Marketing

Newsletter – mit den Kunden in Kontakt

Newsletter

Newsletter als Lead Magnet

Auch wenn Social Media für die Verbreitung von Firmen- oder Produktnews an Popularität gewinnen, gehören Newsletter immer noch zu den wichtigsten Instrumenten zur Pflege Ihres Kundenstamms. 

In Zusammenhang mit der Kundenakquise ist ein Newsletters nichts anderes als ein Lead Magnet. Er soll also neue Leads – in diesem Fall Abonnenten – magnetisch anziehen.

Die Elemente Ihres Newsletters

Wenn Sie Newsletter-Inhalte generieren, haben Sie es mit fünf Elementen zu tun: 

  • Betreffzeile
  • Headline
  • Teaser
  • Inhalt
  • Bild

Das Layout (und die Tonalität) eines Newsletters sollte sich immer am Corporate Design (CD) der Marken- oder Unternehmenswebsite orientieren. 

Betreffzeile – der Türöffner

Die Betreffzeile muss ohne Bild funktionieren, alle Vorteile auf die Schnelle mitteilen und dem User in seinem übervollen Postfach ins Auge stechen. Eine gute Newsletter-Betreffzeile erfüllt daher folgende Kriterien:

  • Sie ist kurz und prägnant und bringt die zentrale Botschaft des Newsletters auf den Punkt. Der Adressat muss sofort erkennen, was er verpasst, wenn er die E-Mail ungelesen löscht.
  • Sie enthält nicht mehr als 40 bis 60 Zeichen. Je kürzer und prägnanter ein Betreff, desto besser ist er auch auf einem mobilen Endgerät erfassbar.
  • Am Anfang stehen die wichtigsten Trigger- und Reizwörter.
  • Das Angebot ist so konkret wie möglich formuliert. «Innovative Lösung» klingt sehr floskelhaft. Lösung wofür? Was heisst innovativ? Was ist das Produkt?
  • Die Betreffzeile darf durchaus provozieren. Überraschen Sie Ihre Abonnenten ab und zu mit originellen, frechen Betreffzeilen, die aus der Reihe tanzen. 
Gute Beispiele für Betreffzeilen
  • Sind Sie eine Schuhfetischistin, Frau Huber?
  • Skisaison – schon perfekt ausgerüstet?
  • Möbeln Sie Ihr Zuhause auf!
  • 10 Tipps für Ihre Steuererklärung
  • Wir geben zu Ihrer Bestellung eine Kaschmir-Creme dazu

Headline – für Aufmerksamkeit sorgen

Die Headline steht als Anführerin vor dem Inhalt. Sie gibt den Ton an und verfolgt ein klares Ziel: Der anschliessende Text soll gelesen werden. Dabei gibt es verschiedene Hebel, mit denen Sie die Aufmerksamkeit und das Interesse Ihrer Leser wecken können. Überprüfen Sie anhand der Liste, ob Ihre Überschrift zum Weiterlesen animiert. Erfüllt sie mindestens zehn der folgenden Kriterien? 

  • Aufmerksamkeit erregen
  • Unterhalten
  • Kundennutzen kommunizieren
  • Spannung erzeugen
  • Konflikt aufzeigen
  • Ein Image transportieren
  • Ein bestimmtes (Lebens-)Gefühl erzeugen
  • Denkanstösse geben
  • Neugierig machen
  • Informieren
  • Verkaufen
  • Sich beim Leser einprägen
  • Auf Anhieb verstanden werden
  • Überzeugen
  • Den Leser direkt ansprechen
  • Mit Fragen das Interesse des Lesers wecken
  • Provozieren
Gute Beispiele für Headlines
  • Eventbedarf: online bestellt, direkt zum Veranstaltungsort geliefert
  • Für immer ausgesorgt
  • Wie du die E-Mail-Flut in den Griff bekommst
  • 3800 Tote im Mittelmeer – allein in diesem Jahr
  • 18 unglaubliche Wege, wie Sie eine Katze baden können
  • Nicht du bist das Problem, sondern deine Freunde
  • GeHspräche – mehr als ein Geheimtipp
  • Wie sicher ist dein Blog vor einem Hackerangriff?
  • 13 Lügen, die Autoverkäufer immer wieder erzählen
  • Wie Ärzte mit Daten pfuschen: 5 Wege sich zu schützen

Teaser – zum Lesen verlocken

Ein guter Teaser schürt die Neugier auf einen damit verknüpften Inhalt oder ein damit verknüpftes Produkt: Er liefert bereits erste, kurze Antworten auf relevante W-Fragen, ohne jedoch zu viel zu verraten, damit die Klickmotivation des Lesers bleibt. Jeder Teaser kann eine Micro-Story sein – 280 Zeichen reichen oft schon. 

  • Packen Sie nur eine Botschaft in eine Aussage.
  • Halten Sie die Sätze kurz, vermeiden Sie Nebensatzmonster.
  • Schreiben Sie so, dass die Adressaten Sie verstehen.
  • Haben Sie Mut zur Lücke. Konzentrieren Sie sich auf einen wesentlichen Aspekt.
  • Konzentrieren Sie sich auf das, was die Story reizvoll macht – Konflikt!
Gute Beispiele für Teaser
  • Nein, die Warteschlange ist nicht mein neues Lieblingstier. Eher eins, um das sich in vielen Firmen keiner kümmert. Dazu heute eine Geschichte und verblüffende Tipps … 
  • Aus der Covid-19-Pandemie lernen Schweizer KMU, dass Vorbereitung für den Ernstfall zentral ist. Aber wie ist ein Unternehmen gut vorbereitet? Erkenntnisse aus den GoGlobal Days.
  • Heute geht es um eine «Spezialität» unter den Kundenkontakten, die allerdings regelmässig vorkommt. Wie reagieren, wenn ein Kunde oder eine Kundin stirbt?

Inhalt – die Leser bereichern

  • Im Inhaltsteil werden die eigentlichen Informationen verarbeitet, die durch Links und den Call-to-Action auf Ihre Angebotsseiten führen.
  • Stellen Sie die Interessen und Bedürfnisse der Newsletter-Abonnenten in den Mittelpunkt, bieten Sie spannenden und nutzwertigen Inhalt.
  • Sorgen Sie für die Individualisierung des Newsletters, indem Sie Ihre Abonnenten persönlich ansprechen.
  • Schaffen Sie für Ihre Abonnenten ein optimales Erlebnis. Achten Sie dabei auf intuitive Userführung, klare Strukturen und sinnvollen Aufbau sowie technisch einwandfreie Rahmenbedingungen.
  • Sprechen Sie Ihre Abonnenten auf der emotionalen Ebene an. Setzen Sie dafür Bilder ein, bereiten Sie Ihre Inhalte multimedial auf. 
  • Erzählen Sie Geschichten und unterhalten Sie Ihre Abonnenten mit spannenden Informationen rund um Ihre Produktwelten, ohne das Produkt selbst in den Vordergrund zu stellen.
  • Bieten Sie wertvolle und unterhaltsame Zusatzinformationen.
  • Senden Sie Ihren Abonnenten Vertrauenssignale, indem Sie im Newsletter Kontaktmöglichkeiten zu Ihnen einbinden.
Illustrationsbeispiel Aufbau Newsletter
Quelle: Businessmind GmbH

Bilder – Emotionen wecken

Anhand des Vorschaubilds entscheiden wir, ob wir weiterscrollen oder anhalten. Darum darf das Bild nicht zu komplex sein und muss entweder die Botschaft bereits ideal auf den Punkt bringen, zum Schmunzeln anregen oder besonders ungewöhnlich sein – wie im unten stehenden Beispiel aus einem Newsletter von Neumann Zanetti & Partner. Beliebigkeit wird von den Nutzern nicht goutiert.

Illustrationsbeispiel Newsletter Bilder
Quelle: NeumannZanetti & Partner GmbH

Newsletter erstellen – arbeiten Sie mit einem Tool

Den gleichzeitigen Versand von Hunderten von E-Mails deklarieren Hostingprovider wie Gmx, Gmail oder Bluewin als Spamaktion und sperren den Versender. Eine solche Sperrung kann dazu führen, dass Sie an diese Hostingprovider bzw. an Ihre eigenen Kunden gar keine E-Mails mehr versenden können, auch nicht innerhalb Ihrer normalen Geschäftskorrespondenz. Schützen Sie sich dagegen, indem Sie ein professionelles Newsletter-Tool benützen. Die besten Newsletter-Tools in der Schweiz finden Sie hier.

Rechtliche Fragen zum Newsletter

Die E-Mail-Adressen Ihrer bestehenden Kunden dürfen Sie ohne ausdrückliche Einwilligung für E-Mail-Marketing verwenden, wenn ...

  • ... Sie die Adressen von den Kunden selbst erhalten haben, zum Beispiel bei einer Bestellung – nicht aber, wenn sie aus Adressverzeichnissen oder von anderen Händlern stammen;
  • ... Sie die Kunden darauf hinweisen, dass sie den Newsletter ablehnen können – und zwar beim Erheben der Adresse wie auch bei jeder späteren Verwendung;
  • ... sich der Newsletter oder die E-Mail ausschliesslich auf Ihre eigenen Produkte und Dienstleistungen bezieht (keine Drittwerbung);
  • ... die im Newsletter erwähnten Produkte und Dienstleistungen eine Ähnlichkeit mit den von den Kunden zuvor gekauften Produkten oder Dienstleistungen aufweisen (gleicher Verwendungszweck, Zubehör oder Ergänzungswaren).

Halten Sie sich bei Ihren Newsletter-Versänden zudem an folgende Empfehlungen:

  • Verzichten Sie auf den Versand von Newslettern an Kunden, mit denen Sie während eines Jahres keinen Kontakt mehr hatten. Bitten Sie solche Kunden vor dem Versand um eine ausdrückliche Genehmigung.
  • Auf den Kauf von E-Mail-Adressen sollten Sie auf jeden Fall verzichten. 
  • Fügen Sie die Absenderangaben in Form eines Impressums in den Newsletter ein. Die Angaben können dabei entweder in den Newsletter selbst integriert sein oder auf einer Website publiziert werden, die vom Newsletter aus über einen Link zu erreichen ist. 
Gut zu wissenIm Newsletter muss die Identität des Absenders bekannt gegeben werden. Dazu gehören vollständige und korrekte Absenderangaben wie Name/Firma, Anschrift, E-Mail-Adresse und Telefonnummer (optional). Der Versender des Newsletters muss gewährleisten, dass er unter den gemachten Angaben tatsächlich erreichbar ist.