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Monitoring – Effizienz der Webinhalte prüfen

Monitoring der Webinhalte

Monitoring – Effizienz der Webinhalte prüfen

Wer immer Content im Web bereitstellt und damit erfolgreich qualifizierte Leads generieren möchte, muss seine Inhalte und Kampagnen monitoren und auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse weiterentwickeln. Das geht nur mithilfe von Web Analytics sowie einer gelegentlichen Befragung der Nutzer.

Wenn Sie neue Kunden gewinnen wollen, müssen Sie wissen, woher Ihre Nutzer kommen, wie sie sich auf Ihrer Website bewegen, welches die für sie wichtigen Suchbegriffe (Keywords) sind, wie Ihr Content mit diesen Suchbegriffen in einer Suchmaschine rankt, welche Suchbegriffe Sie noch (oder stärker) besetzen müssen und welche Themen die User in den sozialen Netzwerken bewegen. Mehr zu Keywords und zur Verbesserung Ihrer Suchmaschinenposition lesen Sie unter «Suchmaschinenoptimierung (SEO) – Sichtbarkeit im Netz».

Im Folgenden die Daten, die für Ihr Monitoring von Interesse sein können. Natürlich können und müssen Sie nicht alle davon beobachten. Überlegen Sie, welche Statistiken für Ihre Ziele entscheidend sind, und verfolgen Sie diese konsequent.

Tipp Denken Sie an die Datenschutzerklärung! Für ein aussagekräftiges Monitoring werden Sie Daten von Ihren Usern benötigen. Aus Gründen des Datenschutzes ist daher eine Datenschutzerklärung auf Ihrer Webseite und in Ihren Nutzungsbedingungen ein absolutes Muss.

Tracking-Tools

Neben der Manpower benötigen Sie auch die richtigen Tracking-Möglichkeiten. Überlegen Sie sich, wie Sie die anfallenden Datenmengen für Ihr Unternehmen vernünftig managen und auswerten können. Es gibt zahlreiche Webstatistiken auf dem Markt – allen voran das gängige Google Analytics. Allerdings tun sich die meisten Analysetools schwer damit, Daten klar und überschaubar zu erklären. 

Data Studio ist ein benutzerfreundliches und (zumindest Mitte 2022) kostenloses Dashboard-Tool von Google. Es visualisiert Daten in Minutenschnelle und erlaubt, Datenquellen vergleichsweise einfach zusammenzuführen und auf unterschiedliche Arten zu visualisieren. Selbstverständlich gibt es viele andere Anbieter solcher Onlineanalysen.

Onlineanalyse für Ihr Monitoring – ein Beispiel

Sehen Sie am fiktiven Beispiel der Firma Beugger Gitarren, wie Sie Data Studio für Ihre Zwecke nutzen können.

Beispiel
Die Firma Beugger Gitarren Schweiz AG wertet als Ausgangsanalyse die bisherigen Nutzerdaten auf ihrer Website aus. Weiter interessiert sie die Interaktionsrate ihres Posts auf den sozialen Medien. Damit er die Daten später qualitativ bewerten kann, erstellt Samuel Beugger, der Inhaber, in Google Data Studio Grafiken mit den für ihn wichtigsten Kennzahlen.
Content Monitoring Beispiel Onlineanalyse
Quelle: Beobachter-Ratgeber «Storytelling für KMU»
Samuel Beugger wertet vier Wochen nach dem Kampagnenstart zusammen mit seinem Team die Nutzerdaten auf der Website – Konsumverhalten, die wichtigsten Inhalte und die am häufigsten aufgerufenen Seiten – sowie die Beliebtheit und die Interaktionsrate seiner Posts auf den sozialen Medien aus. In Data Studio kann er die Zeitspanne genau definieren. So erhält er konkrete Aussagen zu den Nutzerzahlen vor und nach seiner neuen Kampagne und kann seine Kampagne optimieren.

Wichtige Leistungskennzahlen im Überblick

In den folgenden Abschnitten finden Sie eine Zusammenfassung der relevanten Leistungskennzahlen. Welche davon für Ihr Business wichtig und ausschlaggebend sind, beantwortet Ihnen Ihre Content-Strategie. Setzen Sie lieber wenige, dafür sinnvolle Zahlen ein: Es zählt die Klasse, nicht die Masse!

Website-Nutzungszahlen

Im Rahmen eines effektiven Content-Marketings müssen Sie die «klassischen» Zahlen zu Ihrer Website kennen und auswerten.

  • Seitenaufrufe (Pageviews): Wie oft wurde eine Seite vollständig geladen?
  • Traffic: Wie viele Besucher verzeichnet die Seite?
  • Traffic-Kanäle: Woher kommen die User?
  • Conversion Rate: Wie viele Besucher einer Seite lassen sich zum Klicken, Anmelden oder Kaufen animieren?
  • Click-Through-Rate: Wie ist das Klickverhalten der User auf der Seite?
  • Bounce Rate: Wie hoch ist die Absprungrate?
  • Verweildauer: Wie lange bleibt ein User durchschnittlich auf der Seite?
  • Unique Visitors: Wie hoch ist die Zahl der individuellen, einzelnen Besucher auf einer Seite?
  • Page View per Visitor: Wie viele Seiten hat ein User während seines Website-Aufenthalts besucht?
  • Nutzung der internen Suchfunktion: Wonach suchen die User auf einer Seite?

Online-Marketing-Zahlen

Anzeigen, die Sie online platzieren, haben das Ziel, Kunden auf Ihre Seiten zu bringen. Wenn Sie ein Gespür dafür bekommen möchten, ob Ihre Anzeigen perfekt auf Ihre Website zugeschnitten und Ihre Inhalte attraktiv genug für die angesprochenen Neukunden sind, sollten Sie als Content-Verantwortlicher auch die Performance Ihres Online-Marketings kennen.

  • AdClicks (sagen aus, wie oft ein Werbemittel, zum Beispiel ein Lead Magnet oder ein Link, angeklickt wurde)
  • Click Rate
  • Kosten-Umsatz-Verhältnis (KUV) eines bestimmten Werbekanals
  • Anzahl der Neukunden
  • Neukundenquote
  • Cost per Lead: Was kostet mich ein Neukundenkontakt?
  • Cost per Sale: Was kostet mich ein erfolgreicher Kaufabschluss?
  • Cost per Click: Was muss ich für den Klick auf ein Werbemittel bezahlen?
  • Newsletter-Opening-Rate
  • Absprungrate der Werbe-Landingpages
  • Konversionsrate der Werbe-Landingpages

Interessant ist auch die Frage, woher die «wertvollsten» Kunden und Leads kommen: Über welchen Kanal und über welche Inhalte haben Sie diejenigen Neukunden gewonnen, die Ihrem Business den meisten Umsatz bringen? Über die Homepage, über Kategorienseiten im Shop, RSS-Feeds (Abonnements), Newsletter, Empfehlungs- und Weiterleitungs-Buttons, Social Media, Newsroom, Landingpages?

Soft Figures

Beobachten Sie, neben den Business-Kennzahlen, auch die folgenden Informationen, um Ihre Angebote stetig zu optimieren:

  • Nutzerbewegung auf der Seite (Heatmaps)
  • Wettbewerbsmonitoring (Keywords, Themen, Rankings, Aktionen)
  • User-Kennzahlen (Alter, Geschlecht, Bildung, Verdienst, Wohnort, Einkaufsvorlieben, Affinitäten, «Konsumententyp», «Kundenwert»)
  • Sentiments (Gefühle): Wie stehen die User Ihrem Angebot gegenüber? Gibt es positive, neutrale oder negative Äusserungen in den sozialen Kanälen?
  • Themen-Monitoring: Welche inhaltlichen Beiträge kommen bei Ihren Usern am besten an?
  • Trendscouting: Welche Themen eignen sich für Ihr Content-Marketing (nationale und internationale Content-Recherche)?
  • Medien-Monitoring: Was passiert im TV, im Kino, in den Printmedien? Was sind die aktuellen News, die Ihre Zielgruppe bewegen? Wie können Sie den «Themenball» aufnehmen und das durch die Medien generierte Interesse für Ihr Content-Marketing nutzen?

Weitere Content-Marketing-Kennzahlen

Zusätzliche Content-relevante Zahlen, die Sie – sofern Sie die entsprechenden Content-Formate nutzen – evaluieren sollten:

  • Anzahl der Downloads (SlideShare-Präsentationen, Whitepapers, Fallstudien)
  • Videoaufrufe
  • Podcastaufrufe
  • RSS-Feed-Abos
  • Gamification-Engagement
  • Anzahl der Webinar-Teilnehmer
  • Newsletter-Anmeldungen/-Abmeldungen
  • Am häufigsten besuchte Seiten/Inhalte
  • Am häufigsten angeklickte Headlines, Bilder, Links
  • User-Aktivitäten zu Ihrem Unternehmen in Chats, Foren und Social-Media-Kanälen
  • Erwähnung und Verlinkung Ihrer Online-Pressemeldungen
  • Aufrufe von Dokumenten
  • Seiten (bzw. konkrete Stellen), auf denen Webnutzer Ihre Online-Präsenz verlassen
  • Seiten, die User besuchen, nachdem sie Ihr Webangebot verlassen haben
  • Nutzung Ihrer internen Suche durch die User (Wonach wird am meisten gesucht?)
  • Analyse der «Content-Partnerschafts-Qualität» (Über welche Kooperationspartner bekommen Sie wie viel Traffic, Leads, Sales? Und wie sieht es mit dem qualitativen Aspekt aus?)