Lebensjahr in Ausbildung

Kann ich als Inhaber einer Einzelfirma ein BVG abschliessen?
Der Anschluss an eine Pensionskasse ist nur für Inhaber einer Einzelfirma mit Angestellten möglich, indem er / sie sich der PK seiner Mitarbeiter anschliesst. Alternativ können Sie als Selbständige/r jährlich bis zu 20 Prozent Ihres Nettoeinkommens (maximal 34'128 CHF) in die Säule 3a (Lebensversicherung) einzahlen.

Welche Variante der Vorsorge Sie wählen, hängt von Ihren persönlichen Präferenzen ab. Steuerlich lohnt sich der Anschluss an eine Pensionskasse erst bei einem höheren Einkommen.

Brauche ich eine BVG für meinen Nebenerwerb?
Nein, sofern Sie keine AG oder GmbH gründen und keine Angestellten haben, deren Lohnsumme mehr als 21’330 beträgt, besteht keine BVG Beitragspflicht.

Was versteht man unter einer teilautonomen bzw. vollautonomen Lösung?
Bei einer teilautonomen Lösung übernimmt der Versicherer nur das Todesfall- und Invaliditätsrisiko. Das Anlagerisiko wird vom Arbeitgeber zusammen mit dem Arbeitnehmer übernommen. Ist die Anlagestrategie erfolgreich, können gute Renditen erzielt werden. Ist die Strategie jedoch nicht erfolgreich und muss die Pensionskasse einen Verlust auf dem investierten Kapital ausweisen, kann sie in eine Unterdeckung geraten, welche von Arbeitgeber und Arbeitnehmer schlimmstenfalls mit eigenen Mitteln ausgeglichen werden muss.

Bei einer BVG-Vollversicherung ist eine Unterdeckung nicht möglich, da die Versicherungen das Altersguthaben sowie die Risiken für Tod und Invalidität stets zu 100% decken müssen. Die Versicherung ist gebunden, den Mindestzinssatz für die Versicherten zu verzinsen, unabhängig vom Anlageerfolg. Sie finden ausführlichere Informationen im Abschnitt Vollversicherung.

Lohnt es sich, neben der Pensionskasse noch weitere Versicherungen zu wechseln?
Sollten Sie sich für den Wechsel Ihrer Pensionskasse entscheiden, möchten Sie möglicherweise weitere Versicherungen einbringen. Oft werden Kombi- und Sparangebote bei gleichzeitigem Wechsel von UVG - Unfallversicherung und KTG – Krankentaggeldversicherung angeboten.

Worauf sollte man beim Offertenvergleich achten?
Vergleichen Sie Gleiches mit Gleichem! Die gewählten Prozentsätze aus dem Sparanteil und dem Risikoanteil sollten in jeder Offerte gleich festgelegt werden. Fragen Sie auch nach Zusatzleistungen (z.B. Online-Tools) und achten Sie beim Abschluss auf die Vertragslaufzeit. Diese sollte nicht mehr als 3 - 5 Jahre betragen.

Welche Möglichkeiten gibt es neben dem BVG, um meine Altersvorsorge zu optimieren?
Die Schweizer Altersvorsorge setzt sich aus 3 Säulen zusammen.

  • 1. Säule, staatliche Versicherung: AHV, IV, ALV, EO, FAK
  • 2. Säule, Berufliche Vorsorge: BVG, UVG und KTG
  • 3. Säule, private Vorsorge: Lebensversicherung, Wertschriften, etc.

Die erste und zweite Säule bilden den obligatorischen Teil der Altersvorsorge. Da diese aber oft nicht ausreichen, um den gewohnten Lebensstandard im Ruhestand aufrecht zu erhalten, empfiehlt es sich, zusätzlich in die 3 Säule zu investieren. Um im Alter optimal abgesichert zu sein und bestmöglich profitieren zu können, lohnt es sich bereits ab dem 50. Lebensjahr die Pensionierung zu planen und weitere Vorsorgeoptionen in Betracht zu ziehen.


Beispiele für BVG Offertenanfragen

GmbH, Immobilienbranche

Ein bestehendes Immobilienunternehmen benötigt erstmals eine BVG-Lösung für 3 Mitarbeiterinnen, da die Lohnsummen erst jetzt die BVG-Schwelle überschreiten. Man ist an der gesetzlichen Mindestlösung interessiert. Zusätzlich ist man an Offerten für eine KTG-Versicherung interessiert mit einer Wartefrist von 30 Tagen.

AG, IT-Branche

Der Treuhänder eines bestehenden IT-Unternehmens möchte die aktuelle Versicherung mit anderen BVG Kassen vergleichen. Von den 7 Mitarbeitern wurden bisher 5 mit der gesetzlichen Mindestlösung abgesichert, 2 haben eine Kaderversicherung. Ein Wechsel würde in 1 Jahr möglich sein. Man ist an einer nachhaltigen und langfristigen Lösung interessiert.

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