Datenschutz im Internet - Recht auf Vergessenwerden

Positiver Beschluss für die Internetnutzer in Europa

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Nach vier Jahren zähen Verhandlungen steht die neue Datenschutz-Grundverordnung der EU. Mehr Rechte gegenüber den Anbietern sowie das Recht auf Vergessen stehen im Vordergrund. Die neue Verordnung wird voraussichtlich im Jahr 2018 in Kraft treten. Hier ein Überblick über die wichtigsten Änderungen.

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Recht auf Vergessenwerden
Das Recht soll es den Nutzern ermöglichen, die hinterlassenen Informationen im Internet leichter wieder löschen zu lassen. Weiter soll es den Nutzern erleichtert werden, Daten von einem Unternehmen zum nächsten mitzunehmen (Portabilität).

Mindestalter für Social Media könnte steigen
Das gesetzliche Mindestalter für die Nutzung von Sozialen Netzwerken wie Facebook oder Whatsapp könnte von heute 13 Jahren auf 16 Jahre ansteigen. Für die Einwilligung der Datenverarbeitung müsste die Person also mindestens 16 Jahre alt sein, sofern sie nicht die Zustimmung der Eltern für eine frühere Nutzung erhalten. Kritiker dieser Regelungen warnen jedoch, dass die legale Nutzung der Plattformen dadurch erschwert werde.

Datenschutzfreundliche Voreinstellungen
Neu müssen Internet-Giganten wie Google oder Facebook, aber auch alle anderen Internetfirmen, die Zustimmung für die Nutzung der Kundendaten ausdrücklich bei den Usern einholen und ihre Dienste datenschutzfreundlich voreinstellen. Datenschutzfreundlich bedeutet, dass der Nutzer aktiv z.B. einen Newsletter empfangen will und deutlich darauf aufmerksam gemacht wird, ob er damit einverstanden ist, dass seine Daten für weitere Zwecke oder an Dritte weitergegen werden. Bei einem Verstoss gegen diese Regelung drohen den Unternehmen hohe Strafen von bis zu vier Prozent des Jahresumsatzes. Neben den europäischen Firmen müssen sich ebenfalls Unternehmen aus Amerika an diese Regelungen halten, sofern sie Nutzerdaten in Europa sammeln.

Beschwerden im eigenen Land
Wer bis heute ein Problem mit einem Unternehmen in einem anderen europäischen Land hatte, war gezwungen, seine Beschwerde jeweils an dessen Hauptniederlassung einzureichen. So musste der Österreicher Max Schrems seine Klage gegen Facebook in Irland einreichen, da sich dort der Europasitz von Facebook befindet. Die Verordnung sieht vor, dass sich die Nutzer nun in ihrem eigenen Land und Sprache an eine Beschwerdestelle wenden können, was den Beschwerdeprozess vereinfacht.

Die neuen Datenschutzregelungen stärken die Rechte der Nutzer im Internet. Künftig sollen in allen 28 EU-Ländern die gleichen Regelungen gelten. So sollen vor allem Datenschutz-Oasen verschwinden, denn bis heute sind die Gesetze in allen Mitgliedsländern unterschiedlich. Weiter werden Unternehmen dazu verpflichtet, die Nutzer so schnell wie möglich über Datenlecks zu informieren, damit diese entsprechend reagieren können.

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