Reanimation durch Defibrillator

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Defibrillator

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Reanimation durch Defibrillator

Wenn ein Herz nicht mehr schlägt, zählt jede Sekunde. Massnahmen zur Reanimation müssen sofort eingeleitet werden. Neben der Herzdruckmassage und der Beatmung kann die Überlebenschance durch den Einsatz eines Defibrillators erhöht werden. Im medizinischen Notfall müssen diese Massnahmen ausgeführt werden: 

  • Atmung prüfen und nach Hilfe rufen (Rufnummer 144)
  • Bei fehlender Atmung mit Herzdruckmassage beginnen
  • Defibrillator anfordern/holen
  • Anweisungen des Defibrillators befolgen

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Wiederbelebung mit AED Defibrillator

Defibrillatoren müssen überall sofort einsetzbar sein. Öffentlich zugängliche Defibrillatoren (AED Defibrillatoren) sind im Notfall die einzige Möglichkeit, ein Herz wieder zum rhythmischen Schlagen anzuregen. Die neuesten Defibrillatoren für Laien analysieren die Herztätigkeit des Patienten über Elektroden und geben automatisch Stromimpulse ab, sofern diese benötigt werden. Die Anwendung dieser Defibrillatoren ist so einfach wie möglich gehalten. Die AED Defibrillatoren funktionieren automatisch und sind häufig mit Sprachassistenten ausgestattet.
 

AED im öffentlichen Bereich und Unternehmen

Ein AED Defibrillator hat den Vorteil, dass er auch von Laien benutzt werden kann. Er empfiehlt sich daher für Unternehmen und den öffentlichen Bereich. Die Schweizerische Herzstiftung empfiehlt die Anschaffung eines AED Defibrillators für diese Unternehmen und Institutionen: 

  • Schulen, Universität
  • Einkaufszentren
  • Hotel, Restaurants
  • Öffentliche Verwaltungen
  • Grossanlässe
  • Transportunternehmen
     

Betriebliches Notfallkonzept

Bei einem Herzstillstand sind die Mitarbeiter auf sich alleine gestellt, bis First Responder oder Rettungsdienst eintreffen. Weil im Notfall jede Minute entscheidet, ist für jedes Unternehmen ein betriebliches Notfallkonzept Pflicht. Hierzu gehört unter anderem Stand der Mitarbeiterausbildung, Vollständigkeit des Erste-Hilfe-Materials, Notfallnummern etc.
 

Defibrillator – Anwendung

Falls möglich sollte eine zweite Person den Defibrillator holen, da der Patient nicht alleine gelassen werden sollte. Wenn der Defibrillator eingetroffen ist, müssen 2 Elektroden am Körper des Betroffenen aufgeklebt werden, da Analyse und Schock über die beiden Elektroden verlaufen. Hier eine kurze Anleitung zur Anwendung von AED-Defibrillatoren: 

  • AED-Defibrillator einschalten
  • Defibrillator-Elektroden aufkleben, die rechte Elektrode (wie abgebildet) zwischen Schlüsselbein und Brustwarze, die linke Elektrode seitlich am Körper befestigen
  • Den Anweisungen des Geräts folgen (auf Bildschirm und via Sprachassistent) 
  • Der automatisch ausgeführte Schock wird dann freigegeben, sofern er für den Patienten von Nutzen ist
     

Herzdruckmassage – Wichtigster Vorgang der Reanimation

Mit einer Herzdruckmassage wird dafür gesorgt, dass das Blut und somit der Sauerstoff weiter im Körper des Betroffenen zirkuliert. Dabei muss die betroffene Person auf den Rücken gelegt werden und der Oberkörper frei sein. Die reanimierende Person sollte eine kniende Position an der Seite etwa auf Brusthöhe des Betroffenen einnehmen. Danach eine Hand auf das Brustbein des Betroffenen legen und die zweite Hand darauf. Die Arme senkrecht durchstrecken und möglichst 100 Mal pro Minute kräftig auf das Brustbein drücken. Nach 30 Mal drücken sollte 2 Mal eine Mund-zu-Mund-Beatmung durchgeführt werden, danach wiederholt sich der Ablauf. 
 

First Responder – Geschulte Ersthelfer

Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand sinkt mit jeder Minute die Überlebenschance um 10 Prozent. Da von der Alarmierung bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes durchschnittlich 10-12 Minuten vergehen, existieren sogenannte First Responder (“Erstantwortende”), welche lebensrettende Sofortmassnahmen ausüben, bevor der Rettungsdienst vor Ort ist. Diese geschulten Ersthelfer werden via Notrufzentrale alarmiert und betreuen den Patienten bis zum Eintreffen der Rettungsdienste.
 

Häufige Fragen zur Reanimation                                                                                
 

Wann muss eine Wiederbelebung durchgeführt werden?

Voraussetzung für eine Reanimation ist eine bewusstlose Person ohne normale Atmung. Bei Atemstillstand und/oder Bewusstlosigkeit des Betroffenen sowie bei Schnappatmung (Unterversorgung mit Sauerstoff) muss sofort die Wiederbelebung eingeleitet werden. 

Wann darf mit der Reanimation aufgehört werden? 

Wenn die betroffene Person klare Lebenszeichen (Atmung, Bewegung) zeigt, kann, sofern eine normale Atmung erkennbar ist, mit der Reanimation aufgehört werden. Ansonsten sollte die Reanimation durchgehend (bis der Rettungsdienst erscheint) durchgeführt werden. 

Wie erfolgreich sind Reanimationen? 

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Patient überlebt, hängt vor allem vom Gesundheitszustand ab, in welchem der Patient sich vor der Reanimation befunden hat. Grundsätzlich gilt: mit jeder Minute, in der nichts passiert, verschlechtert sich die Überlebenschance weiter. 

Welche Folgeschäden kann eine Wiederbelebung haben? 

Die meisten Folgeschäden entstehen durch zu langen Sauerstoffmangel im Gehirn. Diese Schäden sind in der Regel irreversibel. Das Gehirn erleidet bei Sauerstoffmangel schon nach etwa 2 - 3 Minuten erste Schäden. Mehr als 10 Minuten Sauerstoffmangel überlebt das Gehirn in der Regel nicht. Folgeschäden sind nicht zwangsläufig sofort nach der Wiederbelebung erkennbar, manche Betroffene erleiden Folgeschäden erst nach einer gewissen Zeit. 
 

 

Medienberichte über Gryps:

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