Linux - Ubuntu und Debian

„Linux“ bezeichnet den Systemkern (Kernel), den Linus Torvalds 1991 entwickelte und an Unix als Betriebssystem anlehnte. Jedes Betriebssystem mit Linux im Kern heisst ebenfalls „Linux“. Auch Distributionen (Distros) als Sammlungen aus Linux-Kern und begleitenden Anwendungsprogrammen nennen sich so.

Eine kostenlose Distro mit wachsender Beliebtheit heisst „Ubuntu“, das im südafrikanischen Zulu in etwa Menschlichkeit und Teilen bedeutet. Entsprechend stehen Ubuntu Derivate allen Nutzern kostenfrei zur Verfügung.

Debian und Ubuntu 

Ubuntu basiert auf Debian GNU/Linux (Debian) als populäre Distribution. Debian nutzt Elemente einer bekannten Softwaresammlung, nämlich des Projektes „GNU“: GNU's Not Unix (GNU ist nicht Unix).

Debian existiert seit 1993 als freies Betriebssystem und zählt zu den ältesten Linux-Distributionen mit Ubuntu als seiner bekanntesten Ableitung (Derivat). Zahlreiche Ubuntu Derivate wiederum widmen sich spezifischen Computerklassen und Nutzergruppen.

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Ubuntu Zielgruppen

Ubuntu lässt sich ausnehmend einfach für die meisten populären Computerkategorien installieren. Darüber hinaus spielen IT Experten entsprechende Derivate auf allen Rechnern ein. So eignet sich Ubuntu für beliebige Maschinen: von mobilen Endgeräten und Desktops über Supercomputer zu Servern.

Als leicht bedienbares Betriebssystem mit abgestimmten Anwendungen bietet sich Ubuntu allen Nutzerklassen an. Nach seiner Veröffentlichung in 2004 zählt Ubuntu daher zehn Jahre später zu den meist genutzten Distros (25 Millionen User). Private Nutzer setzen Ubuntu ebenso ein wie Organisationen und Schulen sowie Regierungen und Verwaltungen.

Komponenten und Ubuntu Derivate

Die meisten Linux Distributionen enthalten alle grundlegenden Anwendungen, etwa für E-Mailing, Webbrowsing und Office. Darüber hinaus lassen sich ungezählte kostenfreie Applikationen für alle Anforderungen mühelos installieren.

Speziell existiert Ubuntu Studio als abgeleitete Distro zur Bearbeitung von Audio sowie Grafik und Video. Die Ubuntu Server Edition enthält einen entsprechend optimierten Kernel und bietet verstärkte Sicherheit. Xubuntu als besonders effiziente Distro eignet sich für betagte Computer mit geringer CPU-Leistung und knappem Arbeitsspeicher. Die Distro „Edubuntu“ (engl.: education; Ausbildung) richtet sich an Schulen und enthält Lernprogramme. Ubuntu Kylin schliesslich bedient den enormen Nutzermarkt Chinas, dessen Regierung in 2014 etwa 200 Millionen Rechner auf Kylin umstellt.

Ubuntu für Android

„Ubuntu für Android“ läuft auf Android-Smartphones – gleichzeitig mit Android als Betriebssystem. Speziell lassen sich Monitore an solche Smartphones anschliessen, was Ubuntu-Desktops ergibt.

Ubuntu Touch hingegen betreibt Smartphones als eigenständige mobile Distro. Deren „Ubuntu on Tablets“-Derivat verbindet Ubuntu-Phones mit Ubuntu-Tablets: Dort lassen sich Phones anschliessen, sodass deren Anwendungen (Apps) auf Tablets weiterlaufen. Mit Maus und Tastatur lassen sich Tablets dann als Desktops nutzen.

Neue Distro-Versionen erscheinen alle sechs Monate. Ubuntu konfiguriert sich beim Einspielen einer Distribution grösstenteils selbst, was die passende Auswahl und Installation von Gerätetreibern beinhaltet.