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Lohnerhöhung – so läuft die jährliche Lohnrunde glatt

Lohnerhöhung

Lohnerhöhung – gehen Sie fair und transparent vor

Sie möchten dieses Jahr eine Lohnerhöhung vornehmen? Eine faire und transparente Koordination dieses Prozesses hilft, Diskussionen um individuelle Forderungen von Mitarbeitenden zu vermeiden.

Eine generelle Lohnerhöhungsrunde – zum Beispiel zum Teuerungsausgleich – ist unkompliziert. Wichtiger ist es, dass Sie bei individuellen Lohnerhöhungen die Kriterien sorgfältig festlegen und kommunizieren.

Individuelle Lohnrunde

Sie verteilen eine festgesetzte Summe oder einen Prozentsatz des Totals aller Gehälter – zum Beispiel 1 Prozent – individuell auf die Angestellten. Dieses Vorgehen ist für die meisten Firmen sinnvoll und empfiehlt sich, wenn Sie Lohnbänder definiert haben. Für eine transparente Lohnrunde sollten Sie folgende Kriterien berücksichtigen:

  • Halten Sie die Lohnbänder in jedem Fall ein.
  • Honorieren Sie die gemessene gute Arbeitsleistung und das Potenzial der einzelnen Mitarbeitenden, die Sie aus der Mitarbeiterbeurteilung kennen.
  • Stellen Sie die Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern sicher (maximal +/– 5 Prozent Abweichung im Median der Geschlechter erlaubt).
  • Berücksichtigen Sie die relevante Berufserfahrung.
Keine Lohnerhöhung für …Nicht berücksichtigt werden bei solchen jährlichen Lohnerhöhungen in der Regel Mitarbeitende, die
  • eine ungenügende Mitarbeiterbeurteilung haben,
  • vor weniger als einem Jahr ins Unternehmen eingetreten sind,
  • einen befristeten Arbeitsvertrag haben,
  • in gekündigtem Arbeitsverhältnis stehen,
  • im entsprechenden Jahr (vorzeitig) pensioniert werden,
  • aufgrund eines unterjährigen Funktionswechsels oder aus anderen Gründen im entsprechenden Jahr bereits eine Lohnerhöhung erhalten haben,
  • über ihrem Lohnband eingestuft sind, zum Beispiel weil sie nach einer Reorganisation ein Recht auf Besitzstandswahrung haben, oder
  • länger als ein halbes Jahr abwesend waren (unbezahlter Urlaub oder Krankheit/Unfall).

    Vorgesetzte und Mitarbeitende informieren

    Wenn Ihr Unternehmen in verschiedene Abteilungen mit Abteilungsleitenden gegliedert ist, sind diese Vorgesetzten zuständig für die Verteilung der festgesetzten Lohnsumme auf die einzelnen Angestellten. Informieren Sie sie über die Kriterien und über den Terminplan, der einzuhalten ist.

    TippOb Sie allein für die Löhne zuständig sind oder ob dies Sache der Abteilungsleitenden ist – achten Sie auf eine transparente Information auch an die Mitarbeitenden. Diese sollen wissen, wie viel Geld zur Verfügung steht und nach welchen Kriterien es verteilt wurde. Am besten stellen Sie eine allgemeine Information zum Beispiel ins Intranet oder hängen sie am Schwarzen Brett aus und kommunizieren die individuelle Gehaltserhöhung in einem Einzelgespräch.

    Generelle Lohnerhöhung

    Bei solchen Lohnrunden – auch Giesskannenprinzip genannt – gewähren Sie allen Mitarbeitenden gleich viel Lohnerhöhung, entweder prozentual zum bisherigen Lohn oder einen fixen Betrag, den alle erhalten. Dieses Prinzip wird bei Lohnklassen verwendet, wo einzig das Dienstalter und die Berufserfahrung als Kriterium für die Entlöhnung zählen. Auch für den Ausgleich der Teuerung oder bei gesamtarbeitsvertraglichen Bestimmungen kann es zur Anwendung kommen.

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