Invalidenversicherung (IV)

Die IV ist der bedeutendste Pfeiler der Invalidenvorsorge in der Schweiz (1. Säule). Wie die AHV ist sie eine obligatorische Versicherung. Sie hat zum Ziel, den Versicherten mit Eingliederungsmassnahmen oder Geldleistungen die Existenzgrundlage zu sichern, wenn sie invalid werden. Sie bildet zusammen mit der Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) und den Ergänzungsleistungen die erste staatliche Säule des schweizerischen Dreisäulensystems. 

Eingliederungsmassnahmen

Die IV hat den Auftrag Invalide und von Invalidität bedrohte Personen wieder in den Arbeitsprozess einzugliedern. Dazu stehen eine Reihe von Eingliederungsmassnahmen zur Verfügung (Umschulungen, Weiterbildungskurse, Einarbeitungszuschüsse, Berufspraktika etc.). 

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Renten

Eine Rente wird nur ausgerichtet, wenn nach Abschluss der Eingliederungsmassnahmen eine mindestens 40 % Invalidität vorliegt. Der Invaliditätsgrad bemisst sich, indem das Einkommen ohne Invalidität (Valideneinkommen) mit dem Einkommen, welches mit Invalidität nach Abschluss allfälliger Eingliederungsmassnahmen zumutbarerweise noch erzielt werden kann (Invalideneinkommen), verglichen wird. Das Invalideneinkommen stützt sich in der Regel auf Tabellenlöhne oder auf das tatsächlich erzielte Einkommen, welches trotz der gesundheitlichen Einschränkung erzielt wird, sofern dieses der vom IV-Vertrauensarzt empfohlenen Tätigkeit mit Gesundheitsschaden entspricht. Die daraus resultierende Erwerbseinbusse in Prozent entspricht dem Invaliditätsgrad.

Invaliditätsgrad
= 100 % Lohnsumme / Erwerbseinbusse x Valideneinkommen

Bei Personen die vor dem Eintritt der Invalidität nicht erwerbstätig waren, wird der Invaliditätsgrad aufgrund der Einschränkung im Haushalt ermittelt. Dazu ist eine Abklärung im Haushalt der versicherten Person notwendig, bei der die Abklärungsmitarbeiter der IV-Stellen den Aufgabenbereich, wie er vor Eintritt der Invalidität war, detailliert erheben. Aufgrund der Ergebnisse der Abklärung im Haushalt und einer vertrauensärztlichen Beurteilung des Berichts wird der Invaliditätsgrad festgelegt.
Bei teilerwerbstätigen Personen erfolgt die Bemessung des Invaliditätsgrads nach der sogenannt gemischten Methode. Dabei werden zwei Invaliditätsgrade errechnet. Einer für den Teil Erwerb und einer für den Teil Haushalt. Diese werden dann entsprechend Ihrem Anteil miteinander verrechnet.