Günstige IT für Startups it fehler

Die 5 häufigsten Irrtümer

von Gaby Staeheli, Co-CEO GRYPS Offertenportal AG

Die Einrichtung der Infrastruktur, insbesondere für die IT geht sehr schnell ins Geld. Letzteres ist bei Jungunternehmen aber immer knapp, daher ist es umso wichtiger mit einer günstigen, aber soliden IT-Umgebung zu starten. Wir zeigen aus eigener Erfahrung auf, wie das möglich ist.

Irrtum Nr. 1:
Lieber gleich richtig professionell, dann gibts später keine Scherereien!

Aus der Sicht der Anbieter stimmt das absolut. Aber eine perfekt eingerichtete IT Infrastruktur mit leistungsfähigen PCs, die dem sicher zu erwartenden Ansturm standhält hat auch ihren Preis. Aber was, wenn der Ansturm dann doch nicht so schnell kommt wie erwartet (durchaus keine Seltenheit) und dem Startup vorher das Geld ausgeht? Bei über 50% der Startups geht in den ersten 5 Jahren mangels Liquidität das Licht aus. Daher unser Tipp: Sofern es für den Unternehmenserfolg zu Beginn nicht massgeblich ist, lieber PCs für 500 CHF als für 2'000 CHF kaufen und wo immer möglich Gratis-Tools & -Software nutzen. Stellt sich der erste finanzielle Erfolg ein, kann auch nochmals etwas Zeit und Geld investiert werden, um mit einem geeigneten IT Partner die Infrastruktur zu professionalisieren.

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Irrtum Nr. 2:
Open Source Software ist nur für IT Freaks und nur für Linux!

Stimmt ganz und gar nicht. Auch für Anwender gibt es gute Office Produkte auf OpenSource Basis, die sich in der Bedienung nicht gross von den gewohnten MS Office Produkten unterscheiden, ausser dass sie kostenlos sind. Beispiele dafür sind Thunderbird Mail und Libre Office. Bei der Entwicklung von Webseiten gehörten OpenSource CMS Systeme heute zum Standard und werden von den meisten Webagenturen auch verwendet. Wenn es allerdings um eine Open Source Komponente geht, die für Ihren Geschäftserfolg absolut kritisch ist, dann sollten Sie sicherstellen, ob genügend Know-how im Unternehmen oder von externen IT Firmen verfügbar ist um den Betrieb sicherzustellen.

Irrtum Nr. 3:
Daten auf Online-Speichern sind unsicherer als auf eigenem Server!

Diese Aussage trifft nur dann zu, wenn Sie a) selbst IT Spezialist sind oder b) einen solchen im Unternehmen haben oder c) genügend Geld haben, einen solchen zu bezahlen. Da dies bei vielen Jungunternehmen jedoch nicht der Fall ist, kann es durchaus sicherer sein seine Daten bei einem Online-Speicher-Anbieter wie Wuala, Drop-box oder gar auf Google Drive abzulegen, statt selbst einen teuren Server einzurichten. Denn die grösste Gefahr für Datenverlust ist nicht der unerlaubte Zugriff von Aussen (so spannend sind Sie für den Markt warscheinlich noch nicht), sondern der Verlust der Daten durch fehlendes oder nicht vorhandenes Backup oder durch selbst verursachte Fehler. Einzige Ausnahme: Ihre Daten sind so sensibel und begehrt, dass sie schon von Gesetzes-wegen in der Schweiz gespeichert sein müssen. 

Irrtum Nr. 4:
Ich arbeite nur mit Firmen, die mir von Kollegen empfohlen werden!

Das würde ich Ihnen nur dann empfehlen, wenn die Firma ihres Kollegen genau die gleichen Anforderungen hat wie Sie. Arbeitet er in einem KMU mit 30-40 Mitarbeitern, dann haben diese bereits ganz andere Bedürfnisse und ein ganz anderes Ausgabeniveau als Sie mit 1-5 Mitarbeitern. Suchen Sie sich einen IT Partner, der genau solche kleinen Firmen betreut, wie Sie es sind und der um die Bedürfnisse und Ressourcenknappheit von Jungfirmen weiss. Wir helfen mit GRYPS gerne diese in Ihrer Region zu finden.

Irrtum Nr. 5:
Es ist peinlich nach Preisnachlässen zu fragen!

Ganz und gar nicht! Sie haben ein Unternehmen gegründet, wollen Arbeitsplätze schaffen, arbeiten hart dafür und nehmen in der Anfangszeit selbst grosse Einbussen in Kauf. Scheuen Sie sich daher nicht, bei Ihren Lieferanten nach einem Startup-Angebot oder Preisnachlass zu fragen. Das mag bei einem 400-Franken-PC vom Mediamarkt vielleicht keinen Sinn machen, bei Dienstleistungen, wie dem Einrichten eines Netzwerkes, der Entwicklung einer Webseite etc. aber schon!

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