Brandmeldeanlage

Brandmeldeanlagen Schweiz

Brandmeldeanlagen in der Schweiz für Hotels, Pflegeheime, Kinderkrippen oder Büros sind ab definierten Grössen gesetzlich vorgeschrieben. Die Vorschriften zum Brandschutz variieren jedoch zwischen den einzelnen Kantonen.

( 114 )

Kostenlos 3 Offerten für Brandmeldeanlagen erhalten



Fortschritt: 0%

Zertifizierte Brandmeldeanlagen in der Schweiz

Gesetzliche Brandschutzvorschriften, welche die Installationspflicht für zertifizierte Brandmeldeanlagen betreffen, sind im schweizweit gültigen Regelwerk der VKF (Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen) definiert. Jedem Kanton steht bei der Umsetzung ein gewisser Spielraum zur Verfügung. Deshalb ist es wichtig, bei Abklärungen die kantonalen Bestimmungen der Feuerpolizei zu beachten.  

Kantonale Brandschutzvorschriften sind beispielsweise:

  • Installation nur durch von der VKF anerkannte Firmen
  • Für eine Brandmeldeanlage muss eine gültige Zulassung vorliegen
  • Bei Brandmeldeanlagen ist ein Kontrollheft zu deponieren

 

Unabhängig , einfach und kostenlos.

So funktioniert Gryps

Gesetzliche Bestimmungen zu Brandmeldeanlagen

Je nach Nutzung und Grösse von Gebäuden wird die Installation von zertifizierten Brandmeldeanlagen vorgeschrieben. Diese Vorschriften sind jedoch von Kanton zu Kanton unterschiedlich. Weitere Informationen zu diesem Thema können Sie bei Ihrer kantonalen Feuerpolizei beziehen.
Wenn ein Gebäude von der Installationspflicht betroffen ist, kann die Installation und die Kontrolle von der Feuerpolizei selber oder auch durch einen zertifizierten Dienstleister übernommen werden. Bei der Suche nach einem zertifizierten Anbieter sind wir Ihnen gerne behilflich.

Folgende Tabelle gibt Ihnen eine Übersicht der betroffenen Gebäude- und Nutzungstypen in der Schweiz. Bitte beachten Sie, dass kantonale Unterschiede möglich sind.

  Installationspflicht Abnahme durch Feuerpolizei Besonderheiten
Ein- und Mehrfamilienhaus Nein Ja, sofern die Anlage an die öffentliche Feuermeldestelle angeschlossen wird Bei besonders grossen Wohngebäuden kann eine Installation verlangt werden
Beherbergungsbetriebe Ja Ja Installationspflicht ab 20 Betten (Heime) bzw. ab 30 Betten (Hotel)
Büro, Industrie- oder Gewerbebau Kann verlangt werden Ja Entscheidend sind Schutzabstände, Schwellbrandgefahr sowie die Einsatzmöglichkeit von Löschmitteln
Besondere Bauten und Anlagen Kann verlangt werden Ja Besondere Bauten: z. B. Hochhäuser, Atriumbauten, etc.
Verkaufsgeschäfte Kann verlangt werden Ja Abhängig von Grösse und Art des Verkaufsgeschäfts

Wohneigentümer und Mieter

Für die Installation einer privat genutzten Brandmeldeanlage besteht grundsätzlich keine Meldepflicht, auch sind die eidgenössischen Anforderungen nicht verbindlich. Sobald die Anlage jedoch eine Alarmmitteilung an die öffentliche Feuermeldestelle weitergibt, müssen die kantonalen Richtlinien eingehalten werden. Sie muss dann von der Feuerpolizei auf die betreffenden Anforderungen geprüft werden.

Gesetzliche Bestimmungen bei Zivilschutzanlagen

Individuell geregelt werden die Brandschutzvorschriften auch bei zivil genutzten Schutzbauten. Die Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen (VKF) revidierte im November 2015 die bestehenden Regelungen – unter anderem wegen der erhöhten Zahl an Flüchtlingen. Das VKF definiert die Nutzung von Schutzbauten unter folgender Bedingung als zivil: “Wenn sie nicht im Rahmen des Grundauftrages von Bevölkerungsschutz und Verteidigung stattfindet. Darunter fallen insbesondere Asylunterkünfte, Ausstellungen [...] oder Lagerräume.”1
In Bezug auf Brandmeldeanlagen in zivil genutzten Schutzbauten wurden die folgenden drei Punkte festgelegt:

  • Ab einer Belegung von 50 Personen ist eine Brandmeldeanlage (Vollüberwachung) zu installieren, oder eine Dauerwache durch mindestens zwei Personen sicherzustellen.
  • Es ist eine Fernalarmierung vorzusehen.
  • Allfällige Brandfallsteuerungen sind objektspezifisch zu überprüfen.2

Quellen:
1VKF (2015): Zivil genutzte Schutzbauten. Abs. 2., URL: www.praever.ch/de/bs/vs/erlaeuterungen/Seiten/109-15_web.pdf
2Ebd. Abs. 3.5, Zif. 1–3.