Nichtberufsunfall NBU

Finanzielle Folgen von Unfällen, welche nicht am Arbeitsplatz geschehen, werden von der NBU - Nichtberufsunfallversicherung gedeckt. Alle in der Schweiz beschäftigten Arbeitnehmenden müssen obligatorisch gegen Freizeitunfälle versichert werden, falls der Arbeitnehmer mindestens 8 Stunden pro Woche beim selben Arbeitgeber tätig ist. Die Versicherung gilt in der Regel räumlich unbegrenzt. Das heisst, der Arbeitnehmer ist sowohl auf dem Arbeitsweg wie auch auf Ferienreisen im Ausland von den finanziellen Folgen eines Unfalls geschützt.

Wer muss versichert werden?

  • Alle Mitarbeiter, die mehr als 8 Stunden pro Woche arbeiten.
  • Wer weniger als 8 Stunden pro Woche für einen Arbeitgeber arbeitet und nicht über den Arbeitgeber für NBU versichert ist, muss die Kosten für die NBU-Versicherung über die Krankenversicherung selbst tragen.
     

Wie hoch ist die Prämie für die Nichtberufsunfallversicherung? 

  • Die Prämie beläuft sich auf 1-2% des Bruttolohnes und kann dem Arbeitnehmer vom Lohn abgezogen werden. Dieser Prozentsatz wird aber oft vom Arbeitgeber übernommen.
     
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Auf welche Leistungen haben die Versicherungsnehmer Anspruch?

  • Heilbehandlung
  • Taggeld bis 80% des Lohnes bei teilweiser oder voller Arbeitsunfähigkeit
  • Invalidenrente bei bleibenden Unfallfolgen
  • Hinterlassenenrente an Witwe, Witwer sowie Kinder
     

Gut zu wissen: Egal ob Kündigung, Sabbatical oder freiwilliger Stellenwechsel, Ihre UVG-Versicherung (inklusive NBU) greift auch noch bis 31 Tage nach Verlassen der Arbeitsstelle. 


Die NBU-Mehrfachversicherung: Wer zahlt bei mehreren Arbeitsverhältnissen? 

  • Die Person ist bei mehreren Arbeitgebern tätig und bei allen auf NBU versichert: Ein Berufsunfall wird bei der Versicherung jenes Betriebs abgewickelt, in dem die verunfallte Person vor dem Unfall als letztes tätig war. 
  • Die Person arbeitet in mehreren Betrieben, erreicht aber in keinem Unternehmen die Grenze von 8 Stunden pro Woche: Die Person muss sich bei der eigenen Krankenkasse gegen die Folgen von Nichtberufsunfällen versichern.
     

Die Abredeversicherung: Versicherungsschutz auch nach der Kündigung 

Mit einer Abredeversicherung haben Sie die Möglichkeit, bei der Versicherung des Arbeitgebers den NBU-Versicherungsschutz um bis zu 6 Monate zu verlängern und so eine Versicherungslücke zu vermeiden. In folgenden Fällen empfiehlt sich eine Abredeversicherung:

  • Ihnen wurde gekündigt oder Sie verlassen freiwillig die Arbeitsstelle und haben länger als 31 Tage keine neue Anstellung.
  • Sie beziehen unbezahlten Urlaub, der über mehrere Monate geht. 
  • Sie reduzieren vorübergehend Ihr Arbeitspensum auf weniger als 8 Stunden pro Woche und möchten auch für Unfälle in der Freizeit den vollen Versicherungsschutz erhalten.

Mit einer Abredeversicherung haben Sie maximal 6 Monate lang dieselben Versicherungsleistungen zugute wie Angestellte, die in ihrer Freizeit einen Unfall haben.
 

Wie schliesst man eine Abredeversicherung ab? 

Die Abredeversicherung muss vor Ablauf der einmonatigen Nachdeckungsfrist bei der Versicherung des Arbeitgebers abgeschlossen werden, also spätestens am 31. Tag nach Ihrem letzten Arbeitstag.
Kosten: Die Prämie beträgt pro verlängertem Monat ca. 40-45 CHF. Die gewünschte Anzahl Monate legen Sie im Vorfeld fest. Nach der Bezahlung erhalten Sie einen international verwendbaren Versicherungsausweis.
 

Kann die Abredeversicherung gekündigt werden? 

Nein, die Abredeversicherung kann nicht gekündigt werden, Prämienrückerstattungen sind nicht möglich. Schliessen Sie daher die Abredeversicherung nur für die sicher benötigte Zeitdauer ab. Bei Bedarf kann die laufende Abredeversicherung zu einem späteren Zeitpunkt auf ein Maximum von 6 Monaten verlängert werden.