Schweizer Industrie in der Coronakrise? Hier einige Massnahmen, mit denen Sie aus dieser Notlage gestärkt heraus treten können.

Der Coronavirus stellt Menschen und KMU auf der ganzen Welt vor ausserordentliche Herausforderungen. Auch die Schweizer Industrie hat mit den Folgen der internationalen Notlage zu kämpfen. Lieferketten reissen auseinander, die Produktion muss gedrosselt werden, der Absatz sinkt und einige mussten wegen fehlender Aufträge bereits Kurzarbeit anmelden. Wir zeigen Ihnen, wie Sie gestärkt aus dieser Notlage heraus treten.

Industrie Halle

Corona-Kredit

Viele haben ihn schon beantragt, bei manchen KMU zeichnet sich jedoch jetzt erst ab, ob er tatsächlich benötigt wird. Die Aufstockung von 20 auf 40 Mrd. CHF wurden anfangs April bewilligt. Doch löst der Kredit von max. 10% vom Umsatzvolumen Ihr Liquiditätsproblem und können Sie diesen in den nächsten 5 Jahren zurückzahlen? Mit dieser Frage sollte sich Ihre Firma zuerst beschäftigen, bevor Sie einen Antrag stellen, denn dieser läuft Ihnen nicht so schnell weg (Kreditfrist endet 31.Juli). 


Marketing und Akquise ausbauen

Im Vergleich zu anderen Branchen, wie z.B. Gastronomie oder Tourismus hat die Industrie gute Karten, aus dieser Krise mit einem blauen Auge heraus zu treten. Die Industrie kann mit schlauen Marketingmassnahmen die verlorenen Umsätze für den März später im Jahr wieder einholen, indem Sie z.B. die Kundensegmente erweitert oder Promotions und Pre-Sales für die entsprechenden Monate ankündigen, in denen sich Arbeitskräfte und Lieferanten wieder erholt haben werden. Auch können neue Marketingkanäle z.B. im Online Bereich hinzugefügt werden. Ein Gespräch mit einer Online-Agentur, die sich mit B2B-Marketing auskennt, kann evtl. hilfreich sein. Aussedem kann eine Upselling-Aktion bei Bestandskunden mit Zubehör oder neuen Servicedienstleistungen Zusatzumsätze bringen. Hier kann auch die Hilfe eines professionellen Call Centers in Anspruch genommen werden.

 


Automatisierte Prozesse vorantreiben

Der Schweizer Industriesektor hat schon seit einigen Jahren mit dem starken Franken, den hohen Mieten und den hohen Personalkosten zu kämpfen. Der leicht verzeichnete Aufschwung des Industriesektors 2019 trifft die Corona Pandemie zur falschen Zeit. Es droht eine Rezession mit dem Druck Personal abzubauen. Einige Unternehmen werden davon Gebrauch machen müssen, um die Situation zu überleben. Dieser Kosten- und Effizienzdruck kann ein Treiber sein  um automatisierte Prozesse im Unternehmen anzusteuern. Diese erhöhen die Produktivität rund um Lieferketten und Produktion.

 

Neue Geschäftsbereiche aufbauen

KMU mit guter Kapitaldecke können sich die Situation zu Nutze machen und versuchen, ihre Geschäftsbereiche zu erweitern. Sofern die finanzielle Situation dies erlaubt, geschieht dies am leichtesten durch Zukäufe. 

 

Wie können Sie sich eigenständig vor einem Konkurs schützen? Fusionen nutzen!

Die Hektik verleitet manch ein KMU zu Fehlentscheidungen. Selbstverständlich tun Sie schon alles, um den Betrieb am Leben zu erhalten. Sind alle Möglichkeiten ausgeschöpft und droht ein Konkurs kann ggf. noch eine eine strategische Kooperation oder eine Fusion mit einem Partner die Lösung sein.
Fügen Sie die einzelnen Absatzquellen zusammen, nutzen Sie Synergien, teilen Sie Arbeiten auf und schreiben Sie gemeinsam ein neues Kapitel. In Zeiten der Rezession ist es ganz normal, dass alte Ansätze sterben und neue Ideen und Kooperationen aufblühen. 

 

Fazit

In dieser Zeit haben es alle nicht leicht, jedoch können KMU ihre Agilität in dieser Situationen nutzen, um sich eine Pole Position zu verschaffen oder neue Vertriebskanäle zu finden. Eine erweiterte SWOT-Analyse mit einem professionellen KMU Berater könnte ihrem Unternehmen neue Möglichkeiten aufzeigen.

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