Eingeschränkte Revision

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Revision

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Eingeschränkte Revision – Pflicht oder Verzicht

Die eingeschränkte Revision betrifft die Rechtsformen AG und GmbH sowie Genossenschaften und Stiftungen, welche nicht ordentlich revisionspflichtig sind. Diese Kriterien entscheiden, ob die eingeschränkte Revision für Sie Pflicht oder Verzicht ist:

  • Anzahl Mitarbeiter
  • Beurteilung Aktionäre/Gesellschafter
  • Je nachdem führen Sie ein Opting-up (Pflicht) oder Opting-out (Verzicht) durch

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Eingeschränkte Revision – Übersicht

Ein Revisor prüft die internen Geschäftsprozesse eines Unternehmens und überschaut somit die ganze Unternehmensstruktur. Ein guter Revisor zeichnet sich durch seine schnelle Analyse und seine Berufserfahrung aus. Professionelle Revisoren verfügen über die Fähigkeit, Zusammenhänge schnell zu erkennen und logische Schlüsse zu ziehen. Ein professioneller Revisor bringt überzeugende Verbesserungsvorschläge und tritt überzeugend und selbstbewusst auf.

Eingeschränkte Revision: Opting-up oder Opting-out

Die Mehrheit aller Unternehmen, bei welchen eine Revision durchgeführt wird, wählen eine eingeschränkte Revision. Einzelfirmen und Personengesellschaften sind nicht zur Revision verpflichtet.

Von einem Opting-up spricht man, wenn ein Unternehmen, welches zur eingeschränkten Revision verpflichtet ist, sich freiwillig für eine ordentliche Revision entscheidet. Verzichtet ein Unternehmen auf die Prüfung der Buchführung, handelt es sich um ein Opting-out.

Gründe für eine eingeschränkte Revision
  • Gegenüber einer ordentlichen ist die eingeschränkte Revision kostengünstiger
  • Im Vergleich zu einem Verzicht auf die Revision muss gegenüber Banken, Versicherungen, Kunden und Lieferanten ein Nachweis zur redlichen Geschäftsführung erbracht werden
Gründe für ein Opting-up
  • Verwaltungsrat zeigt dadurch Verantwortung
  • Sicherheit für Gesellschafter
  • Positives Signal für Banken, die das Risiko der Firma beurteilen
Gründe für ein Opting-out
  • Keine Kosten
  • Sinnvoll, wenn Unternehmung grösstenteils eigenfinanziert ist


Vorgehen beim Verzicht auf Revision

Wenn alle Voraussetzungen (weniger als 10 Vollzeitstellen, Einverständnis aller Aktionäre/Gesellschafter) erfüllt sind, kann eine Unternehmung auf die Revision verzichten. Das Vorgehen bei einem solchen Verzicht ist bei einer Neugründung anders als bei einer bestehenden Unternehmung:

  • Neugründung: Der Revisionsverzicht ist in der Gründungsurkunde festhalten. Dafür wird eine Verzichtserklärung aller Gesellschafter oder ein vom Vorsitzenden und Protokollführer unterzeichnetes Protokoll der Generalversammlung über den einstimmigen Verzicht benötigt.
  • Bei einer bestehenden Unternehmung muss entweder eine schriftliche oder stillschweigende Zustimmung erfolgen. Die Aktionäre werden informiert und können innert einer angemessenen Frist ihre Zustimmung/Ablehnung äussern. Es muss ihnen mitgeteilt werden, dass ohne Meldung der Verzicht als stillschweigend angenommen gilt.
     

Eingeschränkte Buchführung – Prüfungsinhalte

Für die eingeschränkte Buchführung prüft der Revisor die Jahresrechnung. Diese beinhaltet die Bilanz-, Erfolgs- und Mittelflussrechnung. Der Wirtschaftsprüfer bestätigt daraufhin, dass er keine Hinweise auf Widersprüche mit dem Gesetz oder mit den Statuten gefunden hat. Da keine vollumfassende Prüfung wie bei der ordentlichen Revision durchgeführt wird, genügt eine negative Aussage des Revisors. In der Schweiz ist eine Tendenz spührbar, dass KMUs zunehmend dazu übergeben die Buchführung Treuhänder abgeben.
 

Sacheinlageprüfung durch Revisor

Bei der Sacheinlagegründung (auch genannt qualifizierte Gründung) oder Kapitalerhöhung mit Sacheinlage sind Unternehmen gesetzlich verpflichtet, den Sacheinlagebericht durch einen Revisor prüfen zu lassen. In beiden Fällen ist ein Sacheinlagebericht erforderlich, worin Art, Zustand und Bewertung der Sachwerte beschrieben wird. Um das Bewertungsrisiko zu reduzieren, muss die Sacheinlageprüfung von einem staatlich zugelassenen Revisor geprüft werden.
 

Buchführungspflicht Genossenschaft, Verein und Stiftung

Die Buchführungspflicht kann sich unterscheiden. Bei einer Genossenschaft gelten die aktienrechtlichen Bestimmungen. Vereine und Stiftungen hingegen sind speziellen Gesetzen unterworfen.


Vereine

Voraussetzungen: Die Schwellenwerte, bei welchen ein Verein eine ordentliche Revision durchführen muss, sind tiefer als diejenigen der anderen Gesellschaftsformen. Mindestens zwei der Anforderungen müssen in zwei aufeinanderfolgenden Jahren erfüllt sein:

  • Bilanzsumme > 10 Mio. CHF
  • Umsatz > 20 Mio. CHF
  • Anzahl Vollzeitstellen > 50 im Jahresdurchschnitt

Werden die Anforderungen erfüllt, so ist auch ein Eintrag im Handelsregister von Gesetzes wegen vorgeschrieben.
Bei geringeren Werten besteht keine Pflicht zur eingeschränkten Revision ausser sie wird ausdrücklich von einem relevanten Vereinsmitglied beantragt oder wenn ein Vereinsmitglied, das einer persönlichen Haftung oder einer Nachschusspflicht unterliegt, dies verlangt.

 
Stiftung

Voraussetzungen: Für eine Stiftung besteht eine ordentliche Revisionspflicht wenn zwei der drei folgenden Anforderungen in zwei aufeinander folgenden Geschäftsjahren erfüllt wurden:

  • Bilanzsumme > 20 Mio. CHF
  • Umsatzerlös > 40 Mio. CHF
  • Jahresdurchschnitt der Vollzeitstellen > 250

Die Befreiung von der Revisionspflicht durch die Aufsichtsbehörde kann erfolgen wenn:

  • Bilanzsumme < 200'000 CHF
  • Die Stiftung öffentlich nicht zu Spenden oder ähnlichem aufruft
  • Revision ist nicht für die zuverlässige Vermögens- und Ertragslage notwendig

Grundsätzlich muss jede Stiftung eine ordentliche oder eingeschränkte Revision durchführen. Nur unter gewissen Bedingungen kann die Aufsichtsbehörde die Stiftung davon befreien. 

Möchte man sich von der Revisionspflicht befreien muss man dies im Handelsregister eintragen und in der Stiftungsurkunde den Verweis vermerken.


Beispiele für eingeschränkte Revision Offertenanfragen:

Revisor für Tierschutz-Stiftung

Eine gemeinnützige, nicht gewinnorientierte Stiftung im Bereich Tierschutz / Nutztiere benötigt ab sofort für den Eintrag ins Handelsregister einen Revisor. Die Buchhaltung wird aktuell intern erledigt. Es handelt sich um eine eingeschränkte Revision.

Revisor für Rechtsform-Umwandlung

Eine Firma, die neu in eine GmbH umgewandelt wird, benötigt einen Revisor. Man muss den Revisor bereits zum Gründungszeitpunkt der GmbH bekannt geben. Der Kaufinteressent ist Treuhänder der Firma. 

Weitere Angaben:

Eingeschränkte Revision
Jahresumsatz: 2 - 2.5 Mio. CHF
Man hat das Hotel gepachtet  (selbst finanziert)
die Buchhaltung macht ein interner Mitarbeiter.
die Revision wird üblicherweise im Mai gemacht
die GV findet nach der Revision statt. 


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