Betriebliches Gesundheitsmanagement kann Milliarden sparen

erschoepft.pngNur ein gesunder Arbeiter ist ein guter Arbeiter. Wenn ein Arbeitnehmer Probleme hat – egal ob physischer oder psychischer Natur – leidet auch seine Arbeitsleistung darunter. Folglich sollte auch der Arbeitgeber ein Interesse daran haben, dass seine Angestellten gesund und motiviert sind. Die Zauberformel lautet „BGM“ - Betriebliches Gesundheitsmanagement. 

Teure Absenzen

Durch krankheitsbedingte Ausfälle entstehen Unternehmen in der Schweiz jährlich Kosten in Milliardenhöhe, wie aus einer Untersuchung der Gesundheitsförderung Schweiz hervorgeht. Häufig ist die Ursache am Arbeitsplatz selbst zu finden. Gerade Bürojobs im Dienstleistungssektor führen durch Bewegungsmangel zu Rückenschmerzen und Muskel-Skelett Erkrankungen. Nicht zu vernachlässigen sind psychische Erkrankungen. Begriffe wie „Burnout“ oder „Work-Life-Balance“ sind zu Modewörtern geworden. Fakt ist: die zunehmende Technologisierung hat die Arbeit effizienter gemacht. Das Gefühl, man müsse ständig erreichbar sein, ist weit verbreitet. Psychische Erkrankungen sind die logische Folge daraus. Da der Durchschnittsbürger einen grossen Teil seines Lebens am Arbeitsplatz verbringt, ist der erhebliche Einfluss des Jobs auf die Gesundheit offensichtlich.

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Dank BGM zum “Friendly Work Space”

An dieser Stelle setzt das Betriebliche Gesundheitsmanagement, kurz BGM, an. Unter BGM werden alle Vorkehrungen verstanden, die ein Unternehmen trifft, um den Arbeitsplatz gesundheitsförderlich zu gestalten. Die Gesundheitsförderung Schweiz hat einen Fragekatalog entworfen. Füllt man diesen aus, lassen sich Klima und Gesundheit im eigenen Unternehmen herausfinden. Folgende Bereiche haben Einfluss auf die betriebliche Gesundheit:

Bereich Anwendungsbeispiele
Betriebskultur Beziehung zw. Mitarbeitern, Mitspracherecht
Ergonomie Minimieren körperlicher Belastungen
Aufgabengestaltung Handlungsspielraum, Aufgaben individuell angepasst
Führung Anerkennung, Motivation
Absenzen Individuelle Betreuung
Angebote/Infrastruktur Förderung von Sport u. gesunder Ernährung, feste Pausen
Work-Life Balance Flexible Gestaltung von Arbeits- und Urlaubszeiten
Personalwesen Mitarbeitergespräche, Möglichkeit der Weiterbildung und Beförderung
Analyse Daten/Kennzahlen Mitarbeiterumfragen, Krankheitsdaten
Nachhaltigkeit Koordinator festlegen, Ressourcen sicherstellen

Die Gesundheitsförderung vergibt an Arbeitsplätze mit gutem BGM das Label “Friendly Work Space”. Nach einer Selbsteinschätzung folgt die Beurteilung eines externen Assessors. Fallen beide Resümees positiv aus, erhält das Unternehmen für drei Jahre das Label. Danach folgt ein Re-Assessment. Ein erreichtes Label zeugt also von gutem BGM.

Umsetzung durch HR Outsourcing Partner 

Die obige Tabelle zeigt auf, dass in der Theorie klar ist, auf welche Bereiche am Arbeitsplatz eingewirkt werden müssen. Die Praxis indes erweist sich als deutlich schwieriger. Welcher Chef hat schon Zeit, nebst dem Tagesgeschäft für gesundes Essen, ergonomische Plätze etc. zu sorgen. Hier kommen externe Dienstleister im Bereich Human Ressources ins Spiel: Spezialisierte Unternehmen kümmern sich um die Personaladministration. Und damit verbunden auch um das Implementieren eines BGM. Doch nicht nur bei der Einführung, sondern auch langfristig können HR Outsourcing Anbieter von Nutzen sein: Betriebliches Gesundheitsmanagement muss ständig evaluiert und überarbeitet werden, um zu funktionieren.

Lohnenswert aber nicht sexy

Die Vorteile einer BGM Einführung liegen auf der Hand: Die Arbeitnehmer sind produktiver. Durch Absenzen verursachte Kosten können minimiert werden.
Zwischenzeitlich gibt es diverse Anbieter in der HR Outsourcing Branche, bei welchen das betriebliche Gesundheitsmanagement einen bedeutenden Teil ihrer Tätigkeit ausmacht. Noch hat sich BGM nicht flächendeckend durchgesetzt. Woran liegt das? Viele Firmen halten am Glauben fest, wonach Gesundheit Privatsache sei. Kein Wunder: Das Implementieren eines BGM kostet Geld und zeigt seine Wirkung erst langfristig. In einer schnelllebigen Zeit ist das für manchen Manager nicht der beste Anreiz...

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Pascal Roganti ist als Praktikant bei GRYPS Offertenportal für die Bereiche Online Marketing und Content Creation zuständig.

 

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