MwSt.-Anpassung 2018: Eine teure Steuerreduktion

Nun ist sie da, die Steuersenkung, die wir so eigentlich gar nicht wollten. Wie sich bereits zeigt, profitieren Endverbraucher gar nicht oder nur minimal von der Reduktion. Anders sieht es bei den Unternehmen selber aus. Diese verlieren zwar keine Einnahmen – im besten Fall profitieren Sie sogar – die Umstellungskosten und zeitliche Aufwände können allerdings zu erheblichen Verlustquellen mutieren.

Mehrwertsteuerreduktion

Glück haben diejenigen Unternehmen, welche mit einem Treuhänder oder einer ausgeklügelten Buchhaltungssoftware zusammenarbeiten. Weniger erfreut werden Unternehmen sein, welche die Buchhaltung intern erledigen. Je nach Branche und Dienstleistungsart gibt es aber in beiden Fällen noch so einiges zu beachten: 

Zeitpunkt der erbrachten Leistung(en) entscheidet
Ausschlaggebend für den anzuwendenden Steuersatz ist der Zeitpunkt oder der Zeitraum der erbrachten Leistung. Das bedeutet: 

  • Leistungen, welche im 2017 erbracht wurden, sind mit dem Steuersatz von 8% zu verrechnen, dies auch wenn die Leistung bis 2018 andauert. Für den Zeitraum der erbrachten Leistung im 2018 gilt der Steuersatz von 7,7%. 
     
  • Sind Leistungen im Jahr 2017 erfolgt, aber noch nicht in Rechnung gestellt, so ist darauf zu achten, dass der Steuersatz von 8% angewandt wird. Benutzt man eine Buchhaltungssoftware, welche die Rechnungstellung für den Steuersatz von 8% nicht mehr zulässt, kann man sich kurzfristig damit behelfen, indem man die Rechnung auf den 31.12.2017 datiert. 
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Achtung bei periodisch zu verrechnenden Leistungen
Anbieter von Softwarelizenzen, Wartungsverträgen und ähnlichen jahresübergreifenden Verträgen sind besonders von der Umstellung betroffen, denn:  

  • wurden periodische Verträge im Voraus bezahlt, ist der zu hoch ausgewiesene Steuersatz geschuldet. Hier muss der Vertrag mit dem Kunden geändert und mit der Eidgenössischen Steuerverwaltung korrigiert werden.
     
  • ist einem der Aufwand dafür zu gross, kann auch der alte Satz von 8% verrechnet werden. Dann profitiert aber nicht etwa die Firma, der überschüssige Betrag ist in diesem Fall dem Bund geschuldet. 


Mehrwertsteuerpflicht wird neu berechnet
Sie sind von der Mehrwertsteuerpflicht als Unternehmen noch gar nicht betroffen? Eventuell stimmt das so nicht mehr ganz. Ab 2018 gilt der weltweit erwirtschaftete Umsatz zur Ermittlung der Abgabepflicht und nicht wie anhin nur der im Inland erwirtschaftete Umsatz. Eine Neuberechnung kommt deshalb 2018 auf einige Schweizer Unternehmen zu.

 

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Michaela Zellnig arbeitet bei der GRYPS Offertenportal AG als Content Managerin in den Bereichen Content Creation, Online Marketing und SEO.

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