Krankentaggeldversicherung (KTG) – Anbieter finden

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Sozialversicherungen

Sie benötigen eine Krankentaggeldversicherung (KTG) für sich und Ihre Mitarbeitenden? Über uns finden Sie bis zu drei passende Versicherungsanbieter.

Mit unseren hilfreichen Übersichten zur Kostenaufteilung, zu den unterschiedlichen Wartefristen und zur Lohnfortzahlungspflicht erleichtern wir Ihnen den Evaluierungsprozess.

Unsere KMU-Experten für KTG-Versicherungen verfügen über ein grosses Know-how zum Markt und unterstützen Sie kostenlos bei der Suche nach der passenden KTG-Lösung. Oder nutzen Sie den Online-Prämienrechner unseres Partners, um die UVG-, KTG- und BVG-Prämie zu berechnen.


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KTG in der Schweiz – das Wichtigste

  • Die KTG-Versicherung ist freiwillig – sofern nicht ein allgemeinverbindlicher GAV sie vorschreibt. 
  • Die Höhe der KTG-Prämie hängt ab von den vereinbarten Leistungen, der Betriebsart, der Branche, dem Durchschnittsalter der Belegschaft, dem Geschlecht und dem Schadensverlauf.
  • Übliche Kostenaufteilung: Sie als Arbeitgeber oder Arbeitgeberin müssen mindestens die Hälfte der Kosten übernehmen, den Rest zahlen die Arbeitnehmenden. 

Lohn­fort­zah­lung bei Krank­heit

Wird ein Arbeitnehmer, eine Arbeitnehmerin krank und kann die Arbeit nicht mehr verrichten, sind Sie als Arbeitgeber oder Arbeitgeberin verpflichtet, den Lohn eine gesetzlich vorgegebene Zeit lang weiter zu entrichten. Die Dauer der gesetzlichen Lohnfortzahlungspflicht

  • bemisst sich nach der Anzahl der Dienstjahre, die der oder die erkrankte Mitarbeitende bereits in Ihrem Unternehmen arbeitet, und
  • wird anhand der Basler, Berner oder Zürcher Skala bestimmt.

Ein Beispiel: Im fünften Dienstjahr muss der Arbeitgeber nach der Balser und der Berner Skala den Lohn 3 Monate lang weiterzahlen, nach der Zürcher Skala sind es 11 Wochen. Geschuldet ist der volle Lohn ab dem ersten Krankheitstag. Bei unregelmässigem Lohn wird auf den Durchschnitt der letzten 6 oder 12 Monate abgestellt. In einem Gesamtarbeitsvertrag (GAV) oder Normalarbeitsvertrag (NAV) können andere Regelungen vorgeschrieben sein. 

Längere Krankheitsausfälle können Sie als Arbeitgeber oder Arbeitgeberin also teuer zu stehen kommen. Dagegen können Sie sich mit einer Krankentaggeldversicherung absichern. Diese KTG-Versicherung ist – sofern nicht ein GAV sie vorschreibt – freiwillig, aber sehr zu empfehlen, da sie das Unternehmen unter Umständen vor hohen Kosten schützt.


Kostenaufteilung bei der KTG-Versicherung

Arbeitgeber können ihren Angestellten die Hälfte der Prämie für die KTG-Versicherung vom Lohn abziehen. Das ist die häufigste Aufteilung, die auch in vielen GAV so festgehalten ist. Es gibt aber auch Firmen, die die ganze KTG-Prämie übernehmen und sich so als attraktive Arbeitgeber positionieren. Firmen schliessen jeweils eine Kollektiv-Krankentaggeldversicherung ab, bei der alle Mitarbeitenden angeschlossen sind. Im Übrigen kann eine selbstständige Unternehmerin auch für sich selber eine KTG-Einzelversicherung abschliessen, die ihre speziellen Bedürfnisse im Krankheitsfall abdeckt.


Was leistet die KTG-Versicherung?

Eine Krankentaggeldversicherung muss mindestens gleichwertig mit den gesetzlichen Vorgaben zur Lohnfortzahlung sein. Die meisten KTG Versicherungen entrichten im Krankheitsfall 80% des Lohnes für rund zwei Jahre – oder genauer für maximal 730 Tage (in verschiedenen GAV sind 720 Tage in einem Zeitraum von 900 Tagen definiert). Der Arbeitgeber kann stattdessen auch eine Versicherung für 100% des Lohnes abschliessen.

Der Vorteil der KTG-Versicherung für die Angestellten: Bei einer länger andauernden Krankheit erhalten sie bis zu zwei Jahre lang einen Lohn ausgezahlt. Besteht danach immer noch eine gesundheitliche Beeinträchtigung, kommen meist Leistungen der IV (1. Säule) und der beruflichen Vorsorge (2. Säule) zum Zug.


KTG-Wartefristen

Sie als Arbeitgeber oder Arbeitgeberin können wählen, ab welchem Krankheitstag die Leistungen der KTG-Versicherung einsetzen sollen. Dies kann bereits nach 14 Tagen oder auch nach 30, 60 oder 90 Tagen der Fall sein. Die weitaus meisten KMU wählen eine Wartefrist von 30 Tagen. Viele Versicherer bieten KTG-Lösungen mit tieferen Wartefristen gar nicht an.

Es lohnt sich, verschiedene KTG-Angebote zu vergleichen. Bei allen gilt: Je kürzer die Wartefrist, desto höher die Prämie. Auf der anderen Seite müssen Sie als Arbeitgeber oder Arbeitgeberin während dieser Wartefrist die Lohnfortzahlung übernehmen – je nach Arbeitsvertrag ebenfalls 80% oder oft auch 100% des Lohnes.


Tipps der KMU-Experten von Gryps

  • Wägen Sie die tieferen Prämien bei langen Wartefristen gegen die Lohnfortzahlung für diese Zeit ab. Da KTG-Prämien bei kurzen Wartefristen oft sehr hoch sind, entscheiden sich die meisten Schweizer KMU für eine Wartefrist von 30 Tagen oder mehr.
  • Unternehmen in Branchen wie Bau, Handwerk, Gärtnerei etc. bezahlen meist höhere Prämien als Firmen in Branchen, bei denen mehrheitlich im Büro gearbeitet wird.
  • Der Inhaber einer Einzelfirma kann bei einer anderen Versicherung unter Vertrag stehen als seine Mitarbeitenden.


Kollektive Krankentaggeldversicherung vs. KTG-Einzelversicherung

Für die KTG-Lösung in Ihrem Betrieb kommt nur eine Kollektiv-Krankentaggeldversicherung infrage, die alle Mitarbeitenden abdeckt. Einzelpersonen können aber eine Einzel-Krankentaggeldversicherung abschliessen – eine Option für Selbstständigerwerbende, die ihr Einkommen absichern wollen.


Wechsel der KTG-Versicherung nicht ohne Policennummer

Wollen Sie zu einer neuen KTG-Versicherung wechseln, werden die Angebote unter Berücksichtigung der Schadensfälle der letzten fünf Jahre erstellt. Deshalb müssen Sie jeweils die aktuelle Policennummer angeben, damit die Anbieter die Schadensquote beim bisherigen Versicherer erfragen können. Kein Anbieter stellt eine neue Offerte aus, wenn Sie ihm nicht die Policennummer der bisherigen KTG-Versicherung – evtl. auch mehrerer Vorversicherer – angeben. Ähnlich wird ein Wechsel bei einer Unfallversicherung nach UVG gehandhabt.


Anbieter von KTG-Versicherungen in der Schweiz

Gryps arbeitet mit allen grossen Anbietern von Krankentaggeldversicherungen zusammen Unsere Versicherungsexperten finden für Sie gemäss Ihren Präferenzen sowohl die passenden Direktversicherer als auch Versicherungsbroker, die mit verschiedenen Anbietern zusammenarbeiten. Je nachdem kann es sich lohnen, neben der KTG-Versicherung auch noch andere Versicherungen wie die Pensionskasse oder die Unfallversicherung (UVG und UVGZ) mit offerieren zu lassen.


Häufige Fragen zum Thema KTG-Versiche­rung

Was kostet eine KTG-Versicherung?
Das lässt sich pauschal kaum sagen. Die Prämien hängen ab vom Geschlecht und vom Alter Ihrer Angestellten, von der Betriebsart und der Branche, von den versicherten Leistungen und vom bisherigen Schadensverlauf. Als sehr groben Richtwert können Sie von 1,5% der jährlichen Lohnsumme ausgehen. Mindestens die Hälfte davon müssen Sie als Arbeitgeber übernehmen – dann kostet Sie die KTG-Versicherung also rund 0,75% der jährlichen Lohnsumme. Ist Ihre Firma einem GAV unterstellt, müssen Sie sich an dessen Vorschriften halten.

Wofür benötige ich eine KTG-Versicherung?
Die KTG-Versicherung entlastet Sie als Arbeitgeber oder Arbeitgeberin von den Kosten der gesetzlichen Lohnfortzahlung, wenn ein Mitarbeiter, eine Mitarbeiterin wegen Krankheit über einen längeren Zeitraum ausfällt. Ohne eine Krankentaggeldversicherung müssen Sie unter Umständen für mehrere Monate den Lohn der erkrankten Person entrichten, ohne eine Arbeitsleistung zu erhalten. Zusätzliche Kosten entstehen, wenn Sie temporären Ersatz einstellen müssen. Für Ihre Mitarbeitenden bedeutet die KTG-Versicherung eine Lohnfortzahlung und die Sicherung ihres finanziellen Auskommens, auch bei einer lang andauernden Krankheit.

Was ist der Unterschied zwischen einer Unfall- und einer KTG-Versicherung?
Die obligatorische Unfallversicherung (UVG) übernimmt die finanzielle Hauptlast bei einem Unfall, der sich während der Arbeit (Berufsunfall, BU), in der Freizeit (Nichtberufsunfall, NBU) oder auf dem Arbeitsweg ereignet. Die Unfallversicherung nach UVG kommt für den Lohnausfall, die Heilungskosten und allenfalls auch für Hinterlassenenleistungen auf.

Die Krankentaggeldversicherung entlastet die Arbeitgebenden von der Pflicht zur Lohnfortzahlung, wenn Mitarbeitende aufgrund von Krankheit (zum Beispiel Depression, Burn-out) für einen längeren Zeitraum ausfallen.

Was ist die Berner, Zürcher und Basler Skala?
Fällt ein Mitarbeiter, eine Mitarbeiterin krankheitsbedingt aus, muss der Arbeitgeber den Lohn noch eine bestimmte Zeit lang entrichten. Im ersten Dienstjahr sind das laut Gesetz drei Wochen, danach eine «angemessene längere Zeit». Wie viel angemessen ist, sagt das Gesetz nicht; die Gerichte haben dafür Skalen entwickelt: Ausschlaggebend für die Dauer der Lohnfortzahlung sind zwei Faktoren:

Beispiel: Der Mitarbeiter arbeitet seit dreieinhalb Jahren in einer Firma im Kanton Zürich. Aufgrund eines Burn-outs fällt er für längere Zeit aus. Gemäss der Zürcher Skala muss die Arbeitgeberin im vierten Dienstjahr den Lohn zehn Wochen lang weiter entrichten. Wäre die Firma im Kanton Basel angesiedelt, wäre die Arbeitgeberin gemäss Basler Skala verpflichtet, drei Monate lang den Lohn zu bezahlen.

Was bedeutet die KTG-Wartefrist?
Die Wartefrist ist vergleichbar mit einem Selbstbehalt. Mit der Wahl einer Wartefrist bestimmt der Arbeitgeber, die Arbeitgeberin, ab welchem Krankheitstag die Krankentaggeldversicherung einspringen soll. Die meisten KMU wählen eine Wartefrist von 30 Tagen. Aber auch 14, 60 oder 90 Tage sind möglich. Eine längere Wartefrist bedeutet tiefere Prämien. Auf der anderen Seite steht die Lohnfortzahlungspflicht: Bis zum Ende der Wartefrist müssen Arbeitgebende je nach Arbeitsvertrag 80% oder 100% des üblichen Lohns auszahlen.


Gryps – die unabhängigen KMU-Experten für KTG-Versicherungen

Seit über 10 Jahren setzen wir uns täglich und persönlich dafür ein, für KMU den Beschaffungs- und Evaluierungsprozess zu vereinfachen und die passenden Versicherungsanbieter zu finden. Durch den permanenten Austausch mit Kaufinteressenten und Versicherern kennen wir den Markt für Sozialversicherungen und bauen dieses Know-how stetig aus. Unser Ziel ist es, den Vergleich von KTG-Versicherungen für Sie so einfach wie möglich zu gestalten. Geben Sie uns Ihre Kriterien via Fragebogen an und wir finden für Sie bis zu drei passende Versicherungsanbieter.

KMU-Support: +41 55 211 05 30 oder support[at]gryps.ch

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