Informationen für KMU

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Sozialversicherungen

Was muss ein KMU über Sozial­versicherungen wissen?

AGs, GmbHs etc. haben andere Vorschriften im Bereich der Sozialversicherung als eine Einzelfirma. Prüfen Sie diese Bereiche je nach Rechtsform:


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Besonderheiten der Sozial­versicherung

Die einzelnen Sozialversicherungen haben unterschiedliche Bedeutungen für KMU in der Schweiz. Es bestehen grosse Unterschiede, ob eine Person selbständig erwerbend oder in einem Anstellungsverhältnis ist.


KMU Versicherung – Über­sicht

Eine Übersicht der wichtigsten Sozialversicherungen (z.B. KTG, UVG) und Unternehmensversicherungen (z.B. Betriebshaftpflichtversicherung, Rechtsschutz) finden Sie zusammengefasst in unserem Video


Krankentaggeld Ver­sicherung

Die Taggeldversicherung ist nicht Gegenstand der obligatorischen Sozialversicherung. Bei bestehenden Arbeitsverhältnissen ist eine Lohnfortzahlung bei Krankheit vorgeschrieben. Der Arbeitgeber kann für seine Angestellten eine Taggeldversicherung abschliessen, um das Risiko der Lohnfortzahlung ohne Gegenleistung abzudecken. Für Einzelfirmen gibt es spezielle Angebote. Als Einzelfirma sollte sich der Unternehmer für den Krankheitsfall absichern, da oft während dieser Zeit kein Umsatz mehr erwirtschaftet werden kann und somit ein grosses finanzielles Risiko besteht.


BVG / 2. Säule / Pensions­kasse

Ist der Rechtsmantel eines KMU eine AG, GbmH etc., sind alle darin mitarbeitenden Personen Angestellte, auch die Aktionäre und Inhaber unterstehen den Vorschriften für Mitarbeiter. Hier muss für jeden Mitarbeiter gemäss den Richtlinien das BVG abgeschlossen werden. Mitarbeiter von Einzelfirmen unterstehen dieser Pflicht auch, nicht aber die Inhaber einer Einzelfirma. Diesen stehen die üblichen Pensionskassen Angebote nicht zur Verfügung. Für Inhaber einer Einzelfirma gibt es Angebote aus der Säule 3a und 3 b, die zum Teil auch steuerabzugsfähig sind. Möchte man im Alter nicht ohne eine regelmässige Rente dastehen, empfiehlt es sich, ein passendes Angebot abzuschliessen.


Haf­tung des Verwaltungs­rates

Der Verwaltungsrat haftet solidarisch für alle nicht einbezahlten Sozialversicherungsleistungen. Geht eine Firma Konkurs und kann aus der Konkursmasse die ausstehenden Sozialversicherungsforderungen nicht beglichen werden, muss der Verwaltungsrat mit seinem Privatvermögen dafür aufkommen. Dies kann nicht umgangen werden. Der Verwaltungsrat sollte deshalb sicherstellen, dass diese Zahlungen regelmässig durchgeführt werden.


Freelancer

Nicht jeder Freelancer wird von der AHV als selbständig Erwerbender akzeptiert. Für Freelancer, die von der AHV akzeptiert sind, müssen Sie als Auftraggeber keine Versicherungen abschliessen. Alle anderen verdienen den Status Freelancer nicht und sind eigentlich normale Vollzeit- oder Teilzeitangestellte, die den üblichen Vorschriften unterliegen. Es lohnt sich, diesen Fall genau zu klären, da grosse Kosten entstehen können.


Was ist bei Stellenantritt zu tun?

Bei Stellenantritt eines neues Arbeitnehmers müssen Sie den Arbeitnehmenden bei einer Ausgleichskasse anmelden. Der Sozialversicherungsausweis muss überprüft und die Person bei der Pensionskasse angemeldet werden (bei einem unbefristeten Arbeitsverhältnis und einer Jahreslohnsumme über 21'150 CHF). Allenfalls müssen Sie die angegebene Jahreslohnsumme bei Ihrer Versicherung für das UVG und KTG erhöhen, um per Ende Jahr keine bösen Überraschungen in Form von hohen Abschlussrechnungen zu erhalten.


Was ist bei Beendigung des Arbeits­verhältnisses zu tun?

Eine Abmeldung der austretenden Person ist nur bei der Pensionskasse vorzunehmen. Auszutretende sind vom Arbeitgeber darauf hinzuweisen, dass in der Unfallversicherung die Möglichkeit besteht, in eine Einzelversicherung überzutreten, welche von der Person selbst bezahlt werden muss. Der Versicherungsschutz des Arbeitgebers läuft nach einem Monat ab. Nimmt die Person eine neue Arbeitsstelle auf, ist sie automatisch beim neuen Arbeitgeber versichert. Andernfalls muss Sie die Krankenkassenversicherung entsprechend ergänzen.

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