Gleitende Arbeitszeit sinnvoll einsetzen

von Pius Käppeli, ClickTime AG

Die gleitende Arbeitszeit hat zum Ziel, die Arbeitszeit zu flexibilisieren und zu individualisieren. Dabei ist zu beachten, dass die Freiheiten bei der Arbeitszeitfestlegung unbedingt geregelt werden sollten. Dazu gehört nicht zuletzt eine saubere Zeiterfassung, welche die exakten Präsenzzeiten festhält.

Gleitzeit

Der Rahmen der gleitenden Arbeitszeit beinhaltet einerseits die flexiblen Randzeiten am Morgen, über Mittag und am Abend sowie andererseits die fixen Block- bzw. Kernzeiten, an welchen eine zwingende Anwesenheit gefordert wird. Der Umfang der Blockzeiten nimmt insbesondere Rücksicht auf die Erfordernisse der betrieblichen Abläufe, welche eine vollständige Präsenz der gesamten Belegschaft notwendig machen.

Gleitzeitsaldo verwalten

Grosse Diskussionen wirft oftmals die Grösse eines erlaubten Gleitzeitsaldos auf. Eine fixe Empfehlung für die Höhe kann nicht gemacht werden. Der Bereich eines Minus-Saldos bis zu einem Plus-Saldo soll den Schwankungen des Arbeitsanfalles angepasst werden. Mit einem klaren Rahmen nimmt man den Mitarbeiter in die Pflicht, die Vorgaben entsprechend zu organisieren und einzuhalten.
Eine ausgeglichene und optimale Ausgestaltung der Vorgaben soll aber auch die Verwaltung und Überwachung erleichtern und wenig Arbeit bei Vorgesetzten und Personalverantwortlichen erzeugen.

Bezahlte Kurzabsenzen reduzieren

Bei der Ausgestaltung der flexiblen Arbeitszeit können gleichzeitig die Absenzen für Arztbesuche, Behördengänge etc. reduziert werden, indem hier auf die flexiblen Randzeiten verwiesen wird.

Angeordnete Überzeiten trennen

Bei ausserordentlichen Begebenheiten wie z.B. Messen, Auslandreisen, Inventuren etc. fallen oftmals auch ausserordentliche Arbeitszeiten an, welche mit den Vorgaben der Gleitzeit kollidieren, da hier rasch die Grenzen gesprengt werden.
Deshalb sollten diese Ereignisse getrennt als angeordnete Überzeit erfasst werden, welche unter Umständen auch mit grosszügigeren Fristen kompensiert werden können.

Grenzen berücksichtigen

Die gleitende Arbeitszeit hat auch seine Grenzen. Sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitsnehmer müssen die gesetzlichen Rahmenbedingungen berücksichtigen, in welcher die Arbeitsleistung erbracht werden kann und darf. Das heisst, es darf nicht egal sein, ob in der Nacht, am Sonntag oder am Feiertag gearbeitet wird. Zudem ist hinsichtlich des Arbeitnehmerschutzes die Höchstarbeitszeit sowie auch eine sinnvolle Trennung von Arbeit und Freizeit zu respektieren. Auch im Sinne einer nachhaltigen Arbeitsmotivation und Gesundheit der Arbeitnehmer.

Modelle anpassen

Das Modell der gleitenden Arbeitszeit kann durchaus nur für einen Teil der Arbeitnehmer Sinn machen. Im Büro ist Gleitzeit vielfach gut möglich, in der Produktion kann dies keinen Sinn machen. Andere Modelle gibt es für Vorgesetzte, welche auch Regelungen ohne Gleitzeitkompensation kennen, da diese bereits in der Lohnvergütung berücksichtigt ist. Die Ausgestaltung der Modelle muss die Vielseitigkeit und die Anforderungen der Unternehmen berücksichtigen, um eine möglichst effiziente Leistungserbringung und grosse Zufriedenheit der Mitarbeiter zu ermöglichen.

Konsequente Zeiterfassung schafft Klarheit

Gerade bei flexiblen Arbeitszeiten ist die Erfassung der Präsenzzeit sehr wichtig. Sei es im Unternehmen, unterwegs oder im Homeoffice. Damit werden unliebsame Diskussionen verhindert und mögliche Rechtsfolgen reduziert. Es kann durchaus auch Sinn machen, Ende Jahr die restlichen Ferien-, Gleitzeit- und Überzeitsaldi gegenseitig schriftlich zu bestätigen. Das schafft Klarheit und faire Transparenz.

Pius Käppeli Pius Käppeli

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Pius Käppeli ist Geschäftsführer der ClickTime AG welche das gleichnamige Zeiterfassungsystem ClickTime vertreibt.

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