Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV)

Die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) ist die obligatorische Rentenversicherung der Schweiz und soll den Existenzbedarf bei Wegfall des Erwerbseinkommens in Folge von Alter oder Tod des Versorgers oder der Versorgerin decken.

Zusammen mit der Invalidenversicherung und den Ergänzungsleistungen bildet sie die erste staatliche Säule des Dreisäulensystems und dient der angemessenen Sicherung des Existenzbedarfs. 
Frauen ab dem vollendeten 64. Altersjahr erhalten Altersrenten, Männer ab dem vollendeten 65. Altersjahr. Man könnte auch vor dem 64./65. Altersjahr AHV-Renten beziehen, jedoch nur unter bestimmten Auflagen und mit einer Rentenkürzung. Man kann den Bezug der AHV-Rente um bis zu fünf Jahre aufschieben. Abhängig von der Dauer des Aufschubs wird ein Zuschlag auf der Rente gewährt. Hinterlassenenrenten erhalten Witwen und Witwer, sofern sie unmündige oder in Ausbildung befindliche Kinder im gemeinsamen Haushalt haben.

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Organisation

Die AHV lässt sich strukturell mit der Invalidenversicherung vergleichen, mit der sie auch organisatorisch eng verbunden ist.

Versicherte

Obligatorisch bei der AHV versichert sind:

  • alle in der Schweiz wohnhaften Personen ab dem 20. Altersjahr (Erwerbstätige ab dem 18. Altersjahr), also auch Studierende und nicht erwerbstätige Personen. Ausgenommen hiervon sind jedoch Personen, die aufgrund zwischenstaatlicher Verträge (insb. der«Bilateralen II») in anderen Staaten pflichtversichert sind.
  • Arbeitnehmer, die im Ausland wohnen, aber in der Schweiz arbeiten.
  • Schweizer Bürger, die bei einem Schweizer Arbeitgeber im Ausland beschäftigt sind.

Freiwillig versichern lassen können sich:

  • Staatsangehörige der Schweiz, EU oder EFTA, die – mindestens 5 Jahre – obligatorisch bei der AHV versichert waren und unmittelbar danach Wohnsitz ausserhalb der Schweiz, EU und EFTA nehmen.
Leistungen

Bei Eintritt eines Leistungsanspruchs wird die Rente von der zuständigen Ausgleichskasse ausbezahlt. Die Renten werden alle zwei Jahre der Lohn- und Preisentwicklung angepasst (Mischindex). Wenn die Teuerung in einem Jahr höher als 4 % ist, wird die Rente früher angeglichen. Deckt die Rente den Existenzbedarf nicht, werden sogenannte Ergänzungsleistungen ausbezahlt.
Die Altersrente wird aufgrund des durchschnittlichen Jahreseinkommens ermittelt. Dazu sind die Beitragsjahre, das aufgewertete Erwerbseinkommen sowie die Erziehungs- und Betreuungsgutschriften massgeblich. Derzeit beträgt die Minimalrente 1'175, die Maximalrente 2'350 Franken pro Monat. Verheiratete erhalten zusammen maximal 150 % der Maximalrente (Plafonierung).