Ein Tag im Leben von Christine Germann

Christine Germann06.15 Uhr:„You wake me up when it's all over“… Mein Radiowecker reisst mich mit dem neuesten Avicii-Song wieder einmal abrupt aus meinen Träumen. Begleitet von Roman Kilchsperger, der gerade die aktuellen Verkehrs- und Wettermeldungen verkündet, bewege ich mich gemächlich Richtung Badezimmer. Wie immer dauert die Badsession, inklusive Gesangseinlage unter der Dusche, viel zu lange, so dass für ein gemütliches Frühstück keine Zeit mehr bleibt. Tasche schnappen, Türe abschliessen und los geht’s…

Mit einem gekonnten Spurt, den sogar Usain Bolt beeindrucken würde, erreiche ich den 7.40 Uhr Zug. Bereits beim Einsteigen entdecke ich die allmorgendlich vertrauten Gesichter, die wie ich Richtung Rapperswil pendeln. Da wären beispielsweise der anzugtragende Italiener mit seinem überdimensionalen Schinkensandwich, eine ältere Dame mit ihrem Dackel Fredi und eine Gruppe Schülerinnen, die sich noch eifrig den Lidstrich nachziehen und das Gesicht pudern.

In Rappi angekommen, folgt ein kurzer Abstecher in den AVEC-Kiosk. Schliesslich muss ich noch mein verspätetes Frühstück und das obligate Cola Zero kaufen. Die Ampeln haben wie immer eine Rotphase, so dass der Weg zu Gryps doppelt so lange dauert. Schlussendlich erreiche ich die Obere Bahnhofstrasse und ein neuer Arbeitstag kann beginnen.

Heute bin ich für die Leads zuständig, das heisst, ich muss sicherstellen, dass alle Leads zeitgemäss bearbeitet werden und natürlich auch selber Interessenten kontaktieren. Da viele Leads aus Bern dabei sind, verlaufen die Telefongespräche meist etwas gemütlicher. Als gestresste Zürcherin sollte man sich die bernerische Gelassenheit als gutes Beispiel nehmen. Zwischen der Leadbearbeitung steht Recherchearbeit auf dem Tagesprogramm, da ich einen Artikel zum Thema “Wohnen im Alter“ verfassen werde. Viele wertvolle Informationen zu diesem Fachgebiet stehen Gryps durch den täglichen Kontakt mit Anbietern und Kunden bereits zur Verfügung, so dass ich dieses Wissen nur noch entsprechend aufbereiten muss. Ergänzungsinformationen oder detailliertes Fachwissen frage ich bei den Fachstellen nach.

Das Mittagessen holen wir beim Inder um die Ecke. Dies ist allerdings nicht die beste Idee, da es in Strömen regnet. Die Wettervorhersage von Energy Zürich (22 Grad und sonnig) ist offensichtlich auf morgen verschoben worden.

Frisch gestärkt und voller Tatendrang nimmt das Gryps-Team die zweite Tageshälfte in Angriff. Die Leadbearbeitung und die Kundenmails halten mich auch weiterhin auf Trab. Während einer Pause setze ich mich zu Priska, damit ich ihr bei der Google AdWords-Anwendung über die Schulter schauen kann. Meine bisherigen AdWords-Kenntnisse kann ich so noch weiter vertiefen.

Um 17.20 Uhr heisst es PC herunterfahren und den wohlverdienten Feierabend geniessen. Im Zug erkämpfe ich mir noch eine der heissbegehrten “Blick am Abend“-Ausgaben, so dass ich die 20 Minuten Heimfahrt mit dem neuesten Klatsch und Tratsch überbrücken kann. Bis Morgen Rapperswil!

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