AGB erstellen – Darauf kommt es an

Gastbeitrag der GetYourLawyer AG

Ganz besonders im Massengeschäft sind allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) unerlässlich. Sobald man online etwas kauft, muss ein langer klein geschriebener Text gelesen und meist zugestimmt werden. Doch gute AGB können vor allem rechtliche und wirtschaftliche Risiken minimieren und so zum wichtigen Erfolgsfaktor für Unternehmen werden.

AGB


Was sind AGB?

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) sind Vertragsbedingungen, die eine Geschäftspartei der anderen bei Vertragsabschluss stellt. Zu den wichtigsten Punkten gehören:

  • Entstehung des Vertrags
  • Nutzungsrechte
  • Rücksendekosten
  • Haftungsbeschränkungen
  • Zahlungsmöglichkeiten
  • Lieferbedingungen
  • Fristen
  • Gerichtsstand


AGB erstellen

AGB sind heute gang und gäbe, gerade im Online-Handel. Dabei bieten AGB zwei wesentliche Vorteile:

  • Dem Verwender wird die Möglichkeit gegeben, von den gesetzlichen Regelungen abzuweichen.
  • Nutzungsbedingungen dienen auf Webseiten oftmals dazu, die Kunden auf Regeln und rechtliche Rahmenbedingungen hinzuweisen, um im Streitfall auf entsprechend wirksame AGB-Vereinbarungen hinweisen zu können.

Damit AGB wirksam sind, ist es nicht nur notwendig, über AGB zu verfügen. Diese müssen auch den rechtlichen Vorgaben entsprechend in den Vertrag einbezogen werden. Dafür reicht es oft nicht, AGB einfach auf die eigene Internetseite einzufügen.
Man sollte unbedingt auf Muster-AGB oder fremde AGB verzichten, da man das Risiko eingeht, dass diese auf das Geschäftsmodell nicht anwendbar sind. Zudem kann die Übernahme fremder AGB wettbewerbsrechtliche oder urheberrechtliche Abmahnungen nach sich ziehen.


Geschäftsmodell verstehen

Sobald man ins schweizerische Zivilgesetzbuch (ZGB) schaut, fällt auf, dass die Sprache relativ einfach gehalten ist. Eugen Huber, dem Schöpfer des ZGB von 1907, war es wichtig, dass Gesetze auch vom einfachen Bürger und nicht nur von Juristen verstanden werden. Beim Entwerfen von AGB wird daher dazu plädiert, dass AGB relativ kurz gehalten werden sollen. Der Text soll durch aussagekräftige Titel eine klare Gliederung erhalten und einfach zu lesen sein.

Damit ein Jurist einfache und klare AGB schreiben kann, muss er das Geschäftsmodell des Auftraggebers verstehen. Gerade bei neuen Geschäftsmodellen ist es elementar, dass der Auftraggeber sich Zeit nimmt, dem Juristen das Geschäftsmodell zu erklären. Erst das gute Verständnis des Geschäftsmodells ermöglicht es dem Anwalt, die rechtlichen Risiken zu erkennen und dafür sachgerechte Regeln zu entwerfen. Denn letztlich kann man verständliche und faire AGB auch zur Kundengewinnung einsetzen.


Mit GetYourLawyer den passenden Rechtsanwalt finden

Man sollte seine allgemeinen Geschäftsbedingungen nicht selbst schreiben, wenn man nicht über die fundierte Rechtskenntnis im AGB-Recht verfügt. Ihre AGB müssen möglicherweise speziellen Verbraucherschutzvorschriften und Informationspflichten sowie den produkt- oder berufsspezifischen Sonderregelungen entsprechen, die für Ihr Unternehmen gelten. Dafür ist ein erfahrener Rechtsanwalt im AGB-Recht genau richtig. Die Einbindung eines Rechtsanwalts bei der Ausgestaltung von AGB bietet einen gewissen Schutz bei späteren Streitigkeiten um bestimmte Klauseln.

GetYourLawyer bringt Sie mit erfahrenen Rechtsanwälten zusammen, die sich in Ihrer einzigartigen Situation für Sie einsetzen und dafür sorgen, dass keine Nachteile entstehen. Schildern Sie Ihr Anliegen und erhalten Sie bis zu drei passende Offerten von erfahrenen Juristen.

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