KTG – Offerten erhalten

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Sozialversicherungen

Benötigen Sie eine KTG Versicherung für sich und Ihre Mitarbeitenden, so finden Sie über uns bis zu drei passende Versicherungsanbieter.

Mit unseren hilfreichen Übersichten der KTG Kostenaufteilung, der unterschiedlichen Wartefristen und der Lohnfortzahlungspflicht erleichtern wir Ihnen den Evaluierungsprozess.

Unsere KMU Experten für KTG verfügen über ein hohes Markt-Know-how und unterstützen Sie kostenlos bei der Suche nach der passenden KTG Versicherung. Oder nutzen Sie den Online-Prämienrechner unseres Partners, um online die KTG/UVG-Prämie zu berechnen.


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KTG – Krankentaggeld Schweiz – das Wichtigste

  • Die KTG Versicherung ist freiwillig. Gesetzlich ist aber definiert, dass Arbeitgebende mindestens die Hälfte der Prämien übernehmen muss.
  • Als grobe Kenngrösse für den KTG Abzug lässt sich etwa 1% der jährlichen Lohnsumme (0.5% vom Arbeitgeber, 0.5% vom Arbeitnehmer bezahlt) nehmen. Die Prämie hängt aber sehr stark von der Branche ab.
  • Übliche Kostenaufteilung: Meist übernehmen Arbeitgebende und Arbeitnehmende je die Hälfte der Beiträge. 

Lohn­fort­zah­lung bei Krank­heit

Wird ein Arbeit­nehmer bzw. eine Arbeitnehmerin krank und kann die Arbeit nicht mehr aus­führen, ist der Arbeitgeber verpflichtet, den Lohn noch eine gesetzlich vorgegebene Zeit lang weiterhin zu entrichten. Die Krankentaggeldversicherung (KTG) schützt Arbeitgeber in dieser Situation. Die Dauer der gesetzlichen Lohnfortzahlungspflicht:

  • bemisst sich nach der Anzahl der Dienstjahre, die eine Person bereits im Unternehmen arbeitet.
  • wird anhand der Anzahl Dienstjahre entweder nach Basler, Berner oder Zürcher Skala berechnet.

Sofern kein Gesamtarbeitsvertrag, Normal­arbeits­vertrag oder KTG vorliegt, beginnt die Lohn­zahlung zu 100% ab dem ersten Krankheitstag. Karenztage gibt es keine. Bei unregelmässigem Lohn wird auf einen Zeitraum von bis zu einem Jahr abge­stellt, um einen durchschnittlichen Lohn zu erhalten.

Gegen diese Kosten kann sich der Arbeitgebende mit der KTG absichern. Eine KTG Versicherung ist freiwillig, aber sehr zu empfehlen, da sie das Unternehmen bei längeren Krank­heitsfällen vor hohen Kosten schützt.


Kos­ten­ver­tei­lung bei der KTG Versicherung

Gemäss OR 324a Abs. 4 und Urteil 4C.275/2002 ist der Arbeitgeber bzw. die Arbeitgeberin verpflichtet, mindestens 50% der Prämie zu bezahlen. Dies wird auch in den diversen Gesamtarbeitsverträgen (GAV) so vorgeschrieben. Firmen mit mehreren Mitar­beitenden schliessen oft eine Kollektiv KTG ab, bei der alle Mitarbeitende ange­schlossen sind. Im Übrigen gibt es auch für selb­stän­dige Unter­nehmer KTG Ver­siche­rungen, welche deren spezielle Bedürfnisse im Krank­heits­fall abdecken.

Die meisten KTG Ver­sicherungen beinhalten diese Leistungen:

  • Im Krankheitsfall entrichtet die Krankentaggeldversicherung (KTG) 80% vom Lohn für 720 Tage in einem Zeitraum von 900 Tagen.
  • Ebenfalls möglich: Versicherungspolice sieht ein Taggeld von 100% vor.
  • Nach Ablauf der 900 Tage treten meist Leistungen aus der IV (1. Säule) und der Beruflichen Vorsorge (2. Säule) in Kraft.​
  • Bei einer länger andauernden Krankheit be­kom­men die Angestellten über einen längeren Zeitraum einen Lohn ausbezahlt.


Tipps der KMU Experten von GRYPS

  • Die KTG Prämie ist bei einer kürzeren Wartefrist als 30 Tage oftmals relativ hoch. Die meisten Schweizer KMU entscheiden sich daher für eine Wartefrist von 30 Tagen oder mehr.
  • Gewisse Branchen wie Bau, Handwerk, Gärtnerei etc. bezahlen meist höhere Prämien als Branchen, bei denen mehrheitlich im Büro gearbeitet wird.
  • Bei einer Einzelfirma kann der Inhabende bei einer anderen Versicherung unter Vertrag als die Mitarbeitenden.


KTG War­te­fris­ten

Der Arbeitgebende kann wählen, ab welchem Krank­heits­tag die KTG einspringen soll. Dies kann bereits ab dem 2. Tag oder auch erst nach 14, 30  oder z.B. 60 Tagen der Fall sein. Die Frist wirkt sich dement­sprechend auf den KTG Abzug aus: Je kürzer die Frist, desto höher die KTG Prämie. Viele Versicherungen bieten zudem KTG Versicherungen mit nur 2 Tagen Wartefrist nicht mehr an. Es lohnt sich, ver­schie­dene Krankentag­geld­ver­sicherer zu ver­gleichen. Eine KTG muss aber mit den gesetzlichen Vorgaben min­des­tens gleichwertig oder zum Vorteil für den Mitarbeitenden sein.
 

Krankheit und Unfall versichern: Unterschiede zwischen KTG und UVG

Ausfälle von Mitarbeitenden aufgrund von Krankheit werden über die KTG Versicherung abgedeckt, während ein Ausfall durch Unfall von der obligatorischen Unfallversicherung gedeckt wird. Während die KTG freiwillig ist, ist die UVG in der Schweiz obligatorisch.

Die wichtigsten Punkte zur UVG in der Schweiz:

UVG Unfallversicherung

Die Unfallversicherung ist obligatorisch. Je nach Anstellungspensum wird sie unterschiedlich gehandhabt:

  • BU Berufsunfall:
    Obligatorisch, Beitragszahler ist der Arbeitgeber
  • NBU Nichtberufsunfall:
    Obligatorisch bei mehr als 8h pro Woche, Beitragszahler sind Ar­beitgeber, Arbeitnehmer oder beide (bei weniger als 20% Pensum pro Woche oder Nichtberufstätigkeit wird die UVG (BU und NBU) obligatorisch über die Krankenkasse abgeschlossen und abgerechnet)
  • UVGZ Unfall Zusatzversicherung:
    Freiwillig, Beitragszahler ist der Arbeitgeber oder beide

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite für Unfallversicherung – UVG.


Kollektive KTG vs. Einzel­ver­si­che­rung KTG

Eine KTG ist sowohl als Kollektiv- wie auch als Ein­zel­ver­sicherung möglich. Die Mehrheit der Arbeitgeber ver­sichert die Mitarbeiter im kollektiv für ein Taggeld im Krankheitsfall, obligatorisch ist diese Vorge­hens­weise aber nicht. Eine Krankentaggeldversicherung kann auch von Einzel­personen oder von selbständig Erwer­benden abge­schlossen werden, damit die Lohn­fort­zahlung gesichert ist.


Po­li­cen­num­mer bei KTG Wechsel

Bei einem Wechsel der KTG benötigen die Ver­siche­rungen die bisherige Policennummer. Versicherungen erstellen Angebote unter Berück­sichtigung der Scha­dens­fälle der letzten 3 Jahre. Um die angege­benen Schadensfälle genau überprüfen zu können, fragen die Versicherungen deshalb vor der Offertenstellung bei der bis­herigen Versicherung unter Angabe der Policen­nummer nach der Schadensquote. Die meisten Versicherungen stellen keine neuen Offerten aus, wenn die Policennummer der bisherigen KTG Ver­siche­rung nicht angegeben wird. Ähnlich wird ein Wechsel bei einer UVG – Unfallversicherung gehandhabt.


KTG Schweiz

Zu den grossen Versicherungen für KTG zählen unter anderem die Allianz, AXA, Basler, CSS, Helsana, Helvetia, Innova oder Swiss Life. Die Experten von GRYPS finden für Sie, gemäss Ihren Präferenzen, sowohl die passenden Direktversicherer als auch Versicherungsbroker, die mit verschiedenen Versicherungen zusammenarbeiten. Je nachdem kann es sich lohnen, nebst der KTG auch noch andere Versicherungen wie die Pensionskasse oder UVG / UVGZ mitofferieren zu lassen.


Häufige Fragen zum Thema KTG Versiche­rung

Was kostet eine KTG Versicherung?
Als groben Wert können Sie 1% der jährlichen Lohn­summe nehmen. Werden die KTG Prämien zur Hälfte unter Ar­beit­gebenden und Arbeit­nehmenden geteilt, kostet die KTG je 0,5% der jähr­lichen Lohn­summe. Da das KTG nicht obligato­risch für den Arbeitnehmenden ist, könnten die gesamten KTG Kosten an den Arbeit­nehmenden übertragen werden. Einzige Ausnahme: Ist die Firma dem GAV unterstellt, ist diese Variante nicht erlaubt.

Wofür benötige ich eine KTG Versicherung?
Die freiwillige KTG Versicherung entlastet die Ar­beit­gebenden bei der Lohnfortzahlung, wenn ein Mit­ar­beiter aufgrund Krankheit über einen längeren Zeitraum ausfällt. Ohne KTG müssen Sie als Arbeitgebende für eine bestimmte Zeit den Lohn des ausgefallenen Mitarbei­tenden entrichten, ohne eine Arbeitsleistung zu erhalten. Zusätzliche Kosten entstehen, wenn Sie temporären Ersatz einstellen müssen. Auch für die Mitarbeitenden bedeutet die gesicherte Lohnfortzahlung bei Krankheit die Erhaltung des bisherigen finanziellen Stan­dards.

Was ist der Unterschied zwischen einer UVG und einer KTG?
Die obligatorische übernimmt die finanzielle Hauptlast eines Unfalls, der sich während der Arbeit (Berufsunfälle BU), in der Freizeit oder auf dem Arb­eits­weg (Nicht­berufs­unfälle NBU) ereignet. Die UVG kommt für Lohnausfall, Heilungskosten und ggf. Hinter­lassenen­leistung auf.
Die KTG hingegen ist freiwillig und entlastet die Arbeitgebenden bei der Lohnfortzahlung, wenn Mitarbeitende aufgrund Krankheit (z.B. Depressionen, Burnout) über einen längeren Zeitraum ausfällt.

Was ist die Berner, Zürcher und Basler Skala?
Fällt der Mitarbeiter bzw. Mitarbeiterin aus, müssen Arbeitgebende den Lohn noch eine gesetzlich vorgegebene Zeit lang entrichten. Dieser Zeitraum bemisst sich mittels zwei Faktoren:

Diese Skalen, die das Bundesamt publiziert, sagen aus, bei wie vielen Dienstjahren in Kombination mit der Region die Lohnfort­zahlung vom Arbeitgebenden gewähr­leistet werden muss.

Beispiel: Der Mitarbeiter arbeitet im 4. Dienstjahr im Kanton Zürich. Nun fällt er aufgrund eines Burnouts für längere Zeit aus. Gemäss der Dienstjahre und der Zürcher Skala folgend, ist der Arbeitgeber verpflichtet, den Lohn 10 Wochen lang weiter zu entrichten. Würde er im Kanton Bern arbeiten, wäre der Arbeitgeber gemäss Berner Skala verpflichtet, 2 Monate lang den Lohn zu bezahlen. Wurde eine KTG abgeschlossen, übernimmt diese die Lohnfort­zahlungen.

Was bedeutet die KTG Wartefrist?
Die Wartefrist ist vergleichbar mit einem Selbstbehalt. Mit einer Wartefrist bestimmt der Arbeitgeber bzw. die Arbeitgeberin, ab welchem Krankheitstag die Kranken­tag­geld­ver­sicherung einspringen soll. Dies kann bereits ab dem 2. Tag oder auch erst nach 30 Tagen oder länger der Fall sein. Bis zum Ende der Wartefrist (z.B. bis zum Ende der 30 Tage) muss der Arbeitgebende 100% des üblichen Lohns auszahlen. Eine kürzere Wartefrist bedeutet in der Regel höhere Krankentaggeld Prämien. Mit einer längeren Wartefrist von z.B. 30 Tagen oder mehr lässt sich eine günstige Prämie erzielen.

Warum wird die KTG oft in Kombination mit der BVG Versicherung abgeschlossen?
Eine KTG Versicherung wird oft zusammen mit der abgeschlossen, um Risi­ko­prämien zu sparen und um Deckungs­lücken bei ver­zöger­ten Auszahlungen der IV-Leistungen zu ver­meiden. Schliessen Sie die KTG zusammen mit der BVG bei der­selben Ver­sicherung ab, profitieren Sie so oftmals von besseren Konditionen.


GRYPS – Die unabhängigen KMU Experten für KTG Versicherungen

Seit über 10 Jahren setzen wir uns täglich und persönlich dafür ein, für KMU den Beschaffungs- und Evaluierungsprozess zu vereinfachen und die passenden Versicherungsanbieter zu finden. Durch den permanenten Austausch mit Kaufinteressenten und Versicherern kennen wir den Markt für Sozialversicherungen und bauen dieses Markt-Know-how stetig aus. Unser Ziel ist es, den Vergleich von KTG Versicherungen für Sie so einfach wie möglich zu gestalten. Geben Sie uns Ihre Kriterien via Fragebogen an und wir finden für Sie bis zu drei passende Versicherungsanbieter.

KMU Support: +41 55 211 05 30 oder support[at]gryps.ch

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