Windows Server 2012

Windows Server 2012 heisst die Server-Variante des Betriebssystems Windows 8. Die neue Software von Microsoft kam am 4. September 2012 in den Handel, im Oktober 2013 wurde die Weiterentwicklung des Windows Servers mit dem Zusatz R2 im Namen veröffentlicht. Das Betriebssystem ist in vier Editionen zu haben, Foundation, Essentials, Standard und Datacenter.

Foundation ist ein vollwertiger Ersatz für den Windows Home Server, der nicht mehr produziert wird. Die Edition lässt sich in Umgebungen einsetzen, in denen nicht mehr als 15 PCs auf den Server zugreifen. Die Einrichtung ist relativ einfach, der Server verfügt nur über die grundlegenden Funktionen.

Einsatz für mittlere und kleine Unternehmen

Für kleine bis mittlere Unternehmen eignet sich die Essentials-Edition, sie ersetzt den Small Business Server. Maximal 25 User und 50 Geräte haben Zugriff auf diese Edition. Dementsprechend ist der Funktionsumfang eingegrenzt, es fehlen zum Beispiel die Virtualisierungsrechte, Hyper-V wird nicht unterstützt. Die Remote-Desktop-Verbindungen sind auf 250 begrenzt, auch der Routing- und RAS-Dienst sowie der Internet Authentication Service unterliegen Einschränkungen.

Erhalten Sie kostenlos 3 Offerten für einen IT Support                                     -> JETZT OFFERTEN ERHALTEN
Einsatz für grosse Unternehmen

Für grosse Unternehmen sind die Editionen Standard und Database gedacht. Sie verfügen über den vollen Funktionsumfang und unterscheiden sich nur in einem Punkt. Während bei der Standard-Edition nur zwei virtuelle Instanzen genutzt werden dürfen, unterliegt die Database-Edition hier keinen Beschränkungen. Neu ist die Lizenzierung. Eine Lizenz ist für zwei physische Prozessoren gültig, weitere Prozessoren erfordern weitere Lizenzen. Auch für jeden User und jedes Gerät ist eine Client-Access-Lizenz erforderlich.

Anforderungen an die Hardware

Die Anforderungen an die Hardware setzt Microsoft niedrig an, ein 1,4-GHz-Prozessor mit 64 Bit, 512 MB RAM und 32 GB Speicherplatz sind das Minimum. Natürlich steigt der Bedarf entsprechend der Serverkonfiguration. Hier hat der Administrator beim Windows Server 2012 einen breiten Spielraum. Bereits bei der Benutzeroberfläche kann er sich zwischen der grafischen ModernUI-Oberfläche, dem Minimal Server Interface oder dem Standard, der Core-Installation, entscheiden. Task-Manager und Active Directory wurden ebenfalls überarbeitet. Microsofts Virtualisierungsplattform Hyper-V erlaubt es, bis zu 160 virtuelle CPUs und 2 TB Hauptspeicher pro physischen Host zu verwenden. Die Größe der virtuellen Festplatten lässt sich im laufenden Betrieb ändern, die Live-Migration virtueller Server erfolgt mit höherer Geschwindigkeit. Weiterhin perfektioniert Microsoft das Zusammenspiel mit dem Cloud-Dienst Azure. Nun lässt sich ein Online-Back-up des Servers in der Cloud ablegen. Mit Work Folders erfolgt der Datenaustausch über die Cloud, Fremdanbieter wie Dropbox oder iCloud werden überflüssig.
Besonders interessant ist, dass DirectAccess nun auch IPv4-Umgebungen unterstützt. Die VPN-Ersatztechnik funktioniert mit Windows 7 oder Windows 8, Agents müssen auf den Clients nicht mehr installiert werden. Für Unternehmen, die zunehmend auf Cloud-Dienste und Virtualisierung setzen, ist der Umstieg auf Windows Server 2012 sicher eine wesentliche Verbesserung.