Murmeltiere, Alpkäse und das EM-Viertelfinale: Unser Teamausflug 2021

Nach knapp einem Jahr Home Office wurde es höchste Zeit für einen Tapetenwechsel. So nutzten wir das schöne Wetter anfangs Juli für einen zweitägigen Ausflug auf den Flumserberg. Für mich als neue Mitarbeiterin war dies die perfekte Gelegenheit, mein neues Team besser kennenzulernen.

Ein Gruppenbild von uns draussen bei der Spitzmeilenhütte

Ran an den Käse!

Früh morgens nahmen wir den Zug von Rapperswil nach Unterterzen. Von dort aus brachte uns die Gondel bis zur Station Tannenbodenalp, unserem ersten Stopp: die Brauchtumskäserei des Restaurants Sennenstube. Ein Alpkäser erklärte uns, wie der Käse bei ihnen hergestellt wird, zum Beispiel dass er sich jeweils auf einer Tafel notiert, wann genau er welche Zutaten in den Kessel mit dem Käse hinzugefügt hat.

Wir schauten aber nicht bloss zu, sondern durften auch gleich selber beim Käsen mithelfen und wechselten uns gegenseitig ab mit Rühren. Zwischendurch gab es Kaffee und eine Kostprobe unseres (noch unfertigen) Käses. Zwei von uns halfen sogar dabei, den Käse herauszunehmen. Dafür gab es auch die passende Ausrüstung: eine Schürze und Gummistiefel. Nun muss unser selbstgemachter Käse noch drei bis vier Monate lang reifen, bevor wir ihn probieren dürfen.
 

Käsen in der Brauchtumskäserei des Restaurants Sennenstube Zwei von uns beim Mithelfen bei der Käsezubereitung in der Brauchtumskäserei des Restaurants Sennenstube

Sonnenschein und malerische Aussichten

Nach der Führung nahmen wir eine weitere Gondel bis zur Station Maschgenkamm. Auf der Fahrt entdeckten wir Murmeltiere und konnten sogar einige ihrer Schlupflöcher erkennen. Oben angekommen konnten wir es kaum erwarten, unser Lunch-Paket zu geniessen, das uns die Sennerei vorbereitet hatte. Dafür suchten wir uns ein schönes Plätzchen auf der Wiese. Nach der kleinen Mittagspause begann dann auch schon unsere zirka zweistündige Wanderung bis zur Spitzmeilenhütte, wo wir die Nacht verbringen würden.

Das Wetter war uns wohlgesonnen: Die Sonne schien während der gesamten Wanderung, nur manchmal versteckte sie sich kurz hinter den Wolken. So hatten wir stets eine malerische Aussicht auf grosse Grünflächen, klare Seen und Bäche.

Wanderplan des Flumserbergs und ein Zeigefinger zeigt auf die Spitzmeilenhütte Bächlein auf dem Flumserberg

Kurz vor 16 Uhr erreichten wir die Spitzmeilenhütte, die sich auf 2087 Meter Höhe befindet. Bevor wir unser wohlverdientes Abendessen (feine Älplermagronen mit Apfelmus!) zu uns nahmen, blieb uns genügend Zeit, um draussen die Sonne zu geniessen, zu plaudern und ein kleines Musikratespiel zu spielen. So lernte ich mein neues Team gleich besser kennen – und weiss nun, wer sich am besten mit Filmmusik auskennt.
 

EM-Viertelfinale auf 2087 Meter Höhe

Wer nun aber denkt, dass wir uns das EM-Viertelfinale zwischen Spanien und der Schweiz entgehen liessen, nur weil wir in den Bergen waren, irrt sich: Im Restaurant der Spitzmeilenhütte verfolgten wir nach dem Abendessen gespannt das Spiel – auf vier verschiedenen Bildschirmen und zwei Tischen verteilt. Der Nachteil: Die Verzögerung war auf jedem Bildschirm unterschiedlich. So wusste der eine Tisch, sobald vom anderen Tisch Ausrufe kamen, dass gleich etwas passieren würde. Für das Elfmeterschiessen am Schluss liessen wir deshalb nur einen Bildschirm an, damit wir alle dasselbe gleichzeitig sehen konnten. Inzwischen hatten sich sogar andere Gäste hinter unserem Tisch versammelt, um das Spiel mitzuverfolgen.

Menschen um einen Tisch verteilt, um das EM-Viertelfinale zwischen Spanien und der Schweiz auf einem einzigen Bildschirm mitzuverfolgen

Mit Umweg und Fotostopps zurück zum Maschgenkamm

Am nächsten Morgen machten wir uns gleich nach dem Frühstück auf den Rückweg. Wir gingen in zwei Gruppen: Die eine wanderte über einen Umweg zum Sächserseeli, die andere nahm denselben Weg zurück wie auf dem Hinweg und nahm es dafür etwas gemütlicher und machte mehrere Fotostopps. Wieder getroffen haben wir uns bei Ziggerfurggeln, wo wir unser Lunch-Paket assen, das wir in der Spitzmeilenhütte bestellt und mitgenommen hatten.

Aussicht mit Grünfläche und einem kleinen See auf dem Flumserberg Wir in einer Reihe stehend auf einer Schneefläche auf dem Flumserberg.

Beim Maschgenkamm angekommen blieb uns genügend Zeit für eine kleine Getränkepause auf der Terrasse des Panoramarestaurants Maschgenkamm. Danach nahmen wir die Gondel zurück ins Tal. Auf der Fahrt entdeckten wir wieder mehrere Murmeltiere. Eines rief uns sogar zu – es wollte sich wohl von uns verabschieden.

Aussicht mit Grünfläche, Blumen und Bergen auf dem Flumserberg

 

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