Schweizer KMU in der Corona-Krise:
Wie geht es Ihnen nach 8 Wochen Lockdown?

Ergebnisse der Umfrage vom 6. - 8. Mai

Endlich dürfen nach acht Wochen Lockdown wieder Kunden vor Ort bedient werden. Doch unsere Umfrage zeigt gemischte Gefühle. Über die Hälfte der Befragten erwartet, dass die Krise noch bis 2021 andauern wird. 

Über 140 KMU nahmen an unserer zweiten Umfrage teil. Damit wollten wir herausfinden, wie es den KMU nach acht Wochen Lockdown geht und wie sich die Stimmung seit unserer letzten Umfrage vom 31. März verändert hat. 

Corona Umfrage


Leiser Optimismus spürbar

12% der KMU mussten aufgrund der Corona-Ausfälle bereits Mitarbeiter entlassen oder planen dies noch. Im Vergleich zu unserer letzten Umfrage zeigt dies eine Abnahme um 3%! Während zwar schon fast 8% der KMU Mitarbeiter kündigen mussten, planen dies in Zukunft nur noch 4%. Das ist interessant, wenn man bedenkt, dass rund ein Drittel der Befragten auch im April von einem Umsatzrückgang von über 75% ausgehen, fast genauso viele wie in der ersten Umfrage. Immerhin 7% erwarten ein Umsatzplus im Vergleich zum Vorjahresmonat. 

Entlassungen März - April


Die Mehrheit will keinen Überbrückungskredit beantragen

67% der Befragten haben noch keinen Überbrückungskredit in Anspruch genommen, davon sogar 11% trotz Konkursangst. Das liegt vor allem daran, dass rund 80% unserer Befragten kleine KMU mit 1-10 Mitarbeitern sind. Sie fürchten, die Überbrückungshilfe nicht zurückzahlen zu können. Das Angebot des Bundes ist für viele kleine KMU keine wirkliche Hilfe für die Überwindung von Liquiditätsengpässen. 

Coronakredit


Droht der Schweiz eine Konkurswelle? Viele kleine KMU haben Ängste

14% der befragten KMU befürchten, in den nächsten sechs Monaten Konkurs zu gehen. Dabei handelt es sich fast ausschliesslich um kleine KMU mit 1-10 Mitarbeitern aus den Branchen Dienstleistung und Gastronomie. 80% der Unternehmen mit Konkursangst haben keinen Überbrückungskredit beantragt. 
 

Corona bringt neue Innovationen in die Schweizer KMU Landschaft

Der plötzliche Umstieg auf Home Office hat die Innovationskraft Schweizer KMU gefördert. Zu den neu eingeführten Innovationen gehören vor allem Online Collaborationtools , die Ausweitung des Service- oder Produktportfolios, die Entdeckung neuer Werbekanäle, die Einführung von E-Commerce-Lösungen und digitalisierte Prozesse. Home Office musste in 21% der KMU neu eingeführt werden und soll nun auch in Zukunft weitergeführt werden. Nur 6% der KMU haben mit Home Office schlechte Erfahrung gemacht und wollen dies nach Corona wieder abschaffen. 
 

Hier geht es zu den ausführlichen Ergebnissen der zweiten Umfrage > 


Diskutieren Sie mit! Was halten Sie vom Covid-Überbrückungskredit? Welche Erfahrungen haben Sie mit Home Office gemacht?

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