Freelancer 

Falls Sie als Unternehmen Freelancer einsetzen möchten, sollten Sie gewisse rechtliche und finanzielle Risiken beachten. 

Freelancer – oft Grafiker, Informatiker oder Unternehmensberater - arbeiten unter eigenem Namen und auf eigene Rechnung sowie in unabhängiger Stellung und tragen ihr eigenes wirtschaftliches Risiko. Ob eine versicherte Person im Sinne der AHV selbständigerwerbend ist, beurteilt die AHV-Ausgleichskasse im Einzelfall. Ein freier Mitarbeiter übt keine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aus.

Es ist empfehlenswert, von Ihrem Auftragnehmer bereits vor Unterzeichnung des Auftrages eine Selbständigkeitsbescheinigung der AHV-Ausgleichskasse einzufordern. Verfügt ein Freelancer nicht über eine Bestätigung der Ausgleichskasse, gilt er im sozialversicherungsrechtlichen Sinne nicht als selbständigerwerbend.

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Nicht anerkannte Freelancer

Wird ein Freelancer bei einer AHV Kontrolle nicht als selbständigerwerbende Person anerkannt, drohen Ihnen und nicht dem Freelancer hohe Kosten:

  • Verzugszinsen
  • AHV-Beiträge bis zu 5 Jahre rückwirkend
  • Nachzahlung von Unfallversicherungs-Beiträgen über 5 Jahre.
  • Beiträge an die 2. Säule (BVG) über 5 Jahre

Daher ist es wichtig, genaue Abklärungen vor Einstellung des Freelancers zu treffen.

Bei Freelance gibt es keinen Koordinationsabzug: Der ganze Lohn wird versichert. Das hat Vorteile, besonders für Teilzeitbeschäftigte.

Spezifische Angebote für Freelancer

Das Drei-Säulen-Prinzip der Altersvorsorge in der Schweiz besteht aus der AHV, der beruflichen Vorsorge (BVG) und aus dem privaten Sparen (3. Säule). Die AHV ist für alle obligatorisch, die zweite Säule (BVG) für Angestellte. Weil Freelancerinnen und Freelancer aber meist von zahlreichen kleinen Aufträgen leben und keinen festen Lohn beziehen, fallen sie leicht durch die Maschen des sozialen Netzes.
Die Pensionskasse Freelance schliesst diese Lücke. Hier können sich all jene Freelancerinnen und Freelancer aus den Branchen Medien und Kommunikation anschliessen, deren Verdienst nicht automatisch oder nur teilweise bei den Vorsorgeeinrichtungen ihrer jeweiligen Arbeit- bzw. Auftraggeber versichert ist. Mit einer Pensionskasse sind neben den Altersleistungen von Gesetzes wegen immer auch Witwen- und Witwer-, Invaliden- und Kinderrenten abgesichert. Die 2. Säule ist deshalb weit mehr als Pflichtsparen fürs Alter.