Fintech in der Schweiz

Die Finanztechnologie (Kurz: Fintech) steckt zwar noch in den Kinderschuhen, hat sich aber in der Schweiz bereits etabliert.  Das bewirkt, dass zahlreiche kleinere Unternehmen den klassischen Banken Marktanteile streitig machen können. Wie wichtig Fintech ist, hat die Politik erkannt und deshalb Massnahmen unternommen, um sie zu fördern und so die Schweiz als Finanzplatz zu stärken.

Fintech Schweiz

Fast die Hälfte der Schweizer Fintech Unternehmen betätigt sich als Dienstleister für Banken oder in der Vermögensverwaltung. Weitere Betätigungsfelder sind die Blockchain Technologie oder das Kredit- und Anlagegeschäft. Hinter Grossbritannien hat die Schweiz das verhältnismässig grösste Wachstum an Fintech Firmen in Europa. 

Einige Kenngrössen zum Schweizer Markt:

  • 2017 wurden 32 neue Fintech Firmen gegründet
  • Die meisten davon haben ihren Sitz in Zug (Crypto-Valley)
  • Insgesamt gibt es 220 Fintech Unternehmen schweizweit
  • Der Anteil von Fintech Firmen an den Startups liegt derzeit noch hinter Branchen wie Industrie- und Medizinalprodukten, Informatik oder Marketing. 
Regulierungen für den Finanzmarkt geändert

Um den Markteintritt für neugegründete Firmen zu erleichtern, hat der Bund nun verschiedene Massnahmen beschlossen. Diese betreffen Regelungen zu den Publikumseinlagen und der Verlängerung der Haltefrist von Geldern auf sogenannten Abwicklungskonten. Bis auf wenige Ausnahmen war bisher die Aufnahme von mehr als 20 Publikumseinlagen nur mit einer Bankenbewilligung gestattet. Das Erlangen einer solchen Bewilligung ist mit grossem Aufwand verbunden, damit der Schutz des Geldgebers gewährleistet wird. Dies wurde nun aber folgendermassen geregelt:

  • Publikumseinlagen bis 1 Mio. Franken werden neu erlaubt (solange kein Zinsdifferenzgeschäft betrieben wird und die Geldgeber informiert werden, dass das Unternehmen nicht unter Aufsicht der FINMA steht und das Geld nicht durch die Einlagensicherung erfasst wird).
  • Um Publikumseinlagen bis zu 100 Mio. Franken anzunehmen, wurde die Fintech-Bewilligung eingeführt (diese gilt, solange kein Zinsdifferenzgeschäft betrieben wird). Die Bewilligung ist an zahlreiche Bedingungen geknüpft.

Mit der Lockerung ging es nicht ausschliesslich darum, Innovationsraum zu schaffen. Die Fintech soll entsprechend ihres Risikopotentials reguliert werden. Mit den gegebenen Rahmenbedingungen und dem jetzigen Kurs des Fintech Sektors lässt sich zuversichtlich sein, dass sich die Schweiz zu einem der führenden europäischen Standorten in diesem Bereich entwickeln wird.

Matthias Lämmler

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Matthias Lämmler arbeitet bei der GRYPS Offertenportal AG in den Bereichen Content Creation, Online Marketing, SEO und Leadmanagement.

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