Mit der eigenen App zum Millionär?

Mit einem Internetunternehmen und der eigenen App erfolgreich werden: Apps wie Angry Birds, Uber, oder zuletzt MSQRD inspirieren viele Menschen, eine eigene App Idee umzusetzen um damit das grosse Geld zu verdienen. Doch was braucht es wirklich dazu um eine erfolgreiche App zu lancieren?

geldregen

Oft glaubt man, die Erfolgsformel schnell gefunden zu haben: Eine innovative Idee, die es noch nie gab, ein modernes Design und die App verbreitet sich von selbst viral in den sozialen Medien. Es fehlt nur noch ein Entwickler, der die Idee umsetzt und der Erfolg ist zum Greifen nah.

Doch die Umsetzung gestaltet sich um einiges schwieriger. Nur die wenigsten Apps werden so erfolgreich, dass sich ein ganzes Unternehmen um den Erfolg einer App bilden kann. Welche Hürden eine App nehmen muss, um erfolgreich zu werden, soll an drei Beispielen exemplarisch aufgezeigt werden.

App Entwicklungskosten für Games - z.B. Angry Birds

Die Kosten für die Entwicklung einer App werden oft unterschätzt. Für die Umsetzung der ersten Version des Spiels Angry Birds liegen die geschätzten Entwicklungskosten über 100’000 Dollar. Neben den Entwicklungskosten kommen weitere laufenden Kosten hinzu. Dazu gehören Kosten für Fehlerbehebungen oder für die Wartung für verschiedene Betriebssysteme (z.B. unterschiedliche Android Versionen). Damit ist aber noch kein Spiel verkauft. Der Marketingaufwand liegt in der Regel bei einem Mehrfachen des Entwicklungsaufwands.

angrybirds

Marketing und Vertriebsaufwand - Beispiel Uber

Im Google Play Store und im Apple App Store finden sich jeweils mehr als 2 Mio Apps. Um hier vom Nutzer gefunden zu werden, bedarf es einiges an Aufwand. Mit App Store SEO hat sich eine eigene Unterkategorie im Bereich der Suchmaschinenoptimierung gebildet.

Für eine erfolgreiche App  ist es unumgänglich, ins Online Marketing zu investieren, um neue Nutzer zu gewinnen. Doch auch eine beim Nutzer installierte App bedeutet noch nicht zwingend einen Erfolg. Eine Studie hat ergeben, dass 20% aller neuinstallierten Apps nur ein einziges Mal geöffnet werden und danach auf dem Handy verstauben.

Um das weltweite Wachstum beizubehalten, hat das Unternehmen Uber im ersten Halbjahr 2015 rund 295 Millionen Dollar in Sales und Marketing investiert. Die Zahlen von Uber sind wahrscheinlich ein Branchenhöchstwert. Es zeigt aber den Aufwand, den ein Unternehmen betreiben muss, um eine App bekannt zu machen.

Uber

Innovative Software Lösungen - MSQRD

Erfolgreiche Apps bringen oft eine weitere Eigenschaft mit: Durch innovative technische Ansätze bieten sie Funktionen, die es bei wenigen anderen Apps gibt.

Als Beispiel dafür kann MSQRD dienen. Die App bietet, ähnlich wie Snapchat, Filter um die eigenen Selfie-Aufnahmen zu verschönern. Dabei gilt die Facetrackinglösung als noch besser und genauer als beim Konkurrenten Snapchat. Solche Lösungen werden nicht über Nacht mit einer Standardsoftware entwickelt. Die Programmierer von MSQRD haben seit 2010 an der Gesichtserkennungssoftware gearbeitet, bis sie die heutige Qualität erreicht hat.

Gerade diese Technik dürfte für Facebook ausschlaggebend gewesen sein, die App sehr kurz nach ihrer Veröffentlichung für einen hohen Betrag zu kaufen.

msqrd

Steiniger Weg - trotz guter Idee

Die Beispiele zeigen es: Auch wenn eine gute Idee für eine App vorliegt, ist der Erfolg noch lange nicht vorprogrammiert. Entwicklung und Vertrieb einer App sind mit hohen Kosten verbunden. Innovative Softwarelösungen benötigen Experten, die zum Teil Jahre an der perfekten Lösung arbeiten und die nicht aus der Schublade geholt werden können.

Wer dem Glauben erliegt, mit einer App könne einfach und unkompliziert ein erfolgreiches Unternehmen aufgebaut werden, liegt falsch. Mit der richtigen Strategie und den richtigen Mitteln ist es aber durchaus möglich, mit einer App erfolgreich zu sein.

Moritz

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Moritz Schmid ist bei der GRYPS Offertenportal AG als Online Marketing Spezialist im SEO-Team und kümmert sich um die Produkttexte und die Social Media Kanäle. Daneben bearbeitet er Offertenanfragen der Kunden.

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