Homeoffice-Pflicht und weitere Massnahmen ab 20. Dezember

Schliessungen soll es keine geben, nicht so wie noch vor einem Jahr. Das bedeutet aber, dass andere Massnahmen getroffen werden müssen, um der neuen Covid-Variante Herr werden zu können. Der Bundesrat hat heute eine Homeoffice-Pflicht und die 2G-Regel in öffentlich zugänglichen Innenräume beschlossen.

Neue Massnahmen ab Montag, 20. Dezember 2021
Diese neu erlassenen Massnahmen gelten ab Montag, 20. Dezember bis voraussichtlich zum 24. Januar 2022:


Allgemeine Massnahmen:

  • 2G in Innenräumen: Neu gilt in Innenräumen von Restaurants, Freizeit-, Sport- und Kultureinrichtungen sowie Veranstaltungen die 2G-Regel: Nur Geimpften und Genesenen wird der Zugang gestattet.
  • Maskenpflicht: In allen Innenräumen mit Zertifikatspflicht gilt auch eine Maskenpflicht.
  • Private Treffen: Für private Treffen in Innenräumen gilt eine Maximalanzahl von zehn Personen, sofern mindestens eine Person nicht geimpft oder genesen ist. Kinder zählen dazu. Sind alle Personen ab 16 Jahren geimpft oder genesen, gilt eine Maximum von 30 Personen drinnen und 50 Personen draussen (wie bis anhin). 
  • Testkosten vom Bund übernommen: Bestimmte Tests werden ab Samstag, 20. Dezember wieder vom Bund bezahlt. Dazu gehören Antigen-Schnelltests und Speichel-PCR-Pooltests. 
  • Einreise in die Schweiz: Neu genügt zur Einreise in die Schweiz neben einem PCR-Test (72 Stunden gültig) auch ein Antigen-Schnelltest, der nicht älter als 24 Stunden sein darf. Für Geimpfte und Genesene entfällt der zweite Test nach der Einreise. Dieser ist für Ungeimpfte weiterhin 4 bis 7 Tage nach der Einreise vorgeschrieben.


Am Arbeitsplatz:

  • Homeoffice-Pflicht: Neu gilt eine Homeoffice-Pflicht, d.h. wenn immer möglich, müssen alle Mitarbeitenden eines Unternehmens von zuhause aus arbeiten. 
  • Maskenpflicht: Ist die Arbeit vor Ort nicht zu umgehen, gilt in allen Innenräumen eine Maskenpflicht, sofern sich mehr als eine Person darin aufhält.


Speziell für Gastronomie, Kultur, Sport und Veranstaltungen:

  • Sitzpflicht bei Konsumation: In Innenräumen mit Zertifikatspflicht gilt auch eine Sitzpflicht bei Konsumation.
  • 2G+ wenn Masken- und Sitzpflicht nicht möglich: In Bars, Diskotheken und bei Sport- und Kulturaktivitäten von Laien gilt neben der 2G-Regel zusätzlich eine Testpflicht, wenn weder das Maskentragen noch eine Sitzpflicht möglich sind (ab 16 Jahren). Ausnahmen gelten für Personen, deren Impfung (inkl. Boosterimpfung) oder Genesung weniger als vier Monate zurückliegt. 
  • Möglichkeit zu 2G+: Betriebe, die der 2G-Regel unterliegen, können diese auf 2G+ verschärfen, um die Maskentrage- und Sitzpflicht zu umgehen. 
  • Veranstaltungen im Freien: Bei Veranstaltungen mit mehr als 300 Personen im Freien gilt die 3G-Regel.

Diese Massnahmen gelten überdies auch für Hotels mit Restaurants, Wellnessbereich oder Fitnesscenter. Während für die Übernachtung nur 3G gilt, sind die aufgeführten Bereiche 2G-pflichtig.


Erwerbsersatz bis Ende 2022 verlängert

Die Corona-Erwerbsersatz-Regelung wurde um ein Jahr verlängert. Anspruchsberechtigte Personen können somit bis zum 31. Dezember 2022 finanzielle Unterstützung beantragen. Die Anspruchsvoraussetzungen bleiben unverändert. Massgebend zur Berechnung ist weiterhin das AHV-pflichtige Einkommen 2019. Für rückwirkende Leistungsbezüge gilt eine Anmeldefrist bis zum 31. März 2023. Der Bundesrat stockt dazu die vorgesehenen Mittel um 1.69 Milliarden Franken auf.


Quellen: 

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