„Und was darf ich Ihnen zum Essen drucken?“ 

Die rasante Entwicklung des 3D Druckes

Wenn Wirtschaftsexperten den 3D Druck als nächste industrielle Revolution prognostizieren und ihm künftig astronomische Wachstumszahlen vorhersagen, sind das nur Vermutungen. Doch Vermutungen, welche auf eindrücklichen Daten und Fakten gründen. Seit 2009 haben sich die Umsätze von Produkten und Services im 3D Druck-Markt mehr als verfünffacht. Wurden die 3D Drucker zunächst in der Auto-, Raum- und Luftfahrtbranche eingesetzt, sind die Einsatzmöglichkeiten heute fast grenzenlos: Von selber gedruckten Schuhen über Prothesen bis hin zu Lebensmitteln gibt es kaum mehr etwas, was sich nicht mit einem 3D Drucker herstellen lässt. 3D Druck

Ende 2013 rückte die EuroMold, eine der grössten Fachmessen im Bereich Werkzeug- und Formenbau, die 3D Drucktechnologie in den Mittelpunkt. Zum einen wurden grosse, technisch sehr ausgereifte Industriemodelle mit Preisen über einer Million Euro vorgestellt. Andererseits präsentierte man den bis dato kleinsten 3D Drucker mit Massen von 14 x 14 x 14 cm: der Cube, Kostenpunkt 1'200 Euro, für den privaten Gebrauch gedacht. Heute, nicht einmal zwei Jahre später, findet man ein Dutzend 3D Drucker, welche in Grösse und Technik in etwa dem Cube entsprechen. Geändert haben sich die Preise. Beispiel: Das Modell DaVinci Junior für 399 Euro, natürlich vor allem für den privaten Gebrauch zuhause.

Erhalten Sie jetzt kostenlos 3 Offerten für 3D Business Drucker                            -> Jetzt Offerten erhalten

Während die Preise sinken, steigen die technischen Möglichkeiten der Drucker. Ursprünglich fanden 3D Drucker fast ausschliesslich Verwendung in der Automobil- und Luftfahrtbranche. Die aus Kunststoff gefertigten Ersatzteile sind ähnlich widerstandsfähig wie die manuell hergestellten und um ein Vielfaches leichter. Dadurch kann einiges an Benzin bzw. Kerosin eingespart werden. Mittlerweile haben ganz andere Branchen den Einsatz von 3D Druck-Technologie für sich entdeckt: Ein Startup produziert passgenaue Schuhe. Der Kunde muss dazu nur mittels einer App seine Füsse fotografieren. Die Masse werden erfasst und an den Drucker weitergegeben. Dieser wiederum verarbeitet Fasern und Pulver der genutzten Werkstoffe – und spuckt schliesslich ein Paar massgeschneiderte Schuhe aus. Ein anderes Startup verkauft persönliche Modelle. Der Interessent stellt sich in den 3D Scanner, wird abgelichtet und kann sich zehn Minuten später mit seinem 10-30 cm kleinen Klon auf den Heimweg machen.

Mittlerweile ist auch die Lebensmittelbranche auf den Zug aufgesprungen. Bei Katjes kann man seine eigene Süssigkeit designen. Barilla arbeitet an Nudelpatronen, welche innert kürzester Zeit in jede gewünschte Nudelform verarbeitet werden können. Der NASA ist es gelungen, eine Pizza zu drucken.

Auch wenn wir heute und morgen wohl noch keinen Kellner fragen hören „Was darf ich Ihnen zum Essen drucken?“, sind Speisen aus dem 3D Drucker keine Science Fiction mehr. Man darf gespannt sein, ob die 3D-Technologie zur vermuteten industriellen Revolution führt.

pascal.PNG GRYPS Offertenportal AG
Obere Bahnhofstrasse 58
8640 Rapperswil
055 211 05 30
www.gryps.ch
Pascal Roganti ist als Praktikant bei GRYPS Offertenportal für die Bereiche Online Marketing und Content Creation zuständig.
zurück