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Social Media – Posts, die Wirkung zeigen

Social Media Posts

Social-Media-Aktivitäten konkretisieren

Unternehmen müssen sich heute in den sozialen Medien bewegen. Einerseits weil sich ihre Kundinnen und Kunden auf den sozialen Plattformen informieren. Andererseits weil Social Media Standard für die Generierung von Leads und den Aufbau der Markenbekanntheit geworden sind. 

Wenn Sie folgende fünf Fragen beantworten, lassen sich Ihre Social-Media-Aktivitäten konkretisieren und Sie können mögliche Inhalte bestimmen. 

  • Wer ist Ihre Zielgruppe?
    Bevor Sie mit Social-Media-Posts beginnen, müssen Sie wissen, wer Ihr idealer Kunde ist und wofür er sich interessiert.
  • Was möchten Sie erreichen?
    • Brand Awareness – die Markenbekanntheit erhöhen
    • Leads generieren – Neukunden gewinnen 
    • Umsatz generieren
    • Employer Branding – Berufsleute auf Ihr Unternehmen aufmerksam machen 
  • Können Sie die Erwartungen, die Sie auf Social Media schüren, erfüllen, wenn jemand auf den Link zur Unternehmens-Website klickt? Stimmen Aussage und Versprechen mit dem überein, was Ihre Website bietet?
  • Welche Ressourcen stehen zur Verfügung? Haben Sie inhouse die Kompetenz, starke Geschichten für Social Media zu entwickeln und umzusetzen?
  • Haben Sie den Mut und das Budget, mit Content zu experimentieren und verschiedene Content-Konzepte auf Social Media zu testen?

Fans und Follower gewinnen

Bauen Sie in den Social Media eine Community auf, mit der Sie sich über Ihre Produkte und andere Themen austauschen können und die Ihrem Unternehmen interessante Inputs liefert. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. 

  • Bestehende Netzwerke nutzen
    Verlinken Sie von Ihrer Website, vom Blog, vom Newsletter, von Ihren E-Mails auf Ihre Social-Media-Plattformen. So werden bestehende Anspruchsgruppen hellhörig und zufriedene Kunden schnell zu ersten Fans.
  • Ads und gesponserte Meldungen
    Ads sind Werbeanzeigen, die im Newsfeed oder am Rand eingeblendet werden (mehr dazu lesen Sie unter «Suchmaschinenwerbung mit Google Ads»). Solche Werbeanzeigen sind besonders effizient, weil Sie die Adressaten genau auf ihre Bedürfnisse ansprechen können. So vermeiden Sie Streuverluste. Gesponserte Meldungen tauchen gezielt als Nachricht im Newsfeed Ihrer Fans auf.
  • Gewinnspiele und Sonderaktionen
    Nebst Ads sind Gewinnspiele und Sonderaktionen die effizienteste Art, innert kurzer Zeit Fans und Follower aufzubauen. Rechnen Sie aber nicht damit, dass diese Fans sich ernsthaft für Ihre Themen interessieren. Wollen Sie eine Community aufbauen, müssen Sie mit guten Geschichten überzeugen.
  • Organisches Wachstum
    Posten Sie regelmässig über alles, was zu Ihrer Markenwelt gehört und für die User relevant ist. Schreiben Sie für Ihr Publikum, nicht für sich selbst – seien Sie charmant, seien Sie informativ, seien Sie witzig, seien Sie inspirierend. Ihre Fans und Follower werden es Ihnen danken, sich für Ihre Marke interessieren und Ihre Community wird stetig wachsen. 

Content erstellen

Social-Media-Posts basieren auf Visuals – auf Bildern, animierten GIFs, Videos. Worte spielen immer noch eine wichtige Rolle, aber der Fokus liegt auf dem Visuellen und der Interaktion mit dem Publikum. Verbundenheit ist eine Art soziale Währung geworden. 

Gut gemachte Inhalte werden von der Community gelikt, geteilt und kommentiert. Es ist daher wichtig, dass Sie im Rahmen Ihrer Content-Strategie nicht nur Inhalte planen, die Ihre Website in ein möglichst gutes Licht rücken, sondern auch attraktive Themen für Ihre Social-Media-Kanäle entwickeln. 

Die Conversion (Umwandlung von Besuchern Ihrer Website in Interessenten und in Kunden), eine tiefe Absprungrate sowie das Teilen Ihres Inhalts durch die User und der dadurch erhöhte Traffic auf Ihrer Website geben an, wie gut Ihre Postings tatsächlich bei der Community zünden (hier lesen Sie mehr zum Monitoring). 

Tipp Sorgen Sie dafür, dass das Design Ihrer Fotos ebenso fesselnd ist wie die Absicht dahinter. Sodass der Leser anhält, wenn er mit rasender Geschwindigkeit über das Display seines Mobilgeräts scrollt. 

16 Tipps, wie Sie auf Social-Media-Plattformen Sympathie gewinnen

  1. Suchen Sie nach speziellen Gelegenheiten, bei denen Ihre Marke von Sondermeldungen oder von kulturellen Ereignissen profitieren kann. So können Sie Ihre Relevanz beweisen und Präsenz zeigen. Zum Beispiel könnte ein Unternehmen, das Systeme zur Wasseraufbereitung herstellt, am Welthungertag darauf aufmerksam machen, dass 2,2 Milliarden Menschen weltweit keinen regelmässigen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. 
  2. Setzen Sie auf starke authentische Bilder. Fragen Sie sich vor jedem Posting: «Wenn ich dieses Bild im Web sähe, würde ich es teilen?»
  3. Posten Sie in Ihrem Corporate Design, damit Ihre Inhalte sofort identifizierbar sind. Egal wie Sie Ihre Story erzählen, Ihre Unternehmenspersönlichkeit und Ihre Markenidentität müssen erkennbar sein.
  4. Erstellen Sie Geschichten, die die Qualitäten Ihres Unternehmens hervorheben. Nicht das «Wie» oder «Wer» ist entscheidend, sondern das «Warum». Wenn sich die Nutzerinnen und Nutzer in Ihren Werten wiedererkennen, ist es wahrscheinlicher, dass sie Ihre Beiträge mit der Welt teilen.
  5. Zeigen Sie Ihrer Community die lustige, unbeschwerte Seite Ihres Unternehmens, Ihres Teams oder Ihrer Kunden (natürlich nur mit deren Erlaubnis). Dadurch gewinnt Ihr Auftritt an Persönlichkeit und Humor – und dies ist für die Aktivitäten jeder Marke in den sozialen Medien entscheidend.
  6. Spontanaufnahmen, Insidertipps und Vorher-Nachher-Vergleiche begeistern immer. 
  7. Verwenden Sie für Ihre Geschichten Bilder, die ein Problem thematisieren, und fügen Sie direkte Links zu Ihrer Angebotsseite ein. Dort können sich die User weiter informieren und/oder sich freiwillig mit ihrer E-Mail-Adresse registrieren, um wertvolle Tipps und Tricks elektronisch zugeschickt zu erhalten. 
  8. Produzieren Sie Geschichten, die so vielversprechend sind, dass die Lesenden gerne mehr davon sehen, lesen, erleben möchten. Das können regelmässige Ratschläge sein: «Was tun, wenn …?» Die Funktion solcher Geschichten ist einfach: Sie sollen Fans generieren und so Ihre Community ausbauen.
  9. Bitten Sie um die Teilnahme an Umfragen oder um Feedback zu Ihren Produkten. Treten Sie in einen Dialog. So zeigen Sie den Kunden, dass ihre Meinung wichtig ist.
  10. Suchen Sie Hashtags – zum Beispiel #Energie2050 – oder öffentliche Profile, die für Ihre Branche oder Marke relevant sind, und interagieren Sie mit den Inhalten dort. 
  11. Lancieren Sie witzige Wettbewerbe im Themenfeld Ihrer Produkte. Fordern Sie Geschäftspartner, Mitarbeitende oder Kundinnen auf, eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen, zum Beispiel ein überzeugendes Argument zu formulieren, warum ausgerechnet sie den Wettbewerb gewinnen sollten.
  12. Jedes Produkt und jede Dienstleistung hat eine eigene Geschichte. Veröffentlichen Sie Produktdemos, um Interesse zu wecken, und zählen Sie jeweils die wichtigsten zwei bis drei Vorteile auf. Natürlich mit einem Link zur Verkaufsseite für nähere Angaben zum Produkt oder zur Serviceleistung.
  13. Halten Sie die Lesenden auf Trab, indem Sie ein exklusives Upselling oder ein Pauschalangebot erstellen. Ein «Jetzt zugreifen»-Angebot wirkt überraschend und hat eine gewisse Dringlichkeit. Auch hier eignen sich Umfragen, Wettbewerbe oder andere Interaktionen, um die Reichweite zu erhöhen.
  14. Porträtbilder haben eine starke Wirkung. Erst recht, wenn Sie das Foto mit einem knackigen Zitat, zum Beispiel «Was mich auszeichnet …», als Bildstory hochladen und im Text einen Link zur Titelgeschichte einfügen.
  15. Lassen Sie Ihre Mitarbeitenden in kurzen Videosequenzen über den ganz individuellen Weg erzählen, der sie zu ihrer jetzigen Position geführt hat. Mitarbeitende sind die besten (Weiter-)Erzähler, wenn es um ein authentisches Bild als potenzieller Arbeitgeber geht. 
  16. Beim Employer Branding interessieren besonders Schlüsselcharaktere: Mitarbeitende, die am längsten im Unternehmen sind, Tüftlerinnen und Produktentwickler, Quereinsteiger oder Mitarbeiterinnen, die bereits viele Abteilungen des Unternehmens kennengelernt haben. Variieren Sie Bild und Text mit Insights und Momentaufnahmen: je menschlicher, desto besser. 

Wer produziert den Content für Social Media?

Facebook, LinkedIn, YouTube, Instagram … – wer kann die Kommunikation in all den neuen Kanälen übernehmen? In grossen Schweizer Unternehmen sind Newsrooms bereits die Norm. Diese Abteilungen identifizieren wichtige Inhalte, die aktuell in den sozialen Medien diskutiert werden – Social Listening –, und entwickeln Themen und Kampagnen, die sie dann aktiv mit der Gemeinschaft teilen und diskutieren. Auch in mittelgrossen Unternehmen sind die Marketingteams heute stark auf die digitalen Kanäle fokussiert.

Und wie sollen die kleineren Firmen die Herausforderung meistern? Mögliche Lösungen sind:

  • Die Geschäftsleitung macht es selber: Ausgestattet mit einem guten Mobiltelefon, teilt sie News und Geschichten aktiv in den diversen sozialen Medien.
  • Ein Teammitglied mit Flair sowie Interesse für das Digitale und die Kommunikation mit der Kundschaft übernimmt die Aufgabe als Teilzeitfunktion, zum Beispiel einen halben Tag pro Woche (verteilt über die Woche). Oder Sie stellen einen Teilzeitmitarbeiter ein.
  • Das Unternehmen arbeitet mit einer Kommunikationsagentur, die gemeinsam mit der Geschäftsleitung die Zielgruppe und die passenden Inhalte eruiert und dann entsprechende Storys zielgruppengerecht in den verschiedenen Kanälen postet.

Auf diese Weise schaffen sich kleinere Unternehmen den Raum, um in den sozialen Medien mit interessanten Inhalten und Geschichten aktiv zu sein, den Dialog zu fördern und eine Onlinegemeinschaft aufzubauen.

Mit Kundenfeedback gut umgehen

Social Media sind interaktiv – Sie erhalten laufend Feedback von Ihrem Publikum. Und Ihr Publikum erwartet, dass Sie Ihrerseits wieder reagieren (hier erfahren Sie mehr zur Interaktion mit Ihren Kunden).

  • Reagieren Sie auf Fragen möglichst schnell. Bewährt hat sich eine Erstreaktionszeit von zwei bis fünf Stunden. Bei Twitter sollten Sie innerhalb von zwei Stunden antworten. 
  • Anders als bei konkreten Fragen müssen Sie auf einen Kommentar nicht immer selber antworten. Überlassen Sie das Interagieren ruhig auch einmal anderen. Trotzdem schätzt es die Community, wenn Sie hin und wieder auf Kommentare reagieren. Das zeigt, dass Sie den Dialog mitverfolgen und interessiert sind. 
  • Schwierig wird es bei negativen Kommentaren und Anschuldigungen. Oft handeln die Verfasser impulsiv und emotional – entsprechend liest sich der Kommentar.
    • Nehmen Sie die Äusserung nicht persönlich.
    • Bleiben Sie sachlich.
    • Klären Sie gravierende Probleme nicht in der Öffentlichkeit, sondern per Nachrichtenfunktion oder E-Mail.