Pflege zu Hause - wer und was unterstützt?

Pflege zu Hause


Mit zunehmendem Alter kommt nicht nur mehr Lebensweisheit, sondern auch tägliche Routinen wie Waschen, Kochen oder Einkaufen werden beschwerlicher und können irgendwann nicht mehr alleine bewältigt werden. Betreuung und Pflege im Alltag wird nötig. Oft wird diese Arbeit dann von Angehörigen zu Hause übernommen.

Für die Personen, die sich um einen pflegebedürftigen Menschen kümmern, bedeutet dies oft eine enorme physische und auch psychische Belastung.


Entlastungsdienste

Wenn Sie die Pflege eines Angehörigen übernehmen, verpflichten Sie sich zu einer zeitintensiven und anspruchsvollen Aufgabe. Deshalb ist es wichtig, dass Sie sich im Voraus darüber informieren, wie der Alltag für alle Beteiligten so angenehm wie möglich  gestaltet werden kann. Es werden viele Entlastungsdienste angeboten:

  • Haushilfedienst zum Beispiel von Pro Senectute, der Sie in Pflege und Betreuung unterstützt.
  • Medizinische Pflege und Hilfsmittel werden zum Beispiel von der Spitex bereitgestellt.
  • Viele Vereine bieten Mahlzeitenlieferdienste an.
  • Private Personen bieten ebenfalls einen Unterstützungsservice an, um Sie zu entlasten.
Hilfsmittel

Neben den Dienstleistungen gibt es einige Produkte, die den Alltag zu Hause erleichtern:

  • Pflegebett:
    Ein Pflegebett erhöht den Bedienkomfort für die betreuende Person aber auch das Wohlbefinden des Betreuten.
  • Badewannenlift:
    Mit einem Badewannenlift wird der Ein- und Ausstieg aus der Badewanne erleichtert. Dies fördert die Eigenständigkeit.
  • Treppenlift:
    Ein Treppenlift ist ein grosser Vorteil für die Mobilität zu Hause. Häuser ohne Lifte stellen kein unüberwindbares Hindernis mehr dar.
  • Elektromobil:
    Ein Elektromobil macht Personen, die Mühe mit dem Gehen haben wieder mobiler. Sie können sich so freier bewegen und Sie werden entlastet.
Finanzieller Aufwand

Die Pflege zu Hause ist natürlich immer auch mit einem finanziellen Auge zu betrachten. Die grössten Kostentreiber stellen Stundenentschädigungen, Hilfsmittel und die entlastenden Dienste dar.

Hierbei werden Sie von der öffentlichen Hand unterstützt:

Krankenkasse: Die Grundversicherung bezahlt bei professioneller Pflege wie zum Beispiel von der Spitex. Die Kosten der Pflege von Angehörigen werden nicht durch die Krankenkasse vergütet.

Hilflosenentschädigung: Personen, die gewisse Verrichtungen des täglichen Lebens nicht mehr selbst erledigen können und auf dauerhafte Hilfe angewiesen sind, oder eine dauerhafte Überwachung benötigen, erhalten Hilflosenentschädigung. Diese Zahlungen können an die betreuende Person weitergeleitet werden.

Wenn Sie mit der betreuten Person im selben Haushalt leben, können Sie bei der AHV um eine Anrechnung einer Betreuungsgutschrift ersuchen. Das geht jedoch nur, wenn die betreute Person Hilflosenentschädigung erhält. Dies kann bei der kantonalen Ausgleichskasse angefordert werden.

Die Krankenkassen leisten manchmal auch aus Zusatzversicherungen Beiträge an Hilfsmittel wie Badewannenlifte, Pflegebetten etc., wenn diese durch einen Arzt verordnet wurden.

Linda GRYPS Offertenportal AG
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Linda Reichmuth arbeitet bei GRYPS in den Bereichen Online Content und Leadmanagement.
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