Sozialversicherungen

Pensionskasse BVG

Die Pensionskasse ist die zweite Säule unseres Drei-Säulen-Systems. Ein Schweizer Unternehmen ist verpflichtet, für seine Angestellten die Arbeitgeber-Beiträge der Pensionskasse zu entrichten.

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Pensionskasse Schweiz Pflicht

Eine BVG Versicherung muss für Angestellte abgeschlossen werden, wenn

  • der Mitarbeiter AHV-pflichtig ist.
  • das Jahreseinkommen höher als 21’150 CHF ist.
  • bei befristetem Arbeitsverhältnis der Jahreslohn hochgerechnet den Betrag von 21’150 CHF übersteigen würde.
  • der Mitarbeiter nicht bereits in einer Haupttätigkeit BVG-versichert ist.

Achtung: Für Selbstständige (Inhaber Einzelfirma) ist der Abschluss des BVG nicht obligatorisch.

 

 

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Pensionskasse vergleichen

Beim Vergleich der Pensionskasse gibt es einige Punkte zu beachten, da sich die Angebote vom Aufbau her stark unterscheiden können. Folgende Fragen sollte man sich vor dem Pensionskassen Vergleich stellen:

  • Möchten man viel oder wenig sparen?
  • Gibt es bei den Angestellten Angehörige in der Familie die bei Invalidität oder Tod eine Rente benötigen?
  • Soll der Koordinationsabzug geltend gemacht werden und dafür geringere Leistungen bezogen werden oder wird der vollständige Lohn der Angestellten versichert?

Um den Vergleich einfacher zu gestalten, haben wir in unserem Blog eine Checkliste um erstellt die dabei hilft, die Pensionskassen zu vergleichen.

Spar- und Risikoteil der Pensionskasse BVG

Die Pensionskasse BVG teilt sich in einen Spar- und Risikoteil auf.

BVG Sparteil 

Der Sparteil einer Pensionskasse umfasst das Sparen für das Alter. Die wichtigsten Punkte, die dabei beachtet werden müssen:

  • Wie viel Kapital soll im Alter zur Verfügung stehen und welchen Spareinzahlungsteil soll pro Jahr von den Steuern abgezogen werden können? Je nachdem ergibt sich ein höherer oder niedrigerer Sparsatz. Übliche Sätze sind 6/8/11/13 % oder 7/10/15/18 % ansteigend mit dem Alter. Grosse Firmen können individuelle Sparpläne ausarbeiten, bei kleinen KMU stehen aber meistens nur fixe Sätze zur Verfügung.
  • Ab einer gewissen Anzahl Mitarbeiter kann eine Kader- und eine Mitarbeiterversicherung abgeschlossen werden. 
  • Wie hoch ist der Zinssatz auf das BVG-Vermögen und das überobligatorische Altersguthaben? Dabei dienen die obligatorischen Sätze nicht als Vergleichsgrundlage. Wichtig ist, die ausbezahlten Sätze der vergangenen Jahre zu vergleichen. Je nach Geschäftsresultat wird mehr als die obligatorisch vorgeschriebenen Sätze ausgeschüttet, was sich im Ansparen des Altersguthaben je nachdem anders auswirkt.
  • Wie hoch ist der Umwandlungssatz? Was wird im Alter tatsächlich ausgezahlt?
  • Wie viel vom angesparten Altersguthaben wird bei Todesfall dem Partner ausbezahlt?
     

BVG Risikoteil

Der Risikoteil ergänzt die Vorsorge bei Invalidität oder Tod durch Krankheit. Dieser Teil umfasst:

  • IV-Rente
  • IV-Kinderrente
  • Partnerrente bei Todesfall
  • Partnerkapital bei Todesfall
  • Waisenrente

Als erster, wichtigster Punkt ist festzulegen, wie hoch das ausbezahlte Kapital bei Todesfall oder Invalidität sein soll.

Wichtig ist sicherzustellen, dass bei einem Vergleich zwischen den verschiedenen Anbietern Gleiches mit Gleichem verglichen wird. Die Sparbeiträge und die Kosten für die Risikobeträge sollten dabei separat ausgewiesen werden. Nur so können die Risikobeiträge, welche die eigentlichen Kosten sind, auch 1:1 verglichen werden. Die Gesamtkosten der jeweiligen Versicherung können bei unterschiedlichen Sparbeiträgen nicht verglichen werden.

Pensionskasse Nebenerwerb

Diejenige Beschäftigung, welche mehr als 50% des Gesamteinkommens abdeckt, ist der Hauptlohn. Beim Hauptlohn besteht eine BVG-Pflicht, wenn dieser mehr als 21’150 CHF im Jahr beträgt. Ist der Nebenerwerb ebenfalls oberhalb dieser Grenze, kann freiwillig ein BVG abgeschlossen werden. Hierzu müssen Nebenerwerb-Arbeitgeber und Arbeitnehmer ihr Einverständnis geben. Ansonsten empfiehlt sich eine Säule 3a Versicherung.

Leistungen Pensionskasse

Ihre Vorsorgesituation wirkt sich heute schon aus, da das aktuelle Guthaben schon heute bezogen werden kann, um beispielsweise eine Wohnung zu kaufen oder den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen. Auch darauf, wie gut Sie und Ihre Familie abgesichert sind, hat die Pensionskasse erheblichen Einfluss: Sollten Sie wegen einer schweren Krankheit invalid werden oder sogar sterben, erhalten Sie beziehungsweise Ihre Hinterbliebenen eine Rente. 

Wichtig ist, dass sie sich frühzeitig mit den Leistungen der Pensionskasse befassen und sich nicht abschrecken lassen. Es ist Ihr Geld, das die Vorsorgeeinrichtung verwaltet. Kontrollieren Sie deshalb alle Angaben, fragen Sie nach, insistieren Sie, bis Sie durchblicken. Sie haben einen Anspruch auf vollumfängliche Auskunft. 

Stiftung Auffangeinrichtung BVG

In manchen Fällen kann es sein, dass Unternehmen mit BVG pflichtigen Arbeitnehmern bei den grossen, privaten BVG Anbietern nicht unterkommen. Dies kann unterschiedliche Gründe haben wie ein zu grosses Risiko aufgrund von Alter oder Branche etc. Für solche Fälle gibt es die Stiftung Auffangeinrichtung der jeweiligen Kantone.

Vergessenes Pensionskassenguthaben suchen

In der Regel weiss Ihr letzter Arbeitgeber bei welcher Pensionskasse ihr Guthaben abgelegt ist. Falls Sie nicht mehr wissen welches Ihre letzte Pensionskasse ist, können Sie die Zentralstelle 2. Säule kostenlos mit einer Suche beauftragen. Diese wird sich bei Ihnen melden, sofern die Gelder gefunden wurden.
 

Beispiele für Sozialversicherungs Offertenanfragen:

Branche, Firmengrösse Anforderungen
IT Firma, 5 Mitarbeiter

Eine IT Firma möchte ihre Pensionskasse neu evaluieren und sucht BVG Anbieter mit einer besseren Sparrate, als dies heute der Fall ist. Die 5 Mitarbeiter sind alle männlich im Alter zwischen 30 und 45 Jahren. Allenfalls will man auch gleich noch die KTG Lösung anschauen. Die Lohnsumme der Firma liegt bei 400'000 CHF.

Industrie, 2 Mitarbeiter

Für die beiden Mitarbeiter einer neugegründeten GmbH muss noch eine BVG Lösung gesucht werden. Die Mitarbeiter (Gründer) sind

  • Person 1, Jahrgang 1972, Jahreslohn ca. 60'000 CHF
  • Person 2, Jahrgang 1986, Jahreslohn ca. 40'000 CHF

Beide brauchen zusätzlich auch noch die Unfall und KTG Versicherung. Die Firma ist nicht SUVA-pflichtig.