8 Tipps für die Wahl der passenden Pensionskasse

Die Altersvorsorge der Schweiz befindet sich schon länger im Wandel. Aktuell werden Reformen diskutiert und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis es zu einer Lösung kommt. Deshalb lohnt es sich umso mehr, die bestehende Versicherung zu prüfen und eventuell eine zeitgemässere Lösung für sich und Ihre Mitarbeitenden zu wählen. Hier unsere Tipps für den Pensionskassenwechsel: 


1. Vermeiden Sie langjährige Verträge

Versicherungen sind ein Vertrauensgeschäft, deshalb waren früher auch Verträge über 5 Jahre und mehr keine Seltenheit. Heute sind 3- bis 5-Jahresverträge üblich, die sich nach Ablauf stillschweigend um ein Jahr verlängern. Doch solche langjährigen Verträge sind kaum noch zeitgemäss. Die Pensionskassen stehen einem Wandel gegenüber und dem aktuell schwierigen Thema Altersvorsorge kontern sie mit neuen, attraktiven Lösungen für Unternehmen und Mitarbeitende. Wenn Sie als Arbeitgeber auf Flexibilität und Handlungsspielraum Wert legen, empfehlen sich deshalb kürzere Verträge über maximal 3 Jahre. 


2. Beachten Sie aber die Ausstiegsklauseln bei kurzjährigen Verträgen

Bieten Pensionskassen Verträge über weniger als 5 Jahre Laufzeit an, können Ausstiegsklauseln und Auflösungskosten bei der Kündigung zu einer bösen Überraschung führen. Prüfen Sie diese deshalb vor Unterzeichnung des Vertrags und handeln Sie unbedingt günstige Konditionen aus. 

 

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3. Fragen Sie nach günstigeren Konditionen bei Ihrer Pensionskasse

Wenn Sie mit Ihrer Pensionskasse zufrieden sind und auch bei dieser bleiben möchten, heisst das noch lange nicht, dass Sie als bestehender Kunde auf Rabatte, Angebote und Vertragsanpassungen verzichten müssen. Allerdings werden Ihnen günstigere Konditionen selten von der Versicherung selber angeboten. Fragen Sie aktiv nach, damit Sie nicht benachteiligt werden und von Prämienreduktionen oder anderen Vorteilen profitieren können. 


4. Wie zeitgemäss ist Ihre Pensionskasse?

Die Prämienkosten und Versicherungsleistungen sollten nicht die einzigen Kriterien bei der Wahl einer Pensionskasse sein. Der administrative Aufwand, der mit Neuanmeldungen, Mutationen, Lohnerhöhungen, Pensionierungen etc. einhergeht, ist nicht zu unterschätzen. Umso wichtiger ist es, dass die Meldung dieser Änderungen online, digital und einfach geschehen kann. Pensionskassen, die die meisten Formulare noch auf Papier handhaben, gehen nicht mit der digitalisierten Schweizer KMU Welt. Möchten Sie Ihre Pensionskasse wechseln? Dann ziehen Sie am besten auch das Vorhandensein von Online-Tools und Webportalen in Ihre Suchkriterien mit ein.


5. Prüfen Sie bei Bedarf auch Kaderlösungen für Ihre Mitarbeitenden

Mitarbeitende mit einem Lohn über 86'040 CHF (Stand 2021) geraten mit einer normalen BVG-Lösung in Unterdeckung. Genau zu diesem Zweck gibt es die Kaderlösung, welche das Überobligatorium versichert. Mit einer Kaderlösung kann die Altersvorsorge individualisiert und auf die Bedürfnisse Ihrer MItarbeitenden ausgerichtet werden. Das nützt schlussendlich nicht nur diesen, sondern auch dem Unternehmen. Denn attraktive Versicherungsleistungen sind ein wichtiges Kriterium für Angestellte und können diese ans Unternehmen binden. 


6. Auch als Selbstständigerwerbende/r sollten Sie Vorsorgelösungen prüfen

Für Selbstständigerwerbende ist die berufliche Vorsorge nicht obligatorisch, aber eine Lösung für das Alter macht auf jeden Fall Sinn. Selbstständigerwerbende können sich der Pensionskasse ihrer Angestellten anschliessen, bei der Pensionskasse des Berufsverbands anfragen oder der Stiftung Auffangeinrichtung beitreten. Steuerlich lohnt sich der Anschluss an eine Pensionskasse jedoch erst bei einem höheren Einkommen. Auch Lebensversicherungen oder Einzahlungen in die Säule 3a (bis zu 20% für Selbstständigerwerbende) sind üblich und inzwischen gibt es auch Pensionskassen, die Angebote für Selbstständigerwerbende führen. 
 

7. Planen Sie frühzeitig Ihre Pensionierung

Auch wenn Sie noch einige Jahre von Ihrem Ruhestand trennen, lohnt es sich, mit der Pensionsplanung frühzeitig anzufangen. Neben der Säule 3a gibt es weitere Möglichkeiten, Ihr Kapital oder die Rente im Alter zu optimieren. Als Arbeitgeber können Sie mit Ihrem Versicherungspartner auch Ihre Mitarbeitenden darauf hinweisen, eventuell sind auch individuelle Kombiangebote möglich. Besonders diese Punkte sollten Sie beachten: 

  • Konditionen für Hinterbliebenenleistungen prüfen: Viele Pensionskassen knüpfen Zahlungen an Hinterbliebene an Bedingungen wie eine Mindestehedauer oder gemeinsame Kinder. Prüfen und verhandeln Sie diese für Ihre Mitarbeitenden und machen Sie sie darauf aufmerksam.
  • Einkäufe in die Pensionskasse prüfen: Mit freiwilligen Einzahlungen in die Pensionskasse kann nicht nur die Rente erhöht werden, je nach Vertrag wirken diese sich auch auf die Todesfall- und Invaliditätsleistungen aus. 
  • Regelmässige Rentenzahlungen oder Auszahlung des Kapitals? Mit der Entscheidung sollte man sich frühzeitig beschäftigen. Je nach Wahl können durch verschiedene Massnahmen noch Optimierungen erzielt werden. Auch eine Mischform ist möglich. Wichtig ist auch, die Fristen im Auge zu behalten, denn die Anmeldung eines Kapitalbezugs kann bis zu 12 Monate Zeit in Anspruch nehmen. 


8. Vergleichen Sie Offerten, um das beste Angebot zu finden

Vergleichen Sie Gleiches mit Gleichem! Die gewählten Prozentsätze aus dem Sparanteil und dem Risikoanteil sollten in jeder Offerte gleich festgelegt werden. Fragen Sie auch nach Zusatzleistungen (z.B. Online-Tools) und achten Sie beim Abschluss auf die Vertragslaufzeit. 

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