Pensionskasse (BVG) – Anbieter finden, Kosten vergleichen

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Sozialversicherungen

Im Rahmen des BVG in der Schweiz müssen AHV-pflichtige Mitarbeitende mit einem Jahreseinkommen ab 21'510 CHF [Stand 2022] bei einer Pensionskasse versichert werden.

Mit unserer Checkliste, der Übersicht zum Risiko- und zum Sparteil sowie den Informationen zu den wichtigsten Punkten für eine BVG-Beratung erleichtern wir Ihnen den Evaluierungsprozess.

Unsere KMU-Experten für Versicherungen kennen den Schweizer Markt und unterstützen Sie kostenlos bei der Suche nach den passenden Anbietern für Ihre Pensionskassenlösung.


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BVG – Pensionskassen im Vergleich

Die Pensionskassen bilden die 2. Säule des Schweizer Vorsorgesystems. Bei einer Pensionskasse versichern müssen Sie AHV-pflichtige Mitarbeitende,

  • deren Jahreseinkommen mindestens 21’510 CHF beträgt [Stand 2022],
  • ab dem 1. Januar nach ihrem 17. Geburtstag (für die Risiken Invalidität und Tod, das Alterssparen beginnt am 1. Januar nach dem 24. Geburtstag).

Der Anschluss an eine Pensionskasse in der Schweiz ist für Selbstständigerwerbende nicht obligatorisch. Sie können sich aber freiwillig anschliessen, zum Beispiel bei der Pensionskasse ihrer Mitarbeitenden. Oder sie sichern die Risiken über eine Lebensversicherung (Säule 3a) ab und sparen mit Einzahlungen in die Säule 3a fürs Alter.


Checkliste: Pensionskasse für KMU

Beim Vergleich verschiedener Pensionskassenangebote gibt es einige Punkte zu beachten. Diese Fragen erleichtern Ihnen den Pensionskassenvergleich:

  • Wollen Sie und Ihre Angestellten mit der Pensionskassenlösung eher viel oder eher wenig sparen können?
  • Haben Sie und Ihre Mitarbeitenden Partnerinnen bzw. Partner und Kinder, die im Todesfall Leistungen erhalten sollen?
  • Soll vom Lohn der volle Koordinationsabzug abgezogen werden, soll der Koordinationsabzug nach dem Pensum abgestuft werden oder wird der vollständige Lohn der Angestellten versichert?
  • Lohnt sich eine Kaderversicherung?

Um Ihnen den Pensionskassenvergleich einfacher zu machen, haben wir einen Blogbeitrag erstellt mit weiteren wichtigen Punkten zum BVG-Offertenvergleich.


Spar- und Risikoteil in der beruflichen Vorsorge

Die Prämie für die Pensionskassenversicherung ist aufgeteilt in einen Spar- und einen Risikoteil. Hinzu kommen die Verwaltungskosten und die BVG-Zusatzkosten (Sicherheitsfonds).

Sparteil

Mit dem Sparteil der BVG-Prämie wird das Altersguthaben angespart, das für finanzielle Sicherheit im Pensionsalter sorgen soll. Die wichtigsten Fragen und Antworten:

Wie hoch sind die Sparbeiträge?
Versichern Sie Ihre Mitarbeitende gemäss BVG-Obligatorium, betragen die Sparsätze 7%, 10%, 15% und 18% des versicherten Lohnes – je älter eine Mitarbeiterin, desto höher. Im überobligatorischen Teil bieten die Pensionskassen ganz unterschiedliche Modelle an.

Wie hoch ist der Zinssatz im überobligatorischen Bereich?
Für das obligatorische Altersguthaben gilt ein Mindestzinssatz von 1% (Stand 2022). Im überobligatorischen Bereich setzen die Pensionskassen die Zinssätze selber an. Als Vergleichsgrundlage sollten Sie aber nicht die offiziell genannten Sätze heranziehen, sondern die tatsächlich erzielten Renditen der vergangenen Jahre. Schauen Sie nach, ob die Pensionskasse diese auf ihrer Website unter den Kennzahlen ausweist. Je nach Geschäftsresultat der Pensionskasse wird mehr als der obligatorisch vorgeschriebene Mindestzins ausgeschüttet, was zu höheren Altersguthaben und besseren Renten führt. Das Gegenteil kann aber genauso eintreten.

Was ist ein Kaderplan, welche Vorteile resultieren daraus?
Mitarbeitende mit höherem Einkommen möchten häufig so viel wie möglich in die Pensionskasse einzahlen. Sie sparen dadurch Steuern und verbessern ihre Altersvorsorge. Die meisten Unternehmen bieten ihren leitenden Mitarbeitenden eine Kaderversicherung an – schon fast ein Muss, wenn man qualifizierte Fachkräfte langfristig an sich binden will. Die jährlichen Sparprämien dürfen bis zu 25% des versicherten Jahreslohns ausmachen, maximal versicherbar ist im überobligatorischen Bereich ein Jahreslohn von 860'400 CHF [Stand 2022].

Was erhalten der Partner, die Partnerin im Todesfall?
Im Todesfall zahlt die Pensionskasse Hinterlassenenrenten an die Ehepartnerin respektive den Gatten und die Kinder, wenn diese die Voraussetzungen dafür erfüllen. Eingetragene gleichgeschlechtliche Partner oder Partnerinnen sind den Eheleuten gleich gestellt. Für den Konkubinatspartner, die Lebenspartnerin kennt das Obligatorium keine Hinterlassenenleistungen, die Pensionskassen können aber im Reglement solche vorsehen. Gibt es keine rentenberechtigten Hinterlassenen, bestimmt das Reglement der Pensionskasse über den Verbleib des noch vorhandenen Guthabens. Bei einigen Pensionskassen fällt das Kapital an die Kasse, die meisten Vorsorgeeinrichtungen zahlen ein Todesfallkapital aus.


Risiko­teil

Der Risikoteil der Prämie finanziert die Leistungen der Pensionskasse bei Invalidität und Tod. Die wichtigsten Fragen und Antworten:

Welche Risiken decken die Pensionskassen in der Schweiz ab?

Der Risikoteil umfasst

  • Invalidenrente
  • Invalidenkinderrente für Kinder unter 18 Jahren bzw. unter 25 Jahren, solange sie noch in Ausbildung sind
  • Rente für den Ehepartner, die Ehefrau im Todesfall, ebenso für eingetragene Partner oder Partnerinnen; je nach Reglement auch für die Lebenspartnerin, den Konkubinatspartner
  • Waisenrente
  • Je nach Reglement kommen beispielsweise dazu: Kapital für den Ehepartner, die eingetragene Partnerin oder auch für Konkubinatspartner im Todesfall

Entscheiden Sie sich für ein Todesfallkapital, können Sie die Höhe im Vorsorgereglement festschreiben lassen.


Stiftung Auffangeinrichtung

In manchen Fällen kann es passieren, dass ein Unternehmen mit BVG-pflichtigen Mitarbeitenden bei den privaten Versicherern nicht unterkommt. Dies kann unterschiedliche Gründe haben, zum Beispiel ein zu grosses Risiko aufgrund der Altersstruktur, der Branche etc. Auch solche Unternehmen müssen aber ihre Angestellten zwingend bei einer Pensionskasse versichern. Sie können sich der Stiftung Auffangeinrichtung anschliessen.


Vergessene Pensionskassenguthaben suchen

In der Regel weiss der letzte Arbeitgeber, bei welcher Pensionskasse das Guthaben seiner Mitarbeitenden liegt. Falls Sie von Ihrem ehemaligen Arbeitgeber keine Auskunft erhalten, hilft die Zentralstelle 2. Säule beim Sicherheitsfonds BVG kostenlos weiter. Dort können Sie ein Formular ausfüllen und erhalten Bescheid, ob und was die Zentralstelle an Guthaben gefunden hat.


Häufige Fragen zur Pensions­kasse in der Schweiz

Muss ich meine Mitarbeitenden zwingend bei einer Pensionskasse versichern?
Ja, dazu sind Sie gesetzlich verpflichtet, sofern diese drei Kriterien erfüllt sind:
  • Der oder die Arbeitnehmende ist AHV-pflichtig.
  • Das Jahreseinkommen beträgt mindestens 21’510 CHF [Stand 2022].
  • Der oder die Arbeitnehmende hat den 17. Geburtstag hinter sich. Die Versicherungspflicht beginnt am 1. Januar nach Vollendung des 17. Altersjahrs, vorerst für die Risiken Invalidität und Tod. Das Alterssparen kommt nach dem 24. Geburtstag dazu.
Wie vergleiche ich die Kosten der verschiedenen Pensionskassen?
Um Pensionskassenofferten zu vergleichen, müssen Sie allen Anbietern dieselben Vorgaben für den Sparteil nennen. Dann sollten die Offerten in diesem Bereich gleich hoch ausfallen. Vergleichen können Sie die Risikobeiträge und die Verwaltungskosten.

In den Offerten werden jeweils die Sparbeiträge und die Kosten für die Risikoabdeckung separat ausgewiesen sein. Verschiedene Anbieter weisen auch die Verwaltungskosten sowie die BVG-Zusatzkosten (Sicherheitsfonds) separat aus. Bei anderen werden die Verwaltungskosten zusammen mit den Risikobeiträgen in einem Total angegeben. Das macht den Vergleich schwierig.

Wozu braucht es ein persönliches Gespräch mit einem Versicherungsexperten? Reichen Offerten per E-Mail nicht aus?
Im Bereich des BVG gibt es zahlreiche und sehr komplexe Lösungen. Ihr Versicherungsberater, Ihre Beraterin muss exakt wissen, welche Vorsorgeaspekte für Sie besonders wichtig sind. Für das eine Unternehmen steht ein hoher Sparteil im Vordergrund, ein anderes will nur das gesetzliche Minimum versichern – dazwischen gibt es eine grosse Anzahl unterschiedlicher Möglichkeiten. Deshalb auch die grossen Preisunterschiede für verschiedene Angebote, die ohne eine ausführliche Beratung und Erklärung nicht plausibel erscheinen. Viele Versicherer können Ihnen aus diesem Grund erst nach einem persönlichen Gespräch eine detaillierte Offerte unterbreiten.

Ich muss Mitarbeitende versichern, aber alle kontaktierten BVG-Anbieter lehnen meine Anfrage ab – was kann ich tun?
Eine risikoanfällige Branche, eine ungünstige Altersstruktur der Belegschaft, Mitarbeitende mit langer Krankheitsgeschichte – bringen Sie zu viele Risiken mit, kann es vorkommen, dass private Versicherungsanbieter Ihre Firma nicht BVG-versichern wollen. Wenden Sie sich an die Stiftung Auffangeinrichtung, sie ist in solchen Fällen die richtige Ansprechpartnerin.

Was gilt bei der Pensionskasse für Selbstständigerwerbende?
Sind Sie Inhaberin einer Einzelfirma oder Gesellschafterin einer Kollektiv- bzw. Kommanditgesellschaft, ist der Anschluss an eine Pensionskasse für Sie nicht obligatorisch. Wollen Sie sich trotzdem versichern, können Sie sich der Pensionskasse Ihrer Mitarbeitenden anschliessen. Lässt dies das Reglement nicht zu, fragen Sie beim Berufsverband nach einer Pensionskassenlösung oder schliessen Sie sich der Stiftung Auffangeinrichtung an. Eine weitere Möglichkeit: Sie zahlen stattdessen in die Säule 3a ein und/oder wählen eine Lebensversicherung (Säule 3a oder 3b), um Ihre Vorsorge zu sichern.


Gryps – die unabhängigen KMU-Experten für Pensionskassen

Seit über 10 Jahren setzen wir uns täglich und persönlich dafür ein, für KMU die passenden Versicherungsanbieter zu finden. Durch den permanenten Austausch mit Kaufinteressenten und Anbietern kennen wir den Markt für Versicherungen und bauen dieses Know-how stetig aus. Unser Ziel ist es, den Vergleich der Pensionskassenangebote für Sie so einfach wie möglich zu gestalten. Geben Sie uns Ihre Kriterien via Fragebogen an und wir finden für Sie bis zu drei passende Anbieter für BVG-Lösungen.

KMU-Support: +41 55 211 05 30 oder support[at]gryps.ch

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