Totgesagte leben länger

Trotz WhatsApp und anderen Instant-Messaging-Diensten nimmt das Volumen der weltweit versendeten SMS- und Fax-Nachrichten weiterhin zu. Unternehmen setzen immer häufiger auf die bewährte und weltweit standardisierte Kommunikation. Insbesondere dann, wenn es um Sicherheit, Schnelligkeit und Zuverlässigkeit geht.

Dem SMS und auch dem Fax hat man schon seit Langem den Tod vorausgesagt. Im privaten Umfeld kommunizieren tatsächlich immer mehr Menschen über WhatsApp, iMessage und ähnliche Services. Fotos, Sounds, Texte usw. können bequem und kostenlos in die ganze Welt verschickt werden. Voraussetzung zur sorgenlosen Kommunikation mit diesen Services ist jedoch ein Smartphone mit Flatrate-Abo. Ist diese erfüllt, sind die Anwendungen nahezu grenzenlos.

Ohne Internet geht bei WhatsApp & Co. nichts

Hat man es aber mit automatisierten Alarmmeldungen von Überwachungs- und Monitoring-Systemen zu tun oder der Zustellung von aktuellen Informationen von Unternehmen wie Flughäfen (Verschiebung von Ankunftszeiten etc.), Transportbetrieben wie der SBB und Termin- oder Abholerinnerungen von Ärzten sowie dem Detailhandel, braucht es andere Lösungen. Um ein "klassisches" SMS zu versenden und zu empfangen benötigt man keine schnelle Internetverbindung. Dies funktioniert nach wie vor über das GSM-Netz. Dadurch ist gewährleistet, dass jederzeit sämtliche Kunden erreichbar sind, egal ob ein Internetzugang vorhanden ist oder nicht. Im geschäftlichen Umfeld ist das SMS deshalb ein gefragtes Kommunikationsmittel geblieben.

20 % Wachstum SMS leben

Weltweit lag die Steigerungsrate beim SMS-Versand über die letzten drei Jahre bei gut 20 % und in Deutschland bei über 40 %*. Der Schweizer Kommunikations-Service eCall.ch von Dolphin Systems verzeichnet ebenfalls ein entsprechendes Wachstum. So versendet das System heute Monat für Monat knapp zwei Millionen SMS-Meldungen. Genauso hat der Faxversand zugelegt und steigerte sich innerhalb von drei Jahren um ein Drittel.

Online und trotzdem sicher

Auch wenn es um die zusätzliche Sicherung von Zugängen im Internet geht, hat das SMS eine zentrale Rolle übernommen. Wir bewegen uns immer öfter in Netzwerken, kaufen über das Web ein und nutzen verschiedenste Online-Services. Reichen da ein Benutzername und ein Passwort noch aus? Wie die Praxis gezeigt hat, nein! Um die Zugangssicherheit zu erhöhen, setzen Firmen deshalb zusehends auf zusätzliche Faktoren zur Authentifizierung während des Anmeldeprozesses: Beim mTAN-Verfahren wird ein nur für kurze Zeit gültiges sowie einmaliges Passwort per SMS übermittelt, die sogenannte mTAN (Mobile Transaktionsnummer). Dadurch erhöht sich die Sicherheit massgeblich. Diese Lösung ist einfach umzusetzen, da sie keine zusätzliche Hardware voraussetzt und weltweit standardisiert ist.


Vom "Papier-Fax" zum "Internet-Fax"

Fax lebtIn Schweizer Büros stehen nach wie vor über eine Million alte Faxgeräte herum. Zahlreiche Unternehmen wollen nicht auf die Vorzüge des Faxes verzichten. Immer mehr dieser Unternehmen steigen nun auf Online-Lösungen um, weil dadurch viel Geld für Toner, Papier und Stromverbrauch gespart werden kann. Es findet also eine Verlagerung vom Papier-Fax zum Internet-Fax statt, denn dieser funktioniert ohne zusätzliche Infrastruktur, zusätzliche Telefonleitungen oder Software. Deshalb lässt er sich problemlos über E-Mail wie auch Standard-Schnittstellen in praktisch jede technische Unternehmens-Umgebung integrieren.

Technologien entwickeln sich immer weiter: Neue Medien entstehen, bestehende wandeln sich. Doch wirklich Bewährtes und Erprobtes behauptet seinen Platz.
*Quelle, de.statista.com

Gastbeitrag: Armin Stoni, CTO von Dolphin Systems AG

www.ecall.ch
www.dolphin.ch

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