Backup Strategien für KMUIm Gegensatz zu Banken, welche heute keine Aufwände und Mühen scheuen um ihre Daten vor unerlaubtem Zugriff oder gegen Datenklau zu schützen, geht es in kleineren Unternehmen primär darum, durch ein Backup, Daten vor einem möglichen Verlust zu schützen. Versehentliches Löschen oder defekte Hard- und Software zählen nach wie vor zu den häufigsten Ursachen für verlorene Daten. Wie steht es in Ihrem Unternehmen? Wenn beim Gedanken an einen plötzlichen Systemausfall ein unangenehmes Kribbeln in der Magengegend entsteht, dann sollten Sie vielleicht Ihre Backup-Strategie überprüfen! Je nach Sensibilität und Menge der zu sichernden Daten stellen sich für die Definition einer Backup Strategie folgende grundlegende Fragen:
Was soll gesichert werden?Bei der Frage, welche Daten gesichert werden sollten wird zuerst geprüft wie häufig Daten sich verändern und wie sensitiv diese Änderungen sind. Dabei unterscheidet man folgende Backup-Varianten: Komplette Datensicherung: Alle Daten einer Festplatte oder einer Partition werden vollständig gesichert, jedoch nicht das Betriebssystem. Diese Variante ist recht Zeit- und Speicherplatz-intensiv. Systemabbild (Image): Der komplette Datenträger wird 1:1 gespiegelt und komprimiert. Diese Sicherung beinhaltet nicht nur die Nutzerdaten, sondern auch das komplette Betriebssystem und alle Benutzereinstellungen und Programme. Vorteilhaft ist hier, dass bei einem Totalausfall des Systems sehr einfach der Zustand des letzten Backup-Zeitpunktes wieder hergestellt werden kann. Inkrementelle oder differenzielle Sicherung: Es wird nur der Teil der Daten gesichert, der seit dem letzten Sicherungspunkt hinzugekommen ist oder sich geändert hat. Diese Variante ist sehr schnell und genügsam im Speicherplatz. Es kann jedoch sein, dass bei der Wiederherstellung Daten aus verschiedenen Sicherungen zusammengestellt werden müssen. Wann soll gesichert werden?Die Sicherung des gesamten Systems ist in der Regel weniger oft notwendig, als das regelmässige Backup von sich ständig ändernden Daten. Dabei bestimmt die Arbeitsweise des Anwenders die Spanne zwischen den Sicherungszeitpunkten. Empfohlen wird in der Regel ein Mix zwischen Datenabbildungen in längeren Zeitabständen, sowie einer täglichen oder gar ständigen inkrementellen Datensicherung. Wie soll gesichert werden?Daten müssen in einem konsistenten Zustand gespeichert werden. Dies erreicht man durch folgende Methoden: Hot Backup: Das Hot Backup hält jeweils einen möglichst aktuellen Datenstand. Im Idealfall ist dies der gleiche Datenstand wie das Produktivsystem. Die Sicherung wird im laufenden Betrieb des Systems erstellt. Cold Backup: Die Sicherung erfolgt zu einem Zeitpunkt an dem das System nicht aktiv ist. Damit erreicht man zwar eine gute Konsistenz der Daten, aber die Sicherung kann nicht im laufenden Systembetrieb erfolgen. Wo werden Daten gesichert?Backups erfolgen meist auf zusätzlichen lokalen Speichermedien wie Festplatten oder im Festplattenverbund (sog. RAID Systeme). Hier ist wichtig, dass die physichen Speichermedien mit den Backups an einem anderen Ort aufbewahrt werden als das Produktivsystem um im Falle eines Brandes oder einer Überschwemmung nicht auch das Backup zu verlieren. Mit dem Trend zum Cloud Computing werden inzwischen auch Online Backup Dienste immer beliebter. Unternehmen müssen sich dabei nicht mehr selbst um die physischen Datenträger und deren Verwaltung kümmern, sondern lassen diese in einer idealen Rechenzentrum-Umgebung von Profis betreuen. Anbieter für Backup-Dienste findenGerne helfen wir Ihnen bei der Suche nach einem passenden Anbieter von Backup Dienstleistungen. In unserem grossen Netzwerk an IT Firmen und Spezialisten suchen wir Ihnen gerne kostenlos drei Anbieter für massgeschneiderte Backup-Offerten. Füllen Sie dazu einfach unseren kurzen Online-Fragebogen für IT Services aus.
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