Marketing

Content-Format – Video

Videoinhalte produzieren

Die Vorteile von Videos als Content-Format

Video spielt im Marketing eine wichtige Rolle. Video als Medium erweitert die vier Elemente im Marketingmix (Produkt, Preis, Distribution, Kommunikation) um die Elemente «People» und «Passion» und kann Text und Bild sinnvoll ergänzen.

Und das sind die Vorteile von Videos im Marketingmix:

  • Produkt
    Mit einem Video lassen sich die Vorteile und die Anwendung eines Produkts besser erklären als mit Texten und Bildern. Immer mehr Konsumenten bevorzugen sogenannte «How to»-Videos, Erklärvideos, anstelle herkömmlicher Anleitungen.
  • People
    Der Produktmanager erklärt sein Produkt persönlich. Das wirkt glaubwürdiger als Broschüren und Inserate.
  • Passion
    In einem Video können Mitarbeitende, aber auch die Geschäftsleitung Begeisterung und Kundenorientierung eindrücklich vermitteln. 
  • Distribution/Promotion
    Spezielle Aktionen und Angebote lassen sich bestens per Video kommunizieren. Zudem können Anwender des Produkts oder der Dienstleistung ihre Eindrücke und Erfahrungen vermitteln.
  • Kommunikation
    Ob als Teil eines Onlineshops, einer Website oder in Form eines YouTube-Kanals: Smartphone-Nutzer erwarten, dass ein Unternehmen seinen Kunden aktuelle und hilfreiche Video-Inhalte anbietet, damit sie sich unabhängig von Ort und Zeit informieren können.
  • Preis
    Je besser die Vorteile eines Angebots in Form eines Videos zum Ausdruck kommen, desto mehr gerät das Kaufkriterium «Preis» in den Hintergrund. Für alle, die eine Mehrwertstrategie fahren, ist Video das ideale Medium. 

Wenn Sie attraktive Videoinhalte produzieren und diese über Plattformen wie YouTube, Facebook und Instagram veröffentlichen, gewinnen Sie die Gunst potenzieller Kunden. Auf den Trefferlisten der Suchmaschinen werden Videoinhalte in der Regel weit oben platziert.

Folgende sechs Faktoren müssen Sie berücksichtigen, um erfolgreiche Videos zu gestalten:

  1. Die richtige Zielgruppe ansprechen
  2. Eine gute Story erzählen
  3. Videoproduktion
  4. Die Verwendung von Keywords im Titel und in begleitenden Beschreibungstexten
  5. Eine breite Verlinkung (Einbettung) des Videos (von der Website, aus dem Blog, aus Pressemeldungen, auf Twitter, auf Facebook …)
  6. Monitoring

Zielgruppe richtig ansprechen

Ihre Videobeiträge müssen vor allem Ihrer Zielgruppe gefallen. Je mehr der Inhalt überrascht und emotional anspricht, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass er bei der Kundschaft auf Anklang stösst. 

  • Was interessiert die Zielgruppe?
  • Welches Ziel soll mit der Videokampagne erreicht werden?
  • Welche Medien werden von der Zielgruppe konsumiert?
  • Wer entscheidet, wer beeinflusst auf Kundenseite?
  • Welche Organisationen und Interessengruppen nehmen Einfluss auf die Zielgruppe?
  • Wie wird in der für die Kampagne relevanten Branche kommuniziert?
  • Welche Begriffe, Eigenheiten und Farben sind relevant?
  • Welche Emotionen und Aktivitäten soll die Kampagne auslösen? Wollen Sie die Kunden direkt zum Kaufen animieren oder eine langfristige, emotionale Verbundenheit zu Ihrer Marke aufbauen?

Gute Storys

Auch mit einem Video erzählen Sie eine Geschichte. Es gelten also alle Regeln des Storytellings.

Wichtig sind Ihr Story-Konzept und Ihr Drehplan. Grundlage für eine gute Geschichte ist der Spannungsbogen, also die Dramaturgie. Dabei sollten die Extrempunkte einer Geschichte so weit wie möglich auseinanderliegen. Nur was polarisiert und extrem wirkt, weckt Emotionen. Auch für Unternehmen gibt es gute und schlechte Zeiten. Das interessiert Ihre Kunden.

Denn: Wer stets alles unter Kontrolle hat, langweilt irgendwann. Warum nicht den grossen Aufwand und die enormen Herausforderungen zeigen, die bei der Entwicklung eines neuen Produkts bewältigt werden mussten? Folgende fünf Elemente machen eine Story für Konsumenten interessant: 

  • Identifizierungsmöglichkeiten mit der Hauptfigur
  • Möglichkeit, mit der Hauptfigur mitzufiebern
  • Ereignisse, von denen der Zuschauer glaubt, dass sie auch ihm passieren könnten
  • Spannung von Anfang bis Ende
  • Geschichte entspricht der Wahrheit

Videoproduktion

Wenn Sie ein Video produzieren wollen, müssen Sie vier Elemente planen (siehe Tabelle).

Videos planen
Akteure
  • Mitarbeitende
  • Kunden
  • Lieferanten
  • Behörden
  • Eigentümer
  • Investoren (Aktionäre)
  • Meinungsbildner
Standort
  • Studioaufnahmen mit und ohne Green Screen (grünes Tuch)
  • Innenaufnahmen
  • Aussenaufnahmen
  • Computeranimation
Story-Stil
  • News
  • Interview
  • Gespräch
  • Hintergrundbericht
  • Unterhaltung und Spektakel
  • Momentaufnahmen
Szenografie und Sequenzen
  • Fix installierte Kamera, die sämtliche Protagonisten in einem Gesamtbild aufnimmt
  • Für jede Person eine separate, fix installierte Kamera
  • Ein bis zwei Kameras in Bewegung für flexible Bildeinstellungen
  • Vorgeplante Kameraeinstellungen für jede Filmsequenz
Tipp Worauf Sie bei den verschiedenen technischen Aspekten achten sollten, sehen Sie in der Anleitung zur Videoproduktion.

Video ohne grosses Budget

Für ein gutes Video brauchen Sie vor allem: eine gute Botschaft. Überlegen Sie sich dann anhand der Planungsliste, wie Sie Ihr Video aufnehmen wollen. Je nach Situation können ein Stativ und Ihr Smartphone als Ausrüstung ausreichen. Planen Sie Aussenaufnahmen, brauchen Sie auch keine künstliche Beleuchtung. Achten Sie aber darauf, dass das Licht von vorn kommt.

Tipp Zeigen Sie Ihrer Community die lustige, unbeschwerte Seite Ihres Unternehmens. Dadurch gewinnt Ihr Auftritt an Persönlichkeit und Humor.
Beispiel eines einfachen Videos
AkteureGeschäftsführer und Eigentümer der Firma
Story-StilUnterhaltung
StandortAussenaufnahmen, im Hintergrund das Unternehmen
SzenografieAufnahme mit einer fix installierten Kamera

Keywords zu Ihren Videos

YouTube ist nach Google die zweitgrösste Suchmaschine dieser Welt. Keywords – bei YouTube auch Tags genannt – sind ausschlaggebend dafür, dass Ihr Video überhaupt gefunden wird. Investieren Sie deshalb viel Zeit in die Wahl des Videotitels sowie in die Filmbeschreibung mit den richtigen Schlagworten. Analysieren Sie dazu die Begriffe, nach denen Internetnutzer Videos bei Google und YouTube suchen.

Je sorgfältiger Sie diese Analyse durchführen, desto effektiver sind Ihre Keywords und desto besser werden Ihre Videos gefunden. Quellen für eine Keywordanalyse können sein:

Crossmediale Vermarktung

Videos sollten ein Teil Ihrer gesamten Content-Marketing-Strategie sein, und über möglichst viele Kommunikationskanäle beworben werden. 

  • Newsletter
    Der einfachste und oft schnellste Weg für die Promotion einer Videobotschaft ist ein Newsletter per E-Mail. Durch die direkte Kommunikation mit den Abonnenten können Sie die URL der Videobotschaft effizient verbreiten. Angeschriebene Personen können unmittelbar darauf reagieren, und die Resultate sind sofort messbar. 
  • Social Media
    Zusätzlich zum Newsletter können Sie jedes soziale Netz für die virale Verbreitung nutzen. Die wesentlichen Plattformen für die Videoverbreitung sind derzeit Facebook, LinkedIn, Instagram und Twitter.
  • Website
    Die Website ist das Zentrum für alle crossmedialen Aktivitäten. Hier werden interessierte Kunden (Quereinsteiger) aus den unterschiedlichen Kanälen gebündelt. Liefern Sie rund um Ihre Videobotschaft möglichst viele zusätzliche nützliche Informationen und fordern Sie Ihre Kunden zu gezielten Handlungen auf. 

Monitoring – die Zahlen im Blick behalten

Die Abspielrate sagt aus, wie viele Ihrer Besucher Ihr Video abgespielt haben. Je höher sie ausfällt, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass der Inhalt Ihr Publikum anspricht. 

Viele Videos werden, kaum gestartet, wieder abgebrochen. Die ersten fünf Sekunden entscheiden darüber, ob jemand weiterschaut oder nicht. Zudem tendieren Nutzer dazu, schon vor dem Ende des einen ein anderes Video anzuklicken. Grund dafür kann sein, dass sie die Botschaft langweilig finden, sich nicht wirklich abgeholt oder angesprochen fühlen.

Tipp Behalten Sie die Zahlen im Blick. Nehmen Sie bei einer tiefen Abspielrate einen zweiten Anlauf und lassen Sie die Erkenntnisse aus der analysierten Kampagne einfliessen (hier lesen Sie mehr zum Monitoring).