KTG

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Sozialversicherungen

KTG Schweiz

Mit der freiwilligen KTG Versicherung sichern Sie sich in der Schweiz als Arbeitgeber für den Ausfall von Mit­arbeitenden durch Krankheit ab. Die KTG übernimmt die Lohnfortzahlung und schützt so KMU vor hohen Kosten durch Krankheitsausfälle.

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KTG – Krankentaggeld Schweiz

Mit diesen Leitthemen zum Thema KTG Versicherung gelangen Sie zu den relevanten Infor­mationen wie Lohn­fort­zahlung, Wartefrist, KTG Abzug etc.:

✓ Unterschied zwischen KTG und UVG in der Schweiz

✓ Funktion der KTG Versicherung innerhalb der Lohnfortzahlungspflicht

✓ KTG Kostenverteilung zwischen Ar­beit­nehmer und -geber

✓ KTG Wartefristen

✓ Unterschied zwischen einer kollektiven KTG und einer Einzelversicherung

✓ Wichtige Punkte beim Wechsel einer KTG Versicherung


Krankheit und Unfall versichern: Unterschiede zwischen KTG und UVG

Mitarbeiterausfälle aufgrund von Krankheit werden über die KTG Versicherung abgedeckt, während ein Ausfall durch Unfall von der obligatorischen Unfallversicherung gedeckt wird. Die wichtigsten Punkte zur freiwilligen KTG und obligatorischen UVG in der Schweiz:


KTG Krankentaggeld:

Die KTG ist freiwillig. Deshalb ist nicht gesetzlich definiert, wer die Beiträge zahlt.

  • Üblich sind 50% Arbeitgeber (AG) und 50% Ar­beit­nehmer (AN). Da das KTG jedoch freiwillig ist, könnte man auch alles dem Arbeitnehmer oder dem Arbeitgeber belasten, ausser der Betrieb untersteht einem GAV.
  • Als grobe Kenngrösse für den KTG Abzug lässt sich etwa 1% der jährlichen Lohnsumme im Bürobereich (0.5% vom Arbeitgeber, 0.5% vom Arbeitnehmer bezahlt) nehmen. Die Prämie hängt aber sehr stark von der Branche ab.


UVG Unfallversicherung:

Die Unfallversicherung ist obligatorisch. Je nach Anstellungspensum wird sie unterschiedlich gehandhabt:

  • BU Berufsunfall:
    Obligatorisch, Beitragszahler ist der Arbeitgeber
  • NBU Nichtberufsunfall:
    Obligatorisch bei mehr als 8h pro Woche, Beitragszahler sind Ar­beitgeber, Arbeitnehmer oder beide (bei weniger als 20% Pensum pro Woche oder Nichtberufstätigkeit wird die UVG (BU und NBU) obligatorisch über die Krankenkasse abgeschlossen und abgerechnet)
  • UVGZ Unfall Zusatzversicherung:
    Freiwillig, Beitragszahler ist der Arbeitgeber oder beide


Lohn­fort­zah­lung bei Krank­heit

Wird ein Arbeit­nehmer krank und kann die Arbeit nicht mehr aus­führen, ist der Arbeitgeber verpflichtet, den Lohn noch eine gesetzlich vorgegebene Zeit lang weiterhin zu entrichten. Die Krankentaggeldversicherung (KTG) schützt Arbeitgeber in dieser Situation. Die Dauer der gesetzlichen Lohnfortzahlungspflicht:

  • bemisst sich nach der Anzahl der Dienstjahre, die eine Person bereits im Unternehmen arbeitet.
  • wird anhand der Anzahl Dienstjahre entweder nach Basler, Berner oder Zürcher Skala.

Sofern kein Gesamtarbeitsvertrag, Normal­arbeits­vertrag oder KTG vorliegt, beginnt die Lohn­zahlung zu 100% ab dem ersten Krankheitstag. Karenztage gibt es keine. Bei unregelmässigem Lohn wird auf einen Zeitraum von bis zu einem Jahr abge­stellt, um einen durchschnittlichen Lohn zu erhalten.

Gegen diese Kosten kann sich der Arbeitgeber mit der KTG absichern. Eine KTG Versicherung ist freiwillig, aber sehr zu empfehlen, da Sie das Unternehmen bei längeren Krank­heitsfällen vor hohen Kosten schützt.


Kos­ten­ver­tei­lung bei der KTG Versicherung

Die KTG ist freiwillig, deshalb kann der Arbeitgeber den Arbeitnehmern den KTG Beitrag in voller Höhe vom Lohn abziehen. Oft werden die KTG Prämien jedoch zur Hälfte vom Arbeitgeber übernommen (siehe oben). Firmen mit mehreren Mitar­beitenden schliessen oft eine Kollektiv KTG ab, bei der alle Mitarbeiter ange­schlossen sind. Im Übrigen gibt es auch für selb­stän­dige Unter­nehmer KTG Ver­siche­rungen, welche deren spezielle Bedürfnisse im Krank­heits­fall abdecken.

Die meisten KTG Ver­sicherungen beinhalten diese Leistungen:

  • Im Krankheitsfall entrichtet die Krankentaggeldversicherung (KTG) 80% vom Lohn für 720 Tage in einem Zeitraum von 900 Tagen.
  • Ebenfalls möglich: Versicherungspolice sieht ein Taggeld von 100% vor.
  • Nach Ablauf der 900 Tage treten meist Leistungen aus der IV (1. Säule) und der Beruflichen Vorsorge (2. Säule) in Kraft.​
  • Bei einer länger andauernden Krankheit be­kom­men die Angestellten über einen längeren Zeitraum einen Lohn ausbezahlt.


KTG War­te­fris­ten

Der Arbeitgeber kann wählen, ab welchem Krank­heits­tag die KTG einspringen soll. Dies kann bereits ab dem 2. Tag oder auch erst nach 14, 30  oder z.B. 60Tagen der Fall sein. Die Frist wirkt sich dement­sprechend auf den KTG Abzug aus: Je kürzer die Frist, desto höher die KTG Prämie. Viele Versicherungen schliessen zudem KTG Versicherungen mit nur 2 Tagen Wartefrist nicht mehr ab. Es lohnt sich, ver­schie­dene Krankentag­geld­ver­sicherer zu ver­gleichen. Eine KTG muss aber mit den gesetzlichen Vorgaben min­des­tens gleichwertig, oder zum Vorteil für den Angestellten sein.


KTG Wartefrist Vergleich:
Die KTG Prämie ist bei einer kürzeren Wartefrist als 30 Tage oftmals relativ hoch.
Aus diesem Grund entscheiden sich die meisten Be­triebe für eine Wartefrist von 30 Tagen.


Kollektive KTG vs. Einzel­ver­si­che­rung KTG

Eine KTG ist sowohl als Kollektiv- wie auch als Ein­zel­ver­sicherung möglich. Die Mehrheit der Arbeitgeber ver­sichert die Mitarbeiter im kollektiv für ein Taggeld im Krankheitsfall, obligatorisch ist diese Vorge­hens­weise aber nicht. Eine Krankentaggeldversicherung kann auch von Einzel­personen oder von selbständig Erwer­benden abge­schlossen werden, damit die Lohn­fort­zahlung gesichert ist.


Po­li­cen­num­mer bei KTG Wechsel

Bei einem Wechsel der KTG benötigen die Ver­siche­rungen die bisherige Policennummer. Versicherungen erstellen Angebote unter Berück­sichtigung der Scha­dens­fälle der letzten 3 Jahre. Um die angege­benen Schadensfälle genau überprüfen zu können, fragen die Versicherungen deshalb vor Offertstellung bei der bis­herigen Versicherung unter Angabe der Policen­nummer nach der Schadensquote. Die meisten Versicherungen stellen keine neuen Offerten aus, wenn die Policennummer der bisherigen KTG Ver­siche­rung nicht angegeben wird. Ähnlich wird ein Wechsel bei einer UVG – Unfallversicherung gehandhabt.


FAQ zum Thema KTG Versiche­rung

Was kostet eine KTG Versicherung?
Als groben Wert können Sie 1% der jährlichen Lohn­summe nehmen. Werden die KTG Prämien zur Hälfte unter Ar­beit­geber und Arbeit­nehmer geteilt, kostet die KTG je 0,5% der jähr­lichen Lohn­summe. Da das KTG nicht obligato­risch für den Arbeitnehmer ist, könnten die gesamten KTG Kosten an den Arbeit­nehmer übertragen werden. Einzige Ausnahme: Ist die Firma dem GAV unterstellt, ist diese Variante nicht erlaubt.

Wofür benötige ich eine KTG Versicherung?
Die freiwillige KTG Versicherung entlastet die Ar­beit­geber bei der Lohnfortzahlung, wenn ein Mit­ar­beiter aufgrund Krankheit über einen längeren Zeitraum ausfällt. Ohne KTG müssen Sie als Arbeitgeber für eine bestimmte Zeit den Lohn des ausgefallenen Mitarbei­ters entrichten, ohne eine Arbeitsleistung zu erhalten. Zusätzliche Kosten entstehen, wenn Sie temporären Ersatz einstellen müssen. Auch für die Mitarbeiter bedeutet die gesicherte Lohnfortzahlung bei Krankheit die Erhaltung des bisherigen finanziellen Stan­dards.

Was ist der Unterschied zwischen einer UVG und einer KTG?
Die obligatorische UVG übernimmt die finanzielle Hauptlast eines Unfalls, der sich während der Arbeit (Berufsunfälle BU), in der Freizeit oder auf dem Arb­eits­weg (Nicht­berufs­unfälle NBU) ereignet. Die UVG kommt für Lohnausfall, Heilungskosten und ggf. Hinter­lassenen­leistung auf.
Die KTG hingegen ist freiwillig und entlastet die Arbeitgeber bei der Lohnfortzahlung, wenn ein Mitarbeiter aufgrund Krankheit (z.B. Depressionen, Burnout) über einen längeren Zeitraum ausfällt.

Was ist die Berner, Zürcher und Basler Skala?
Fällt der Mitarbeiter aus, muss der Arbeitgeber den Lohn noch eine gesetzlich vorgegebene Zeit lang entrichten. Dieser Zeitraum bemisst sich mittels zwei Faktoren:

Diese Skalen, die das Bundesamt publiziert, sagen aus, bei wie vielen Dienstjahren in Kombination mit der Region die Lohnfort­zahlung vom Arbeitgeber gewähr­leistet werden muss.

Beispiel: Der Angestellte arbeitet im 4. Dienstjahr im Kanton Zürich. Nun fällt er aufgrund eines Burnouts für längere Zeit aus. Gemäss der Dienstjahre und der Zürcher Skala folgend, ist der Arbeitgeber verpflichtet, den Lohn 10 Wochen lang weiter zu entrichten. Würde er im Kanton Bern arbeiten, wäre der Arbeitgeber gemäss Berner Skala verpflichtet, 2 Monate lang den Lohn zu bezahlen. Wurde eine KTG abgeschlossen, übernimmt diese die Lohnfort­zahlungen.

Was bedeutet die KTG Wartefrist?
Die Wartefrist ist vergleichbar mit einem Selbstbehalt. Mit einer Wartefrist bestimmt der Arbeitgeber, ab welchem Krankheitstag die Kranken­tag­geld­ver­sicherung einspringen soll. Dies kann bereits ab dem 2. Tag oder auch erst nach 30 Tagen oder länger der Fall sein. Bis zum Ende der Wartefrist (z.B. bis zum Ende der 30 Tage) muss der Arbeitgeber 100% des üblichen Lohns auszahlen. Eine kürzere Wartefrist bedeutet in der Regel höhere Krankentaggeld Prämien. Mit einer längeren Wartefrist von z.B. 30 Tagen oder mehr lässt sich eine günstige Kran­ken­taggeld Prämie erzielen.

Warum wird die KTG oft in Kombination mit der BVG Versicherung abgeschlossen?
Eine KTG Versicherung wird oft zusammen mit der beruflichen Vorsorge (BVG) abgeschlossen, um Risi­ko­prämien zu sparen und um Deckungs­lücken bei ver­zöger­ten Auszahlungen der IV-Leistungen zu ver­meiden. Schliessen Sie die KTG zusammen mit der BVG bei der­selben Ver­sicherung ab, profitieren Sie so oftmals von besseren Konditionen.


Offertenanfragen für KTG – Beispiele:

Webdesign-Agentur, 7 Mitarbeiter
Eine neugegründete Webdesign Agentur benötigt diverse Versicherungen: BVG, KTG und UVG. Der Abschluss sollte so schnell wie möglich erfolgen. Die Wartefrist beim KTG soll 30 Tage betragen. Es sind 5 Mitarbeiter (2 Frauen, 3 Männer) im Unternehmen (GmbH) angestellt. Die Mitarbeiter sind zwischen 25 und 40 Jahren alt.

Handelsbranche, 42 Mitarbeiter
Eine GmbH, welche im Verkauf von Kassensystemen tätig ist, sucht eine neue Lösung für das KTG, UVG und die BVG, da man mit der bisherigen Versicherung leistungstechnisch nicht mehr zufrieden ist. Die Schadensquote der KTG war in der Vergangenheit sehr tief, es gibt keine aktuell laufenden Schadensfälle. Ausserdem wünscht man noch eine Beratung betreffend der Betriebshaftpflichtversicherung und einer Rechtsschutzversicherung.

Medienberichte über GRYPS Offertenportal AG:

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