Steuererklärung – das wichtigste in Kürze

Das Ausfüllen der Steuererklärung zerrt jedes Jahr wieder an den Nerven. Viele entscheiden sich daher für einen externen Steuerberater. Dieser füllt die Steuererklärung für seine Kunden aus und berät bei allfälligen Unklarheiten. Sollten Sie allerdings die Steuererklärung eigenhändig ausfüllen wollen, so haben wir für Sie hier die passenden Tipps, damit der Vorgang problemlos verläuft. 

steuererklaerung

Steuererklärung ist nicht gleich Steuererklärung

In der Schweiz gibt es diverse Steuerarten, welche sich in “indirekt” und “direkt” unterscheiden lassen. Die direkte Steuer wird aufgrund der wirtschaftlichen Lage der Privatperson oder der Unternehmung berechnet. Bei der indirekten Steuer muss das Steuersubjekt keine direkte Abgabe in Form von Steuern abgeben - ist daher also kein Steuerträger. Stattdessen wird die Steuer von einer anderen Institution (bspw. dem Bund) übernommen. 

Direkte Steuerarten:

  • Einkommens- und Vermögenssteuer
  • Gewinn- und Kapitalsteuer
  • Erbschafts- und Schenkungssteuer

Indirekte Steuerarten:

  • Mehrwertsteuer
  • Eidgenössische Verrechnungssteuer
  • Tabaksteuer
  • Automobilsteuer

Zu einem wesentlichen Teil hängt der Umfang einer Steuererklärung von Aspekten wie Immobilienerwerb, Vermögen im Ausland, verteilten Erbschaften, beruflichem Selbsterwerb, einem Kantonswechsel oder dem Wertschriftenportfolio ab. 

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Tipps & Tricks für Privatpersonen

Die Mehrheit der Kantone, stellt Ihnen ein Programm zur Verfügung, welches Ihnen das Ausfüllen erleichtern sollte. Es ist zu empfehlen, dass Sie alle Unterlagen wie Lohnausweise, Zinsauszüge Ihrer Bank oder weitere Dokumente, welche sich das Jahr über angehäuft haben, aufbewahren. Allerdings sollten Sie ausschliesslich die Belege einreichen, welche ausdrücklich verlangt werden.

Für das Ausfüllen der Steuererklärung sollten Sie sich ein Zeitfenster einberechnen, welches gross genug ist, dass Sie nicht in Stress geraten. Sollten Sie die Abgabefrist nicht einhalten können, beantragen Sie die Fristverlängerung. Die Fristverlängerung ist von Kanton zu Kanton unterschiedlich lang. Bevor Sie die Steuererklärung definitiv einreichen, kontrollieren Sie diese nochmals oder lassen Sie diese von einem Vertrauten überprüfen. 

Privatpersonen sollten die Einkommens- und Vermögenssteuer möglichst tief halten, weshalb alle relevanten Abzüge in der Steuererklärung enthalten sein sollten:

  • Berufsauslagen – Dies beinhaltet die Kosten, welche durch den täglichen Arbeitsweg entstehen. Darunter fallen ÖV, Velo, Motorrad, Auto.
  • Bildungskosten – Kosten für Aus- und Weiterbildung müssen seit 2005 separat aufgeführt werden.
  • Betreuungskosten – Dies beinhaltet einen Pauschalabzug für die Kinderbetreuung (Kita, Hort, Tagesmutter etc.) oder Alimente, welche bis zur Volljährigkeit des Kindes zu tragen sind.
  • Einzahlungen in die 3.Säule – Diesen Steuerabzug können Personen mit AHV/IV pflichtigen Einkommen angeben.
  • Krankheits- und Unfallkosten – Sollten diese Kosten bis zu einem gewissen Prozentsatz das Reineinkommen überschreiten, so darf man diese angeben.
  • Kredite – Dazu zählen Privatkredite, Hypothekarzinsen oder Kreditkartenzinsen 
  • Liegenschaftsunterhaltskosten– Darunter versteht man Kosten, die durch den Einsatz von externen Kräften aufkommen. Dazu zählen auch Kosten für Energiesparmassnahmen, z.B. Wechsel zu energieeffizienterer Heizung. 

Besitzer eines Hauses können ab 2020 von weiteren Abzügen bei der direkten Bundessteuer profitieren. Die Auslagen für energiesparende Investitionen können auf drei aufeinanderfolgende Steuerperioden aufgeteilt werden. 
 

Steuererklärung für Unternehmen

Bei KMU sind die Steuern abhängig von diversen Punkten, z.B der Gesellschaftsform oder dem Domizilort. Eine Einzelfirma hat andere Richtlinien zu befolgen als eine AG oder eine GmbH. Aufgrund der von Kanton zu Kanton unterschiedlichen Richtlinien sollten Sie sich über die kantonalen Steuerbedingungen erkundigen.

Einzelfirmen, Kollektiv- und Kommanditgesellschaften sind nicht besteuerbar, da sie keine natürliche oder juristische Person darstellen. Besteuert werden allerdings die Inhaber der Gesellschaft. Bei einer Einzelfirma wird der Reingewinn versteuert. 

Abziehen dürfen Einzelfirmen folgendes: 

  • Mietkosten – Für die Räumlichkeiten, deren Einrichtung und die laufenden Unterhaltskosten
  • Versicherungsprämien – für alle obligatorischen Versicherungen
  • Spesen– Geschäftsfahrzeug, Berufskleidung
  • Weiterbildung – Kosten, welche durch Weiterbildung der Mitarbeiter verursacht werden

Sowohl eine GmbH als auch eine AG zählen als juristische Person. Dies bedeutet, dass es sich für beide Unternehmensformen, um eine direkte Steuererklärung handelt.  Der Bund berechnet die Steuern aufgrund des Gewinns. Hier fallen die sogenannten Gewinn- und Kapitalsteuern an. Auch hier sind die Reglemente von Kanton zu Kanton anders.
 

Lena Luettig

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Lena Lüttig arbeitet bei der GRYPS Offertenportal AG in den Bereichen Content Creation, SEO und Leadmanagement.

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