Steuerpflicht für Bitcoin & Co. 

Bitcoin, Blockchain, ICO, Tokens - Die Welt der Kryptowährungen wird immer komplexer und erlebt einen Boom, der sicherlich noch einige Zeit andauern wird. Mittlerweile hat auch der Fiskus festgestellt, dass insbesondere in der Schweiz viel Geld in Bitcoin und Co. investiert wird und entsprechende Richtlinien für deren Versteuerung erlassen. Allerdings decken diese bei weitem noch nicht die ganze Komplexität der Kryptowelt ab.

Bitcoin

Auch wir bei Gryps werden mit Anfragen von Privatpersonen und Unternehmen konfrontiert, die Treuhänder suchen, welche sich mit der Versteuerungen von Kryptowährungen auskennen.

Privatpersonen mit Bitcoin-Vermögen

Für Private sieht die steuerliche Seite auf den ersten Blick recht einfach aus. Bei Bitcoins handelt es sich um eine digitale Währung, die steuerrechtlich ein geldwertes Recht an einer Sache darstellt. Diese müssen daher in der Steuererklärung als Vermögen deklariert werden. Kursgewinne von Kryptowährungen im Privatvermögen sind steuerfrei. 

Viele Steuerämter haben inzwischen Merkblätter oder Infos online gestellt, wie die Coins im Wertschriftenverzeichnis aufzulisten sind. Als Belege gelten in der Regel Auszüge aus den sogenannten Wallets, den digitalen Geldbörsen. 
Interessant wird es, wenn es um die Bewertung der Kryptowährungen durch den Fiskus geht. Dazu wurde bisher von den ESTV ein Durchschnittswert der verschiedenen Handelsplätze zum Stichtag berechnet. Bei der derzeitigen Volatilität des Bitcoins eine spannende Sache. Dessen Kurs stand z.B. Anfang November noch bei 6’000$, stieg dann Mitte Dezember auf fast 20’000$ und fiel zum 31.12. wieder auf 13’000$ ab. Man darf also gespannt sein, welcher Kurswert tatsächlich für die Vermögensbewertung zugrunde gelegt wird. 

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Bitcoin & Tokengewinne von Unternehmungen

Werden Kursgewinne im Rahmen einer Erwerbstätigkeit (z.B. auch durch das sogenannte Mining) erzielt, dann werden diese Einkünfte hingegen von der Einkommenssteuer erfasst. Auch wenn ein Unternehmen im Rahmen eines ICO (Initial Coin Offerings) Investorengelder einholt, kommen andere Regelungen zur Geltung. Mittlerweile gibt es nicht mehr nur Bitcoin, sondern viele weitere Coins oder Tokens, die durch diese ICOs entstanden sind (siehe auch https://coinmarketcap.com/). Hier gestaltet sich der Steueraspekt viel komplizierter. Bisher war im Prinzip nur der Bitcoin wirklich steuerlich geklärt. Wie die anderen Coins oder Tokens zu behandeln sind, ist vielfach noch unklar, da sich aus deren Erwerb unterschiedliche Rechtsansprüche ableiten lassen.

Ein Thema, das bleibt

Im 2018 wird noch vieles in der bisher völlig unregulierten Welt der Kryptowährungen passieren. Sowohl Politiker wie auch Fiskus werden sich intensiver als bisher mit der Thematik auseinander setzen. Ein Ende des Crypto-Booms ist nicht abzusehen. Jeder, der Bitcoins oder andere Kryptowährungen besitzt, sollte sich rechtzeitig mit den steuerlichen Aspekten auseinander setzen, um sich nicht plötzlich mit massiven Steuernachzahlungen konfrontiert zu sehen.

 

Gaby Stäheli

GRYPS Offertenportal AG
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Gaby Stäheli, Co-CEO bei GRYPS Offertenportal AG ist verantwortlich für Marketing & Operations. Sie verfügt über langjährige Erfahrungen in der Schweizer IT Branche und kennt deshalb den Markt und die Bedürfnisse von KMU genau.

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