KTG

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Sozialversicherungen

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KTG Schweiz

Mit der freiwilligen KTG Versicherung sichern Sie sich in der Schweiz als Arbeitgeber für den Ausfall von Mit­arbeitenden durch Krankheit ab. Die KTG übernimmt die Lohnfortzahlung und schützt so KMU vor hohen Kosten durch Krankheitsausfälle.

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KTG – Krankentaggeld und UVG – Unfallver­sicherung

Mit diesen Leitfragen zum Thema KTG Versicherung Schweiz und Unfallversicherung UVG gelangen Sie zu den relevanten KTG-Infor­mationen wie Lohnfortzahlung, Wartefrist, Abzug etc.:

✓ Was ist der Unterschied zwischen der KTG und UVG in der Schweiz?

✓ Welche Funktionen erfüllt die Lohnfortzahlung in­ner­halb der KTG Versicherung?

✓ Wie sieht die KTG Kostenverteilung zwischen Ar­beit­nehmer und -geber aus?

✓ Was ist eine Wartefrist und welche KTG Wartefristen gibt es?

✓ Was ist der Unterschied zwischen einer kollektiven KTG und einer Einzelversicherung?

✓ Was ist beim Wechsel einer KTG Versicherung zu beachten?


KTG Versicherung und UVG in der Schweiz

Das sind die freiwilligen und obligatorischen Per­sonen­ver­sicherungen für KTG und UVG in der Schweiz:

BU Berufsunfall:
Obligatorisch, Beitragszahler ist der Arbeitgeber

NBU Nichtberufsunfall:
Bei mehr als 8h pro Woche, Beitragszahler sind Ar­beitgeber, Arbeitnehmer oder beide

KTG Krankentaggeld:
Freiwillig, Beitragszahler nicht einheitlich geregelt

  • Als grobe Kenngrösse für den KTG Abzug lässt sich etwa 1% der jährlichen Lohnsumme (0.5% vom Arbeitgeber, 0.5% vom Arbeitnehmer) nehmen.
  • Üblich sind 50% Arbeitgeber (AG) und 50% Ar­beit­nehmer (AN). Da das KTG jedoch freiwillig ist, könnte man auch alles dem AN belasten, ausser der Betrieb untersteht einem GAV.

UVGZ Unfall Zusatz:
freiwillig, Beitragszahler ist der Arbeitgeber oder beide


KTG Versicherung Schweiz – Lohn­fort­zah­lung bei Krank­heit

Die KTG Versicherung schützt Arbeitgeber und Arbeit­nehmer in der folgenden Situation: Wird ein Arbeit­nehmer krank und kann die Arbeit nicht mehr ausführen, ist der Arbeitgeber verpflichtet, den Lohn noch eine gesetzlich vorgegebene Zeit lang weiterhin zu entrichten:

  • Die Dauer der gesetzlichen Lohnfort­zahlungspflicht bemisst sich nach der Anzahl der Dienstjahre, die eine Person bereits im Unternehmen arbeitet.
  • Wie lange der Arbeitgeber den Lohn bezahlen muss, bestimmt sich nach der Basler, Berner oder Zürcher Skala.

Sofern kein Gesamtarbeitsvertrag, Normal­arbeits­vertrag oder keine KTG vorliegt, beginnt die Lohn­zahlung zu 100% ab dem ersten Krankheitstag. Karenztage gibt es keine. Bei unregelmässigem Lohn wird auf einen Zeitraum von bis zu einem Jahr abgestellt, um einen durchschnittlichen Lohn zu erhalten.

Gegen diese Kosten kann sich der Arbeitgeber mit der KTG absichern. Eine KTG Versicherung ist freiwillig, aber sehr zu empfehlen, da Sie das Unternehmen bei längeren Krank­heitsfällen vor hohen Kosten schützt.


KTG Beitrag, KTG Abzug – Kos­ten­ver­tei­lung bei der Tag­geld­ver­si­che­rung

Die KTG ist freiwillig, deshalb kann der Arbeitgeber den Arbeitnehmern den KTG Beitrag in voller Höhe vom Lohn abziehen. Oft werden die KTG Prämien jedoch zur Hälfte vom Arbeitgeber übernommen (siehe oben). Firmen mit mehreren Mitar­beitenden schliessen oft eine Kollektiv KTG ab, bei der alle Mitarbeiter angeschlossen sind. Im Übrigen gibt es auch für selbständige Unternehmer KTG Ver­siche­rungen, welche deren spezielle Bedürfnisse im Krank­heits­fall abdecken.

Die meisten KTG Ver­sicherungen beinhalten diese Leistungen:

  • Im Krankheitsfall entrichtet die KTG Ver­sicherung 80% vom Lohn für 720 Tage in einem Zeitraum von 900 Tagen.
  • Ebenfalls möglich: Versicherungspolice sieht ein Taggeld von 100% vor.
  • Nach Ablauf der 900 Tage treten meist Leistungen aus der IV (1. Säule) und der Beruflichen Vorsorge (2. Säule) in Kraft.​
  • Bei einer länger andauernden Krankheit be­kom­men die Angestellten über einen längeren Zeitraum einen Lohn ausbezahlt.


KTG Vergleich – War­te­fris­ten

Der Arbeitgeber kann wählen, ab welchem Krank­heits­tag die Krankentaggeldversicherung einspringen soll. Dies kann bereits ab dem 2. Tag oder auch erst nach 30 Tagen der Fall sein. Die Frist wirkt sich dementsprechend auf den KTG Abzug aus: Je kürzer die Frist, desto höher die KTG Prämie. Es lohnt sich, verschiedene Krankentag­geld­ver­sicherer zu vergleichen. Eine KTG muss aber mit den gesetzlichen Vorgaben mindestens gleichwertig, oder zum Vorteil für den Angestellten sein.


KTG Wartefrist Vergleich:
Die KTG Prämie ist bei einer kürzeren Wartefrist als 30 Tage oftmals relativ hoch.
Aus diesem Grund entscheiden sich die meisten Be­triebe für eine Wartefrist von 30 Tagen.


Kollektive KTG vs. Einzel­ver­si­che­rung KTG

Eine KTG ist sowohl als Kollektiv- wie auch als Ein­zel­versicherung möglich. Die Mehrheit der Arbeitgeber versichert die Mitarbeiter im kollektiv für ein Taggeld im Krankheitsfall, obligatorisch ist diese Vorgehensweise aber nicht. Eine KTG Versicherung kann auch von Einzel­personen oder von selbständig Erwerbenden abge­schlossen werden, damit die Lohn­fort­zahlung gesichert ist.


KTG Wechsel – Po­li­cen­num­mer

Bei einem Wechsel der KTG benötigen die Ver­siche­rungen die bisherige Policennummer. Versicherungen erstellen Angebote unter Berück­sichtigung der Schadensfälle der letzten 3 Jahre. Um die angegebenen Schadensfälle genau überprüfen zu können, fragen die Versicherungen deshalb vor Offertstellung bei der bisherigen Versicherung unter Angabe der Policennummer nach der Schadensquote. Die meisten Versicherungen stellen keine neuen Offerten aus, wenn die Policennummer der bisherigen KTG Versicherung nicht angegeben wird. Ähnlich wird ein Wechsel bei einer UVG – Unfallversicherung gehandhabt.


FAQ zum Thema KTG Versiche­rung

Was kostet eine KTG Versicherung?
Als groben Wert können Sie 1% der jährlichen Lohnsumme nehmen. Werden die KTG Prämien zur Hälfte unter Arbeitgeber und Arbeitnehmer geteilt, kostet die KTG je 0,5% der jährlichen Lohn­summe. Da das KTG nicht obligatorisch für den Arbeitnehmer ist, könnten die gesamten KTG Kosten an den Arbeitnehmer übertragen werden. Einzige Ausnahme: Ist die Firma dem GAV unterstellt, ist diese Variante nicht erlaubt.

Wofür benötige ich eine KTG Versicherung?
Die freiwillige KTG Versicherung entlastet die Ar­beit­geber bei der Lohnfortzahlung, wenn ein Mit­ar­beiter aufgrund Krankheit über einen längeren Zeitraum ausfällt. Ohne KTG müssen Sie als Arbeitgeber für eine bestimmte Zeit den Lohn des ausgefallenen Mitarbeiters entrichten, ohne eine Arbeitsleistung zu erhalten. Zusätzliche Kosten entstehen, wenn Sie temporären Ersatz einstellen müssen. Auch für die Mitarbeiter bedeutet die gesicherte Lohnfortzahlung bei Krankheit die Erhaltung des bisherigen finanziellen Standards.

Was ist der Unterschied zwischen einer UVG und einer KTG?
Die obligatorische UVG übernimmt die finanzielle Hauptlast eines Unfalls, der sich während der Arbeit (Berufsunfälle BU), in der Freizeit oder auf dem Arb­eits­weg (Nicht­berufs­unfälle NBU) ereignet. Die UVG kommt für Lohnausfall, Heilungskosten und ggf. Hinter­lassenen­leistung auf.
Die KTG hingegen ist freiwillig und entlastet die Arbeitgeber bei der Lohnfortzahlung, wenn ein Mitarbeiter aufgrund Krankheit (z.B. Depressionen, Burnout) über einen längeren Zeitraum ausfällt.

Was ist die Berner, Zürcher und Basler Skala?
Fällt der Mitarbeiter aus, muss der Arbeitgeber den Lohn noch eine gesetzlich vorgegebene Zeit lang entrichten. Dieser Zeitraum bemisst sich mittels zwei Faktoren:

Diese Skalen, die das Bundesamt publiziert, sagen aus, bei wie vielen Dienstjahren in Kombination mit der Region die Lohnfort­zahlung vom Arbeitgeber gewährleistet werden muss.

Beispiel: Der Angestellte arbeitet im 4. Dienstjahr im Kanton Zürich. Nun fällt er aufgrund eines Burnouts für längere Zeit aus. Gemäss der Dienstjahre und der Zürcher Skala folgend, ist der Arbeitgeber verpflichtet, den Lohn 10 Wochen lang weiter zu entrichten. Würde er im Kanton Bern arbeiten, wäre der Arbeitgeber gemäss Berner Skala verpflichtet, 2 Monate lang den Lohn zu bezahlen. Wurde eine KTG abgeschlossen, übernimmt diese die Lohnfort­zahlungen.

Was bedeutet die KTG Wartefrist?
Die Wartefrist ist vergleichbar mit einem Selbstbehalt. Mit einer Wartefrist bestimmt der Arbeitgeber, ab welchem Krankheitstag die Kranken­tag­geld­ver­sicherung einspringen soll. Dies kann bereits ab dem 2. Tag oder auch erst nach 30 Tagen oder länger der Fall sein. Bis zum Ende der Wartefrist (z.B. bis zum Ende der 30 Tage) muss der Arbeitgeber 100% des üblichen Lohns auszahlen. Eine kürzere Wartefrist bedeutet in der Regel höhere Krankentaggeld Prämien. Mit einer längeren Wartefrist von z.B. 30 Tagen oder mehr lässt sich eine günstige Krankentaggeld Prämie erzielen.

Warum wird die KTG oft in Kombination mit der BVG Versicherung abgeschlossen?
Eine Krankentaggeldversicherung wird oft zusammen mit der beruflichen Vorsorge (BVG) abgeschlossen, um Risikoprämien zu sparen und um Deckungslücken bei verzögerten Auszahlungen der IV-Leistungen zu vermeiden. Schliessen Sie die KTG zusammen mit der BVG bei derselben Versicherung ab, profitieren Sie so oftmals von besseren Konditionen.


Offertenanfragen für KTG – Beispiele:

Baubranche, 120 Mitarbeiter

Eine AG mit 120 Mitarbeitern aus der Baubranche, die im Montage und Servicebereich tätig ist, möchte überprüfen ob sie die KTG Versicherung wechseln soll.

  • Bis jetzt hatte man eine KTG mit 1 Tag Wartefrist.
  • Gerne hätte man eine Offerte mit einer Wartefrist von 1, 3 und 30 Tagen. 
  • Das Unternehmen möchte später die Pensionskasse prüfen. Die Firma, die zum persönlichen Gespräch eingeladen wird, hat dann noch die Chance, die Pensionskasse zu offerieren. 

Elektrobranche, 2 Mitarbeiter

Für eine GmbH im Bereich Elektro wird so schnell wie möglich erstmals eine BVG, Unfall und KTG Versicherung benötigt. Zusätzlich wünscht man noch eine Absicherung für NBU und BU. Für die KTG wünscht man eine Wartefrist von 30 Tagen. Ein Gespräch vor Ort ist möglich.


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