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Service-Level-Agreement für IT-Services
Ein Service-Level-Agreement (SLA) regelt die Leistung, Qualität und den Umfang von IT-Services zwischen Ihrem Unternehmen und dem IT-Anbieter verbindlich. Mit Gryps erhalten Sie kostenlos und unverbindlich Offerten von passenden IT-Anbietern. Füllen Sie dazu unseren Fragebogen aus.
Hier erfahren Sie zudem mehr über die Bestandteile eines SLA.
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Die Vertragsbausteine eines SLA für KMU
Das Service-Level-Agreement legt die exakten Leistungsaufträge der IT-Dienstleistung oder des Produkts fest. Dank der klar definierten Leistungsansprüche sind die Verantwortlichkeiten, Abläufe und Kosten transparent geregelt.
Ein IT-Service-Level-Agreement für KMU sollte diese Punkte beinhalten:
1. Serviceart: Welchen Service beinhaltet das Angebot? Beispiel: Serverbetrieb 24/7, mit Service zu Bürozeiten und Wartungen in der Nacht.
2. Leistung: Wie genau sehen die Leistungskriterien für den Service aus? Wichtig sind etwa die vereinbarten Aufgaben, die Reaktionszeit bei Fehlern, Wartungszeiten und Ziele. Wie viel Zeit (in Prozent) ist die Dienstleistung verfügbar? (Uptime) Beispiel: Höchstens 12 Serverwartungen im Jahr, Server sind 99,8% der Zeit online.
3. Reporting: Wie wird die Leistung des Anbieters dokumentiert? Wie kommt der Kunde an diese Informationen? Beispiel: Der IT-Anbieter erstellt jeden Monat eine Performance-Statistik, die der Kunde oder die Kundin jeweils beim Anbieter bestellen muss.
4. Problembehandlung (Incident Management), Reaktionszeit: Wie schnell muss der Anbieter auf eine Problemmeldung (Incident) reagieren? Wem und in welcher Form muss das Problem gemeldet werden? Beispiel: Rückmeldezeit im Störungsfall: 30 min., Interventionszeit remote: 4 h, Interventionszeit vor Ort: 6 h. Störungen können per Telefon oder online mit Angabe der Prioritätsstufe gemeldet werden.

5. Problemlösung, Fehlerbehebungsdauer: Zieldauer, maximale Dauer? Wie wird während der Störung informiert? Beispiel: Problem ist in höchstens 24 h behoben. Angestrebte Behebungszeit ist 2 h, Ansprechperson beim IT-Service ist X, im Unternehmen ist es Y.
6. Sicherheit: Wie werden die Sicherheitskriterien definiert? Beispiel: Festlegung der Prozeduren im Falle von sicherheitskritischen Vorfällen.
7. Sanktionen: Was passiert, wenn der Anbieter diese Vorschriften nicht einhalten kann? Beispiel: Strafzahlung des Anbieters.
8. Vertragsmodalitäten: Wie lange ist das SLA gültig und wie viel im Voraus muss gekündigt werden? Sind Vertragsanpassungen während der Laufzeit möglich? Beispiel: Kündigungsfrist 2 Monate, Mindestvertragsdauer 3 Jahre, Vertragsinhalt kann jährlich angepasst werden.
9. Verschiedene Servicelevels: Zum Teil werden verschiedene Servicelevels vereinbart, die sich meist auf die Intensität und Geschwindigkeit der Wartung und der Problemlösung beziehen. Beispiel: Stufe 1: Interventionszeit 6 h, Stufe 2: Interventionszeit 4 h, Stufe 3: Interventionszeit 2 h.
Service-Level-Agreements sind oft umfangreiche Vertragswerke, die genauen Formulierungen können ausschlaggebend sein. Deshalb lohnt es sich insbesondere bei grossen, unternehmenskritischen Projekten, bei der Erstellung juristische Hilfe einzuholen.
10. Serviceüberwachung und Monitoring: Wie wird die Servicequalität kontinuierlich überwacht? Beispiel: Echtzeit-Monitoring des Servers mit automatisierten Alarmmeldungen.
11. Verfügbarkeit und Skalierbarkeit: Wie flexibel ist der Anbieter bei wachsendem Bedarf? Beispiel: Skalierbare IT-Infrastruktur, die innerhalb von 24 Stunden an veränderte Anforderungen angepasst werden kann.
12. Schulungen und Support für Mitarbeitende: Werden Mitarbeitende in die Nutzung der IT-Systeme eingeführt? Beispiel: Regelmässige Schulungen für Mitarbeitende, Support für Endnutzer während den Bürozeiten.
13. Backup und Disaster Recovery: Welche Prozesse gibt es für Backups und Notfälle? Beispiel: Tägliche Backups und garantierte Wiederherstellungszeit von maximal 4 Stunden nach einem Systemausfall.
14. Vertraulichkeit und Datenschutz: Wie wird der Datenschutz gewährleistet? Beispiel: Einhaltung der Datenschutzrichtlinien gemäss Schweizer DSG sowie gegebenenfalls der EU-DSGVO, Datenverschlüsselung auf allen Ebenen.
15. Technologie-Updates und Innovationen: Wie bleibt der Service auf dem neuesten Stand? Beispiel: Jährliche Software-Updates und Implementierung neuer Technologien zur Effizienzsteigerung.
16. Vertragliche Exit-Strategien und Übergangspläne: Wie läuft der Wechsel zu einem neuen Anbieter ab? Beispiel: Detaillierter Übergangsplan, der sicherstellt, dass alle Daten innerhalb von 30 Tagen migriert werden.
17. Eskalationsmanagement: Was passiert, wenn ein Problem nicht rechtzeitig gelöst wird? Beispiel: Eskalationsstufen mit Reaktionszeiten von 2 Stunden bis hin zur höchsten Managementebene.
18. Kostenstruktur und Flexibilität: Gibt es flexible Preismodelle? Beispiel: Pay-as-you-go-Modell für zusätzliche Leistungen, mit klaren Kostenobergrenzen und transparenter Abrechnung.

Checkliste für Service-Level-Agreements
Mit diesen Fragen decken Sie die wichtigsten Elemente eines Service-Level-Agreements ab:
- Nach welchen Kriterien wird die Einhaltung der Leistung gemessen?
- Lassen sich diese Kriterien objektiv messen?
- Sind die Leistungen exakt formuliert oder gibt es Interpretationsspielraum?
- Was sind die Konsequenzen bei schlechter Erfüllung und bei Nichterfüllung?
- Wie sind die Tarife ? Gibt es ein Kostendach?
- Wie sind Ausfälle geregelt, die Sie als Kunde oder Kundin nicht zu verantworten haben?
- Haben Sie eine Mitwirkungspflicht? Wenn ja, ist diese klar geregelt?
- Gibt es andere Vereinbarungen, die im Widerspruch zum SLA stehen?
SLA-Überprüfung und -Anpassung
Die Marktbedingungen verändern sich im Laufe der Zeit und mit ihnen die Bedürfnisse Ihres KMU. Deswegen lohnt es sich, das einmal erstellte SLA auch später immer mal wieder zu bearbeiten. So ist es etwa nach Software- oder Hardware-Updates sinnvoll, die Abläufe des SLA zu kontrollieren und wenn nötig das Service-Level-Management neu zu definieren. Auch veränderte Prozesse innerhalb Ihres Unternehmens oder die Ausrichtung auf neue Angebote können Anpassungen des SLA nach sich ziehen.
Mehr über die Aufgaben, die ein IT-Dienstleister im Rahmen eines SLA für Sie übernehmen kann, erfahren Sie auf unser Übersichtsseite zu IT-Services .
Zuletzt aktualisiert am: 21.08.2026 von Cheyenne Spycher
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Fakten und Zahlen zu Gryps
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Häufig gestellte Fragen
Ein Service-Level-Agreement (SLA) ist eine Vereinbarung zwischen Ihnen und dem IT-Anbieter, die Leistung, Qualität, Reaktionszeiten und Kosten der IT-Services verbindlich und messbar festlegt.
Faktoren wie Leistungsumfang, nötiges Know-how, Supportzeiten beeinflussen die Kosten. Für SLA fallen meist jährliche Fixbeträge an. Zusätzliche Aufwände werden auf Stundenbasis abgerechnet. Mehr dazu erfahren Sie in unserer Kostenübersicht.
Ein SLA lohnt sich, sobald ein Ausfall der IT oder des Services Ihre Geschäftstätigkeit kritisch beeinträchtigt. Bei kleinem, unregelmässigem Bedarf genügt oft eine Abrechnung nach Zeit und Material zu einem definierten Stundensatz.
Es lohnt sich für Ihr Unternehmen, die Performance der geleisteten IT-Services regelmässig erfassen zu lassen. So können Sie überprüfen, ob das SLA Ihre Bedürfnisse auch bei sich verändernden Marktbedingungen nach wie vor optimal abdeckt und ob Sie wirklich nur die Leistungen bezahlen, die für Ihren Betrieb sinnvoll sind.
Ein Wartungsvertrag regelt vor allem regelmässige Wartungsarbeiten, während ein Service-Level-Agreement weiter geht: Es legt zusätzlich messbare Servicelevels wie Verfügbarkeit, Reaktions- und Wiederherstellungszeiten sowie Sanktionen wie bei Nichteinhaltung fest. In der Praxis werden oft beide kombiniert.
Ein Service-Level-Agreement wird in der Regel individuell verhandelt, weshalb es keine allgemeingültige Vorlage gibt. Als Orientierung dienen die üblichen Bausteine: Serviceumfang, Verfügbarkeit, Reaktions- und Wiederherstellungszeiten, Reporting und Sanktionen. Mit Gryps erhalten Sie Offerten von IT-Anbietern, die das SLA passend zu Ihrem Betrieb ausarbeiten.
Die Reaktionszeit ist die Zeit bis zur ersten Rückmeldung auf eine Störung, die Interventionszeit die Zeit bis zum Beginn der Fehlerbehebung (remote oder vor Ort) und die Wiederherstellungszeit die Zeit bis zur vollständigen Behebung. Alle drei Werte werden im SLA verbindlich festgelegt.
Eine Verfügbarkeit (Uptime) von 99,9% im SLA bedeutet, dass ein System pro Jahr höchstens rund 8,8 Stunden ausfallen darf. Zum Vergleich: 99,8% entsprechen rund 17,5 Stunden. Je höher die vereinbarte Verfügbarkeit, desto höher sind in der Regel die Kosten.
Ein SLA lässt sich individuell auf Ihr Unternehmen und Ihr IT-Outsourcing zuschneiden: Serviceumfang, Verfügbarkeiten, Support-Zeiten (Bürozeiten oder 24/7) und Eskalationsstufen richten sich nach Ihrem Bedarf. Gerade bei ausgelagerter IT ist ein individuelles SLA die Grundlage für eine verlässliche Zusammenarbeit.
Ein SLA kann auch fürs Server-Hosting und für Managed Server vereinbart werden. Dort sind Verfügbarkeit, Backup-Rhythmus und Wiederherstellungszeiten besonders wichtig. Mehr zum Thema lesen Sie auf unserer Seite zum Thema Server & Hosting.
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Caroline Schupp
Leiterin Einkaufsberatung