Steuerbelastung optimieren – Diese Auslagen können Sie deklarieren

Die Frist zur Abgabe der Steuererklärung naht, schon am 31. März ist es soweit. Wenn Ihnen das zu knapp ist, können Sie die Frist erstrecken. Dann gibt es noch genügend Zeit, um die Abzüge richtig anzubringen:


Welche Auslagen können Sie deklarieren?

Unabhängig von der Frage nach Home Office oder Kurzarbeit sollten Sie nicht vergessen, diese Auslagen in Abzug zu bringen:

  • Aus- und Weiterbildungskosten
  • Auslagen zur Arbeitssuche, z.B. wenn der Job gekündigt worden ist
  • Beiträge in die Säule 3a
  • Krankheits- und Unfallkosten: Dazu gehören bezahlte Selbstbehalte, Zahnarztkosten, Kosten für Sehhilfen, Medizin, Pflege etc.
  • Spenden an gemeinnützige Organisationen
  • Wertschriften, Aktien, Kryptowährung etc. 
  • Eigenmietwert der selbstbewohnten Immobilie sowie Zweitimmobilien

Steuerbelastung als Hauseigentümer optimieren

Hauseigentümer können eine Reihe von Abzügen geltend machen. Grundsätzlich sind Kosten abzugsfähig, welche Wert erhaltend sind und die dem Unterhalt des Wohneigentums dienen. Das sind insbesondere Ausgaben für: 

  • Werterhaltende Arbeiten: Unterhaltsarbeiten wie Maler-, Sanitär oder Schreinerarbeiten etc.
  • Schuldzinsen: Bezahlte Schuldzinsen (Hypothekarzinsen) können vollumfänglich vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden
  • Umweltschutz: Massnahmen für den Umweltschutz oder der Energieeffizienz wie zum Beispiel eine Installation von Solaranlagen oder eine Verbesserung der Isolation (wenn sie von einem fachkundigen Unternehmen durchgeführt werden) 
  • Sachversicherung: Die Prämien der Gebäudeversicherung, Haftpflichtversicherung, Wasserschadenversicherung, Feuerversicherung & Hagelschadenversicherung sind abzugsfähig
  • Verwaltung: Kosten der Verwaltung durch Dritte (Immobilienverwaltung)
  • Gartenunterhalt: Je nach Kanton können Kosten für den Gartenunterhalt abgezogen werden (z.B. im Kanton Zürich). Wichtig: Das erstmalige Pflanzen von Bäumen, Sträuchern etc. ist nicht abzugsfähig
  • Hausgeräte: Reparatur oder Ersatz von Hausgeräten (Waschmaschine, Kühlschrank, etc.) 
  • Abwassergebühren (je nach Kanton): Abwasserentsorgung, Abwasserreinigung etc. 
     
Steuererklärung für Einzelfirmen

Einzelfirmen, Kollektiv- und Kommanditgesellschaften sind nicht besteuerbar, da sie keine natürliche oder juristische Person darstellen. Besteuert werden allerdings die Inhaber der Gesellschaft. Bei einer Einzelfirma wird der Reingewinn versteuert. 

Abziehen dürfen Einzelfirmen diese Auslagen: 

  • Mietkosten: für die Räumlichkeiten, deren Einrichtung und die laufenden Unterhaltskosten
  • Versicherungsprämien: für alle obligatorischen Versicherungen
  • Spesen: Geschäftsfahrzeug, Berufskleidung
  • Weiterbildung: Kosten, welche durch Weiterbildung der Mitarbeiter verursacht werden
     
In vielen Fällen lohnt sich die Zusammenarbeit mit einem Steuerberater 
  • Sie haben im Jahr 2020 werterhaltende Investitionen für Ihre Liegenschaft getätigt. Hier kann eine Pauschale oder die effektiven Kosten abgezogen werden.
  • Sie besitzen ein Wertschriftendepot. Verschiedene dadurch anfallende Gebühren können deklariert werden.
  • Sie besitzen Kryptowährungen. 
  • Sie verfügen über ein Geschäftsauto. 
  • Sie möchten eine Rückforderung beim Steueramt geltend machen, z.B. wenn vorbezogene Pensionskassengelder wieder zurückgeführt werden und der Steuerabzug zurückerstattet werden soll. 
     
Das Home Office von den Steuern abziehen?

Für viele Arbeitnehmer sind im Jahr 2020 Berufsauslagen wie die externe Verpflegung, Fahrtkosten oder Zugabos durch das Home Office oder Kurzarbeit teilweise oder ganz weggefallen. Die Kantone reagieren darauf mal strenger, mal weniger streng. Unter anderem in den Kantonen Zürich, Zug, Basel-Landschaft, Solothurn und Luzern dürfen die Auslagen für das Jahr 2020 ohne den Corona-Einfluss berechnet werden. Das heisst, die Ausgaben werden so berechnet, als ob der Arbeitnehmer jeden Tag im Büro gewesen wäre. Umgekehrt heisst das, es dürfen keine Kosten fürs Home Office in Abzug gebracht werden. Andere Kantone gehen mit den Corona-bedingten Änderungen strenger um. Wir empfehlen auf jeden Fall, die aktuellsten Ausführungen der Kantone zu beachten.

Wer lieber die effektiven Kosten für das Home Office deklarieren möchte, sollte mit einem Steuerberater zusammenzuarbeiten, denn dieser prüft, ob es sich tatsächlich lohnt und ob die Bedingungen erfüllt sind. Zu beachten ist, dass die Einrichtung des Home Offices mit Bildschirm, Drucker und Co. zu einem Prozentsatz als private Auslagen angerechnet werden. Im Normalfall lohnt es sich deshalb nicht, die effektiven Kosten fürs Home Office geltend zu machen. 

Ein Steuerberater schafft Sicherheit

Die Pandemie stellt auch die Steuerämter vor eine Herausforderung. Steuerberater arbeiten eng mit den Ämtern zusammen, um die optimalste Lösung für ihre Kunden zu finden.

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Elektronische Steuererklärung in allen Kantonen möglich

Inzwischen ist es in allen Kantonen möglich, die Formulare für die Steuererklärung elektronisch auszufüllen. In einigen Kantonen wird sogar auf eine Unterschrift auf Papier verzichtet. Dabei handelt es sich um die Kantone Zürich, Zug, Schwyz, Luzern, Solothurn, St. Gallen, Nidwalden und Obwalden. Ein mühsames Ausdrucken und Kopieren der Belege sowie der Gang zur Post bleibt uns dadurch erspart. 

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