Digitaler Arbeitsplatz - Pro und Contra für Unternehmen und Mitarbeiter

Die Digitalisierung treibt Innovationen in Wirtschaft und Gesellschaft konsequent voran. Daraus bildet sich das Phänomen der Digital-Workplace-Strategie. Der digitale Arbeitsplatz hat das Potential, das Bruttoinlandprodukt der Schweiz um 1.9 Prozent zu steigern und ein Zuwachs von 12.27 Milliarden Schweizer Franken zu generieren. So die Ergebnisse der Crisp-Research Studie, welche von Citrix Schweiz in Auftrag gegeben wurde.

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Das Digital-Workplace-Modell

Das Digital-Workplace-Modell unterscheidet drei Schichten:

  • 1. Schicht: Bildet die Grundlage des digitalen Arbeitsplatzes. Beschreibt die Änderung der Hardware-Ausstattung vom Telefon hin zu einem mobilen Tool-Set bestehend aus Laptop, Smartphone und Tablet.
  • 2. Schicht: Kennzeichnet das Cloud-Computing. Die Kommunikation, Information und Datenaustausch ist von überallher möglich.
  • 3. Schicht: Thematisiert die Verlegung des stationären Schreibtischs hin zu einer freien Wahl des Arbeitsplatzes (z.B. Home Office). 

Die Ergebnisse zeigen, dass sich mehr als die Hälfte der befragten Schweizer in der Lage sehen, die dritte Schicht umzusetzen, also den eigenen Arbeitsplatz zu digitalisieren und flexibilisieren.  

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Finanzielle Mehrwerte

Für die Schweizer Unternehmen lohnt sich der digitale Arbeitsplatz aus finanzieller Sicht. Die Umstellung vom stationären PC-Arbeitsplatz zu einem mobilen Tool-Set aus Smartphone, Laptop und Tablet ergibt ein Einsparpotential von 915 Millionen Franken. Zu bedenken sind die höheren Lizenzkosten der anspruchsvolleren Software und File-Sharing-Tools. Trotzdem bleibt schlussendlich ein Plus, da u.a. die hohen Raumkosten wegfallen. Noch ein grösseres Einsparpotential sieht Crisp Research beim Thema Reisekosten. Senkt man die Dienstreisen und greift stattdessen auf digitale Kontaktsysteme wie z.B. auf Videokonferenzen zurück, ergibt sich ein Mehrwert von 2.31 Milliarden Franken.  

Emotionale Mehrwerte

Die Digital Workplace Strategie bietet nicht nur monetäre Vorteile sondern auch emotionale. Mehr als 65 Prozent empfinden einen positiven Effekt auf die Work-Life-Balance. Weiter ergeben die Auswertungen, dass durchschnittlich 3:30 Stunden pro Tag optimaler für die Arbeit genutzt werden können. Das Wegbleiben des Pendelns oder eine flexiblere Einteilung der Arbeitszeit resultiert in einem Zugewinn an Zeit und Autonomie, das die meisten Personen (41 Prozent) in ihr Familienleben, berufliches Weiterkommen (24 Prozent) oder kreative Aufgaben (20 Prozent) investieren. 

Always-At-Work als Nachteil

Jede Medaille hat ihre Kehrseite, beim digitalen Arbeitsplatz bildet sie das Always-At-Work Phänomen. Die ständige Erreichbarkeit sowie die gleitenden Arbeitszeiten können zu einer gesteigerten Arbeitsbelastung führen, so 55 Prozent der Befragten. Eine zu hohe Arbeitszeit führt so zu einer Vernachlässigung der Familie und Freizeitaktivitäten. Somit zeigt sich eine gespaltene Meinung der Mitarbeiter ab. 

Umsetzung bei Schweizer Unternehmen 

Fakt ist, in jedem zweiten Schweizer Unternehmen ist die Umstellung auf einen digitalen und flexiblen Arbeitsplatz bereits erfolgt. 25 Prozent befinden sich in der Evaluierungsphase. Der Grund der Schweizer Unternehmen für diese Umrüstung ist die Hoffnung auf eine erhöhte Mitarbeitermotivation und -produktivität. 

Fazit

Geringere Arbeitsplatzkosten, weniger Reisekosten und effizientere Arbeitsumsetzung resultieren in einem Leistungspotential von mehr als 12 Milliarden Franken, sofern die Digital Workplace Strategie konsequent umgesetzt wird. Beinahe 50% der Schweizer Unternehmen haben bereits die Umsetzung in Angriff genommen. Der finanzielle Aspekt gilt dabei als der stärkste Treiber der Schweizer Firmen. Die Angestellten erhoffen sich mehr Zeit und Autonomie, wodurch eine bessere Work-Life Balance erzielt werden kann. Im Gegensatz dazu steht die Angst, durch gleitende Arbeitszeiten einer erhöhten Arbeitsbelastung ausgesetzt zu sein.

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Fabienne Hänsli arbeitet bei der GRYPS Offertenportal AG in den Bereichen Content Creation, SEO und Leadmanagement.

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