Zwischen Beton und Bonität: Wie HGC und Creditreform langfristig bauen, um gemeinsam Zahlungsausfälle zu verhindern

Zahlungsausfälle in der Baubranche nehmen zu. Um Risiken frühzeitig zu entschärfen, setzen der Baustoffhändler HGC und Creditreform auf eine Allianz aus präzisen Daten und jahrzehntelanger Erfahrung. Wie diese Partnerschaft den «Goldstandard» im Kreditmanagement definiert und warum davon die gesamte Branche profitiert.

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HGC bringt das richtige Material auf die Baustelle. Die Partnerschaft mit Creditreform sorgt für die finanzielle Sicherheit. (Bild: HGC)

Die Baubranche ist ein sehr dynamisches Umfeld geprägt von vielen Neugründungen, aber leider auch ebenso vielen Konkursen und Zahlungsausfällen. Ein volatiles Umfeld, in welchem es umso wichtiger ist, seine Kunden zu kennen, um stabile und langfristige Beziehungen eingehen zu können. Denn wie Marc Schega, CFO der HGC, sagt, ist ein guter Kunde schliesslich nur «der Kunde, der die Rechnungen auch zahlt».

Um eine möglichst grosse Sicherheit in dieser schnell wechselnden Umwelt zu gewinnen und Zahlungsausfälle zu reduzieren, setzt HGC seit langem auf Lösungen der Creditreform. Bei Gryps zeigen HGC und Creditreform, wie sie eine erfolgreiche, langfristige Partnerschaft im Bereich der Bonitätsprüfungen aufbauen konnten.

Partnerschaft als Fundament für langfristige Lösungen

Seit mehr als 125 Jahren beliefert HGC Firmen aus dem Baugewerbe erfolgreich mit Materialien – zu ihren Kunden gehören unter anderem Baumeister, Maurer, Fassadenbauer, Gipser oder andere Bauprofis. HGC beschäftigt rund 1000 Mitarbeitende und betreibt mehr als 50 Verkaufsstellen und Ausstellungsräume.

Creditreform bietet Auskünfte über Unternehmen und Privatpersonen, um ihre Genossenschaftsmitglieder vor Zahlungsausfällen und finanziellen Verlusten zu schützen. Mit Bonitätsprüfungen und Inkasso-Services unterstützt die Wirtschaftsauskunftei Unternehmen dabei, Risiken frühzeitig zu minimieren.

Im Gespräch beginnen Marc Schega, CFO der HGC, und Arno Häfeli, Sales Director bei Creditreform, ganz vorne. Das offizielle Eintrittsdatum der HGC beim Verband von Creditreform geht auf das Jahr 1992 zurück, recherchierte Arno Häfeli. «In den letzten zehn Jahren intensivierten wir unsere Partnerschaft. Wir haben heute Schnittstellen zwischen HGC und Creditreform aufgebaut, welche es erlauben, die Bonitätsprüfung reibungslos in die Prozesse einzubauen und damit das Risiko effizient und konsequent zu minimieren.»

«Wir brauchen Partner wie HGC, die uns mit Innovationsansätzen versorgen und an datengetriebenen Lösungen interessiert sind.»
Arno Häfeli, Sales Director, Creditreform

Marc Schega nennt die Grundlagen für die Partnerschaft aus seiner Sicht: «Wir haben weit über 30'000 aktive Kunden und haben einen vertieften Einblick in deren Zahlungsfähigkeit. Aber wenn es um den Markt geht, bietet Creditreform den Goldstandard mit den besten Informationen.» Die Datenbank von Creditreform zeigt etwa die Kreditwürdigkeit von Unternehmen oder Privatpersonen. Speziell relevant ist für HGC dabei die umfassende Analyse von öffentlichen und historischen Daten zu Vernetzungen der Firmen. Gerade in einer von Konkursen geplagten Branche ist es wichtig, bei Neukunden die Vergangenheit der Akteure zu kennen, um relevante Risikomuster erkennen zu können. Der besondere Mehrwert liegt dabei in der Analyse und Aufbereitung von Creditreform.

Marc Schega und Arno Häfeli schlagen hier die Brücke zum Creditreform-Slogan «Gemeinsam gegen Verluste». Am Schluss seien alle Entscheidungen verkettet. «Ganz allein kann man sich nicht schützen, auch nicht als Wirtschaftsauskunftei. Wir brauchen Partner wie HGC, die uns mit Innovationsansätzen versorgen und an datengetriebenen Lösungen interessiert sind», sagt Häfeli.

«Ein guter Kunde ist der Kunde, der die Rechnungen zahlt.»

Marc Schega ergänzt: «Leider haben Zahlungsausfälle in den letzten Jahren zugenommen.» Deshalb ist es für HGC auch wichtig Zahlungserfahrungen auszutauschen. Am Ende würden sogar die Mitbewerber von HGC von dieser Partnerschaft profitieren, weil diese als Mitglied von Creditreform ebenfalls Zugriff auf die Datenbank haben. Schega formuliert dazu den Leitsatz: «Ein guter Kunde ist der Kunde, der die Rechnungen zahlt.»

Laut Schega hat die HGC im Bereich der Bonitätsauskunft alles automatisiert, was automatisiert werden kann. Er ergänzt: «Wie immer im Kreditmanagement ist natürlich viel Know-how dahinter und nicht nur Technik. Die Basis dafür haben wir von Creditreform.» Dank der vollständigen Integration ins ERP entstehen keine Medienbrüche und damit auch keine Mehraufwände in der Bearbeitung.

Doch was schätzen die beiden besonders an der Partnerschaft zwischen Creditreform und HGC? Arno Häfeli: «Es ist nicht einfach eine reine Geschäftsbeziehung, bei der eine Partei bezahlt und die andere liefert. Es besteht wirklich ein sehr enges Austauschverhältnis. Es ist eine Partnerschaft, bei der man sich gegenseitig challengt, immer mit dem Gedanken, zusammen zu wachsen.»

Gemeinsam Lösungen entwickeln

Schega führt die Antwort aus: «So entstehen zum einen Produkte, die Creditreform auch anderen anbieten kann. Zum anderen nutzen wir diese Produkte gerne, weil wir darin einen klaren Mehrwert sehen. Und das ist aus meiner Sicht eine klassische Win-win-Situation.»

Die technische Lösung ist im Kreditmanagement jedoch nicht alles, was zählt, wie die beiden Experten erklären. Ebenso wichtig sind Menschenkenntnis und die Kenntnisse der jeweiligen Schuldner. Besonders wenn es zu einem Inkassofall kommt. «Sie haben eine Leistung oder Ware bezogen und sind verpflichtet, die Zahlung zu tätigen. Auch dort sind wir bereit, gemeinsam eine Lösung zu suchen», erklärt Häfeli.

Marc Schega bestätigt die Aussage: «Es braucht Fingerspitzengefühl, um eine verträgliche Lösung zu finden. Manchmal braucht es kleine Schritte, damit wenigstens ein Teil der Forderung bezahlt wird.» In diesem Bereich schätzt die HGC die Dienste und Expertise der Creditreform ebenfalls.

Stetige Weiterentwicklung, aber keine Revolution

Es klingt, als hätten die Partnerfirmen in ihrer langjährigen Zusammenarbeit einige Meilensteine erreicht. Doch gibt es für Schega und Häfeli den einen Best-Practice-Moment? «Für mich gilt die Partnerschaft mit HGC grundsätzlich als Referenz für erfolgreiche Zusammenarbeit», sagt Häfeli. Neben der Motivation, sich ständig zu verbessern, ist die Schnittstelle mit der Berechnung der Kreditlimite ein Best Practice Case. Die Zahlen zeigen, wie erfolgreich HGC dies in der Praxis nutzt, um ihr Kreditmanagement erfolgreich zu steuern. «Dank der Monitoring-Informationen von Creditreform konnten wir in den vergangenen Jahren substanzielle Debitorenverluste vermeiden und den Wertberichtigungsaufwand spürbar reduzieren – entgegen dem Markttrend mit einer rapiden Zunahme an Firmeninsolvenzen», führt Schega aus.

«Wenn man sich zufrieden gibt mit dem Status quo, wird man irgendwann bequem und ist nicht mehr agil. Dann wird man von der Entwicklung überrascht.»
Marc Schega, CFO, HGC

Die stetige Weiterentwicklung der gemeinsamen Projekte bleibt dabei ein zentraler Punkt der Zusammenarbeit. Schega verdeutlicht, dass es wichtig ist einen Partner wie Creditreform zu haben, der proaktiv mit neuen Optionen auf sie zukommt: «Ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess, neudeutsch Kaizen, ist etwas, was zum Erfolg führt. Man braucht keine Revolution. Aber wenn man sich zufrieden gibt mit dem Status quo, wird man irgendwann bequem und ist nicht mehr agil. Dann wird man von der Entwicklung überrascht.»

Glücklicherweise geben die zwei sich nicht einfach mit dem Status quo zufrieden. Sie planen bereits weiter an zukunftsfähigen Lösungen. Was die nächsten Schritte der Zusammenarbeit sind, können die beiden Experten noch nicht konkret verraten. So viel nur: Sie bleiben beide ihren Genossenschaftsprinzipien treu und setzen auf eine Branchenlösung aus dem Netzwerk des Bauhandels, welche die Risikoerkennung für alle Beteiligten verbessern soll. Dies ganz im Sinne des Credos «Gemeinsam gegen Verluste».


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Über die Firmen

Creditreform ist der führende Schweizer Experte für Wirtschafts- und Bonitätsauskünfte sowie Inkassodienstleistungen aus einer Hand. Mit über 130 Jahren Erfahrung unterstützt Creditreform Unternehmen dabei, Forderungsausfälle zu vermeiden. 12'000 Mitglieder und Kunden vertrauen der umfangreichen Datenbank mit Unternehmens- und Personendaten sowie Zahlungserfahrungen von Mitgliedern für fundierte Entscheide. Website von Creditreform.

Die HGC ist eine Schweizer Genossenschaft, die seit über 125 Jahren die Baubranche mit Baumaterialien beliefert. Ihr Ziel ist es, das Bauen durch ein breites Sortiment – von Rohbau über Holzbau bis zu Gartenbau und Werkzeugen – einfach und effizient zu gestalten. Mit schweizweit über 50 Verkaufsstellen und Ausstellungen bietet die HGC kompetente Beratung und eine zuverlässige Logistik für Bauprofis. Website von HGC.

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