Unfallversicherung: UVG Obergrenze steigt an

Am 1. Januar 2016 erhöht der Bundesrat den Höchstbetrag des versicherten Lohnes in der Unfallversicherung von bisher 126’000 auf 148’200 Franken pro Person und Jahr. Es wird damit sichergestellt, dass in der Schweiz 92 Prozent aller Arbeitnehmer zum vollen Lohn versichert sind. 

Der Höchstbetrag des versicherten Lohnes ist massgebend für die Berechnung der Prämien und der versicherten Geldleistungen bei der obligatorischen Unfallversicherung gemäss UVG. Der versicherte Höchstbetrag wurde seit der Einführung der Unfallversicherung im Jahr 1984 fünf Mal angepasst. Die letzte Anpassung erfolgte im Jahr 2008, wobei die Erhöhung von 106’800 CHF auf 126’000 CHF ebenfalls etwas über zwei Prozent betrug.

Veränderung des versicherten Höchstbetrages

Die Arbeitnehmer mit einem Bruttoeinkommen von mehr als 126’000 CHF profitieren von dieser Erhöhung bei den Leistungen der Unfallversicherung. Der Höchstbetrag des versicherten Lohnes wird wie folgt angehoben:

  • CHF 148’200  pro Person und Jahr
  • CHF 12’350    pro Person und Monat
  • CHF 406         pro Person und Tag

Dieser Höchstbetrag bildet die neue Grundlage für die Berechnung der Beiträge und Leistungen der versicherten Geldleistungen für die obligatorische Unfallversicherung UVG. Von der Erhöhung betroffen sind alle in der Schweiz beschäftigten Personen, welche einen AHV-pflichtigen Lohn von mehr als 126’000 CHF beziehen sowie die Arbeitgeber, welche einen Mitarbeiter mit einem Lohn von mehr als CHF 126’000 beschäftigen. Freiwillig ist die Unfallversicherung für Eigentümer von Einzelfirmen sowie Selbständigerwerbende und deren Familienangehörige, die keinen AHV-pflichtigen Barlohn beziehen. Die Anpassung des versicherten Höchstbetrages erfolgt für alle obligatorisch versicherten Personen sowie für die Arbeitgeber automatisch am 1. Januar 2016.

Jetzt UVG Lösungen und Anbieter vergleichen                                                          -> JETZT OFFERTEN ERHALTEN
Auswirkungen auf den Arbeitgeber

Für die Arbeitgeber bedeutet die Veränderung des versicherten Höchstbetrages höhere Prämien für die obligatorische Unfallversicherung sowie für die Arbeitslosenkasse. Ab dem neuen Jahr müssen die neuen Prämien für die höhere Versicherungssumme von 148’2000 CHF bezahlt werden. Die Prämien für die Freizeitunfälle können dem Mitarbeiter vom Lohn abgezogen werden und so die Arbeitgeber bei der Prämienrechnung entlasten. Das Lohnprogramm sollte deshalb ab diesem Zeitpunkt gegebenenfalls geändert und angepasst werden. Weiter sinken die Prämien der Arbeitgeber für die Unfall-Zusatzversicherung, sofern eine abgeschlossen wurde. Die Arbeitgeber erhalten zudem neu mehr Lohnersatz für die Lohnfortzahlung von der Unfallversicherung.

Auswirkungen auf die Arbeitnehmer

Die Arbeitnehmer erhalten mit der neuen Regelung höhere Taggelder aus den obligatorischen Versicherungen, der Arbeitslosenkasse, der Invalidenversicherung sowie der Unfallversicherung UVG. Sie sind künftig bis zu einem Monatslohn von 11’400 CHF bei 13 Monatslöhnen versichert. Somit erhalten die Arbeitnehmer bei Erwerbsunfähigkeit 80 Prozent ihres versicherten Lohns als Taggeld ausbezahlt. Bezüglich den höheren Prämien steigen für die Arbeitnehmer die Beiträge für die Nichtberufsunfälle sowie für die Arbeitslosenversicherung.

Tipps für die Arbeitgeber
  • Um einen Überblick betreffend den Prämienkosten zu erhalten, die Auswirkungen simulieren und die Zahlen als Basis für die Budgetrechnung verwenden
  • Bei nahmhaften Verschiebungen von Lohnsummen die Anpassung der Vorausprämie bei der UVG- und UVG-Zusatzversicherung prüfen
  • Aktualisierung der Mitarbeiterinformationen und diese informieren

Zum Schluss gilt es das Lohnbuchhaltungssystem mit den neuen Daten zu aktualisieren und auf den neusten Stand zu bringen.

 Datei 28.05.15 10 54 03.png GRYPS Offertenportal AG
Obere Bahnhofstrasse 58
8640 Rapperswil
055 211 05 30
www.gryps.ch
Mark Müller ist bei GRYPS Offertenportal AG im SEO-Team und kümmert sich um die Produkttexte.
zurück